Favoritensiege und Enttäuschungen – so verlief der Saisonstart
Die Meisterschaft ist lanciert. So waren die Toggenburger Teams am ersten Spieltag unterwegs:
FF Toggenburg schlägt den Aufsteiger
«Wir wollten von Anfang an Gas geben. Nicht dass bei Balerna die Hoffnung aufkommt, sie könnten hier etwas holen», sagte FF Toggenburg-Trainer Vitor Domgjoni nach dem Spiel. «Das ist uns mit den zwei schnellen Toren gelungen.» Nach gut 25 Minuten führte der Erstligist bereits mit 2:0. Marina Egli und Fabienne Brändle waren erfolgreich. Dann drosselten die Toggenburgerinnen etwas das Tempo, blieben aber spielbestimmend.
Nach dem Seitenwechsel war der Torhunger zurück. Larissa Zehnder, Barbara Krucker und zweimal Amira Baumgartner sorgten dafür, dass die Toggenburger Frauen am ersten Spieltag gleich sechs Mal jubeln durften. Da konnte auch der verwertete Penalty zum zwischenzeitlichen 3:1 die Freude nicht trüben. Mit diesem Sieg dürften die Toggenburgerinnen viel Selbstvertrauen für das «Spiel des Jahres» vom nächsten Samstag getankt haben. Dann machen die Grasshoppers aus der Women’s Super League im Cup auf der Breite Halt.
Der FC Bazenheid gewinnt das Derby gegen Bütschwil
Die Saison hatte kaum begonnen, da lagen die Bütschwiler schon mit 0:1 hinten. Silvano Teixeira brachte das Heimteam nach exakt einer Zeigerumdrehung in Führung. Als Christian Guidon wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf 2:0 erhöhte, war dies schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Marc Ott, der neu als Spielertrainer der Bütschwiler amtet, sagte nach Spielschluss: «Ich habe uns in der ersten Halbzeit nicht so schlecht gesehen, da konnten wir gut mithalten. Danach war Bazenheid dann deutlich besser.»

Bazenheids Sportchef Dejan Baumann zeigte sich erleichtert, dass es zum Sieg gereicht hat. «Vor dem Meisterschaftsstart weiss man nie so genau, wie es herauskommt. Zumal wir gegen Bütschwil letzte Saison nur einen Punkt holten. Heute haben wir uns die drei verdient.»
Zu den zwei Toren in vor der Pause kamen zwei weitere von Silvano Teixeira und Nderim Ramadani zum Schlussstand von 4:0 hinzu. Für Bazenheid geht es am Samstag in Winkeln weiter, das durch einen Sieg gegen Mutschellen (2.) in der 2. Hauptrunde des Schweizer Cups steht und dort im Oktober gegen Superligist Lausanne spielen darf.
Der FC Wattwil Bunt holt drei Punkte gegen Aadorf
Neu-Trainer Roman Kipfer ist der Einstand beim Drittligisten Wattwil Bunt gelungen. Sein Team feierte am Samstag zum Saisonstart gegen den SC Aadorf einen 2:0-Sieg. Sein Co-Trainer Sanin Muric sagte nach Spielschluss: «Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft.» Die Überlegenheit konnte das Heimteam auch ummünzen. Nach acht Minuten traf Dzabir Tutnjic zum 1:0, praktisch mit dem Pausenpfiff erhöhte Silvan Bechtiger auf 2:0.
Aadorf suchte sein Heil vorwiegend mit hohen Bällen, was aber nicht die erhoffte Wirkung erzeugte. Im Gegenteil: «Wenn wir uns vor dem Tor noch etwas konsequenter gezeigt hätten, wäre sogar noch ein höherer Sieg möglich gewesen», sagte Muric weiter. Für Wattwil Bunt geht es am Samstag in Zuzwil weiter.
Der FC Ebnat-Kappel siegt beim Aufsteiger
Auf Drittligist Ebnat-Kappel wartete am Samstag eine schwierige Aufgabe in Münchwilen, wurde der Aufsteiger im Vorfeld doch als stark eingestuft. Obwohl der Sieg beim 1:0 knapp ausfiel, hatten die Obertoggenburger erstaunlich wenig Probleme.
Trainer Stefan Hinterberger sagte: Es war ein verdienter Sieg nach einer soliden Mannschaftsleistung. Wir hatten den Gegner mehrheitlich im Griff und haben keine einzige Grosschance zugelassen.» Den einzigen Treffer schoss Carlo Giger, der eine schöne Hereingabe von Ramon Looser eiskalt ausnutzte. Für die Ebnater folgt in Runde 2 bei Niederwil gleich noch ein Auswärtsspiel.
Der FC Neckertal-Degersheim dominiert in Kirchberg
Die Enttäuschung von Kirchberg-Trainer Dave Obrist war ihm nach der 0:3-Niederlage im Derby gegen Neckertal-Degersheim deutlich anzusehen. Er sagte: «Klar ist Neckertal eine gute Mannschaft, und klar haben uns heute ein paar Spieler gefehlt. Trotzdem hätte ich mir von jenen, die auf dem Platz standen, schon eine etwas andere Gegenwehr erwartet.» Er habe kein Feuer und kein Aufbäumen gesehen.

Ganz anders sahen die Gesichter auf der Gegenseite aus. Trainer Domenico Troccoli sagte: «Wir hatten hier einen klaren Plan, der ist aufgegangen, der Sieg ist hochverdient.» Die Tore für Neckertal schossen Ben Obina Anderegg und Gianluca Vota vor sowie Fabrice Gantenbein nach dem Seitenwechsel. Während Kirchberg am Freitag bei Bazenheid 2 gastiert, muss Neckertal tags darauf nach Pfyn.
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