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Rolf Geiger ist verstorben – er prägte Lichtensteig auf allen Ebenen

Am 14. März ist Rolf Geiger verstorben. Sein Leben war bestimmt von Initiative und Mitwirkung, sei es in der Lokalpolitik oder im Vereinsleben.
von Presse Dienst
Rolf Geiger. (Bild: Archivbild: Sascha Erni)

Geboren am 9. März 1948, wuchs Rolf Geiger als ältester von drei Brüdern auf einem Bauernhof in Münchwilen auf. Nach der Schule begann Rolf Geiger die Lehre bei einem Architekturbüro. Danach machte er ein Maurerpraktikum. Später leitete er den Umbau der Apotheke Perren in Zermatt. Während dieser Bauführung lernte er seine Frau Rita kennen und sie heirateten am 3. März 1973 in Lichtensteig. Rolf Geiger blieb Lichtensteig in der Folge zeitlebens eng verbunden.

Schon früh engagierte sich Rolf Geiger weit über das Berufliche hinaus für das Gemeinwesen. Von 1985 bis 1992 war er Gemeinderat in Lichtensteig. In dieser Funktion wirkte er nicht nur an politischen Geschäften mit, sondern übernahm auch die Aufgabe des Marktchefs. Märkte, Begegnungen und belebte Gassen waren ihm wichtig, weil er darin einen Schlüssel für ein lebendiges Städtli sah.

Von 1992 bis 2004 stand er als Schulratspräsident in grosser Verantwortung. In dieser Zeit waren insbesondere der Neubau der Turnhalle, die Aufstockung des Oberstufenschulhauses sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit der Schule Wattwil von zentraler Bedeutung.

Später, von 2013 bis 2019, amtete er als Vizepräsident der Ortsgemeinde Lichtensteig. Bereits 2009 übernahm er die im Ortsverwaltungsrat die Verantwortung für die Liegenschaften und prägte in dieser Funktion wichtige Projekte mit. Dazu gehörten unter anderem die Fassadenrenovation des Bezirksgebäudes, die Analyse der Wohnliegenschaften sowie der Verkauf der Liegenschaft Schabegg.

Neben seinen politischen Ämtern war Rolf Geiger eine prägende Figur des Vereins- und Kulturlebens. Er war Präsident des Verkehrs- und Kulturvereins und setzte in dieser Rolle zahlreiche Impulse. Er gründete den Weihnachtsmarkt, war an der Lancierung des Photoflohmarkts beteiligt, hat beim Drehorgeltreffen von Fredy Künzle mitgewirkt, engagierte sich für den Blumenmarkt und war auch in die Organisation des Waffenlaufs involviert.

Ein besonderes Herzensanliegen war für Rolf Geiger die Vernetzung mit der Partnergemeinde Adelberg. Diese Verbindung pflegte und prägte er über viele Jahre mit grosser Hingabe. Auch bei der Feuerwehr Lichtensteig übernahm Rolf Geiger Verantwortung. Er war zunächst Hauptmann und später Vizekommandant sowie Präsident des Feuerwehrvereins. Beim grossen Städtlibrand 1984 hatte er als Einsatzleiter eine wichtige Rolle inne.

Darüber hinaus wirkte Rolf Geiger in zahlreichen weiteren Funktionen. Er war Präsident der Genossenschaft Rössli Krinau, Mitglied der Berefladächochi und in vielen Netzwerken und Initiativen präsent. Er war ein Macher im besten Sinn: jemand mit unzähligen Ideen, mit Energie, mit Überzeugungskraft und mit der Fähigkeit, andere für ein Projekt zu gewinnen. Manchmal, so schildern es Weggefährten, habe man ihn auch bremsen müssen – nicht aus Kritik, sondern weil er seiner Zeit oft schon einen Schritt voraus war.

Rolf Geiger war ein ideenreicher, geselliger und initiativer Mensch. Er liebte das Gespräch, das gemeinsame Planen, das spontane Weiterdenken – und nicht selten auch jene «Schnapsideen», aus denen später etwas Bleibendes wurde. Er hat Lichtensteig mitgeprägt, mitgestaltet und mitbelebt. Für «sein» Städtli setzte er sich mit ausserordentlichem Engagement und Weitsicht ein – so, wie es auch die Ortsgemeinde bei seiner Ehrung 2024 mit dem Goldigen Bsetzistei festhielt. Rolf Geiger ist am 14. März 2026 verstorben. (pd)

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/rolf-geiger-ist-verstorben-nachruf-art-722267

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