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Die Sommerpause ist zu Ende – drei Teams könnten aufsteigen

Am Wochenende startet bei den Fussballerinnen und Fussballern die Meisterschaft. Diese Zeitung stellt alle Aktivteams vor, berichtet über Zuzüge und Abgänge und schaut auf den ersten Spieltag.
Lea Thalmann, Neuzugang Barbara Krucker und Captain Diana Brändle, hier im Testspiel gegen Wil mit Captain Jennifer Wyss, von links, starten mit FF Toggenburg mit einem Heimspiel gegen Balerna. (Bild: Beat Lanzendorfer)
FF Toggenburg Saison 2026/2027. (Bild: : Valentin Domgjoni)
FC Bütschwil Saison 2026/2027. (Bild: zvg)
FC Bazenheid Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)
FC Ebnat-Kappel Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)
FC Wattwil Bunt Saison 2026/2027 (Bild: Beat Lanzendorfer)
FC Kirchberg Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)
FC Neckertal-Degersheim Saison 2026/2027 (Bild: zvg)

Die Saison beginnt mit einem Leckerbissen: Auf dem Ifang kommt es am Samstag um 17.30 Uhr zum 2.-Liga-Derby Bazenheid - Bütschwil. Während das Heimteam im Kampf um den Aufstieg ein gewichtiges Wort mitreden dürfte, müssen sich die Gäste wohl eher nach hinten orientieren.

Fast zeitgleich (18 Uhr) kommt es zur Begegnung Kirchberg - Neckertal-Degersheim. Für beide markiert das Spiel nach dem Abstieg ein Neubeginn in der 4. Liga. Eine sofortige Rückkehr wird sowohl Kirchberg als auch Neckertal-Degersheim zugetraut. So ist die Ausgangslage, bevor der Ball wieder rollt:

FF Toggenburg, 1. Liga, Gruppe 2

FF Toggenburg Saison 2026/2027. (Bild: : Valentin Domgjoni)

Nach dem Aufstieg vor zwei Jahren hatten sich die Frauen jeweils den Ligaerhalt zum Ziel gesetzt. Nach der starken Rückrunde, in der unter anderem NLB-Aufsteiger Gambarogno besiegt werden konnte, geht die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen in die Meisterschaft und hat das Ziel neu formuliert. Nun möchte man sich der Spitze annähern und einen Rang zwischen 4 und 7 holen.

Fünf Abgängen stehen sechs Neuzuzüge gegenüber. Neu auf der Breite ist etwa Barbara Krucker, langjährige Captain beim FC Wil Frauen.

In der ersten Runde kommt Aufsteiger SC Balerna ins Toggenburg. Wie stark die Tessinerinnen sind, ist aus der Ferne kaum einzuschätzen. Wenn bei den Toggenburgerinnen nicht schon das Cupspiel gegen die Grasshoppers vom 22. August in den Köpfen herumschwirrt, stehen die Chancen auf drei Punkte gut.

FC Bütschwil, 2. Liga, Gruppe 2

FC Bütschwil Saison 2026/2027. (Bild: zvg)

Beim Zweitligisten Bütschwil beginnt eine neue Zeitrechnung. Ruedi Eisenhut hat nach sieben Jahren als Trainer aufgehört. Der Verein hat sich für eine interne Lösung entschieden und schenkt Marc Ott das Vertrauen, der als Spielertrainer auch auf dem Platz stehen wird. An der Linie wird er von Anes Zverotic sowie von Peter Baumgartner unterstützt. Die Resultate in der Vorbereitung fielen durchzogen aus, was kaum jemanden interessieren dürfte, wenn die Resultate in der Meisterschaft stimmen.

Und dort kommt es am Samstag gleich zu einem Derby, wenn die Bütschwiler auf dem Bazenheider Ifang Halt machen. Klar ist der Gastgeber der Favorit, das war er auch letzte Saison. Am Ende holte sich jedoch der Aussenseiter vier Punkte (1:0, 3:3), die dazu beigetragen haben, die Liga zu halten.

FC Bazenheid, 2. Liga, Gruppe 2

FC Bazenheid Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)

«Wir sind besser als letzte Saison», sagt Sportchef Dejan Baumann und macht dabei eine klare Ansage, in welche Richtung es gehen soll. Das Wort Aufstieg nimmt er bewusst nicht in den Mund. Es soll aber eine bessere Platzierung als in der vergangenen Spielzeit geben. Da stand die Mannschaft nach 22 Runden auf Rang 4.

Dass die Aussage nicht von ungefähr kommt, unterstreichen die zuletzt gezeigten Resultate in den Testspielen. Gegen 2.-Liga-Inter-Aufsteiger Frauenfeld gab es ein Unentschieden. Zweitligist Rapperswil-Jona 2 wurde beim 8:0-Sieg förmlich vom Platz gefegt. Wie gut die Bazenheider tatsächlich sind, zeigt sich am Samstag, wenn das kampfstarke Bütschwil auf dem Ifang seine Visitenkarte hinterlegt. Es steht ausser Frage, dass die Einheimischen klarer Favorit sind.

FC Ebnat-Kappel, 3. Liga, Gruppe 4

FC Ebnat-Kappel Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)

An der Linie stand der langjährige Spieler und Captain Stefan Hinterberger als Assistent von Roman Kipfer schon seit zwei Jahren. Nach dem Wechsel Kipfers zu Wattwil Bunt übernimmt Hinterberger noch mehr Verantwortung. Unterstützt wird er von Dominik Scheiwiller und Roman Bollhalder. Letzterer hat sich mit erst 28 entschieden, aufzuhören, weil ihn diverse Verletzungen in der Vergangenheit immer wieder zurückwarfen. Falls Not am Mann ist, kann der Trainer aber auf ihn als Spieler zurückgreifen.

Weil sich die Ebnater am letzten Wochenende nach der Niederlage in Grabs schon aus dem Cup verabschiedet haben, können sie sich nun komplett auf die Meisterschaft konzentrieren. Dort heisst der Gegner am Samstag Münchwilen. Der 3.-Liga-Neuling wird nach Einschätzung der Experten als sehr stark eingestuft.

FC Wattwil Bunt, 3. Liga, Gruppe 4

FC Wattwil Bunt Saison 2026/2027 (Bild: Beat Lanzendorfer)

«Bitte keine solche Saison mehr wie die letzte», sagt Sportchef Albert «Gusti» Geiger. Trotz Ambitionen auf einen Spitzenplatz schafften die Wattwiler erst am letzten Spieltag mit dem knappen Sieg in Ebnat-Kappel den Ligaerhalt. «Ein solches Horrorszenario möchte ich nicht noch einmal mitmachen», sagt Geiger weiter. Er ist überzeugt davon, dass es mit Rückkehrer und Neu-Trainer Roman Kipfer nun in die andere Richtung geht. Ein guter Anfang ist mit dem Cupsieg am Dienstag in Eschlikon (3:0) gemacht. Zu weit aus dem Fenster lehnen möchte sich der Sportchef nicht, aber ein Platz in der oberen Tabellenhälfte müsste mit diesem Kader machbar sein.

In der Startrunde empfangen die Wattwiler am Samstag Aadorf. Die Thurgauer haben genauso eine enttäuschende Saison hinter sich und schafften den Ligaerhalt mehr oder weniger auch auf den letzten Drücker.

FC Kirchberg, 4. Liga, Gruppe 8

FC Kirchberg Saison 2026/2027. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Enttäuschung über den Abstieg, der sich zwar nach einer enttäuschenden Vorrunde abzeichnete, aber dennoch unerwartet kam, ist im Umfeld des Vereins immer noch zu spüren.

Nun zeigt man sich kämpferisch und strebt die sofortige Rückkehr in die 3. Liga an. Möglich machen soll es das Trainer-Duo Dave Obrist/Andreas Hollenstein, dem der Verein auch eine Liga tiefer das Vertrauen schenkt. Der FC Kirchberg holt sich seine Spieler weiterhin aus den eigenen Reihen. Drei Abgängen stehen drei Neue gegenüber. Remy Bolt und Alexander Gähwiler spielten bisher in der dritten Mannschaft, Timo Reubi kommt von den Junioren.

Ob es mit der Rückkehr in die 3. Liga etwas werden könnte, zeigt sich schon am Samstag, wenn mit Neckertal-Degersheim einer der Mitfavoriten auf der Sonnmatt Halt macht.

FC Neckertal-Degersheim, 4. Liga, Gruppe 8

FC Neckertal-Degersheim Saison 2026/2027 (Bild: zvg)

Neun Jahre gehörte Neckertal-Degersheim der 3. Liga an. Nach der völlig verkorksten letzten Saison startet der Verein nun eine Liga tiefer einen Neuanfang. Trotz Abstieg vertraut der Verein weiterhin an der Seitenlinie dem Duo Domenico Troccoli / Salvatore Tolino.

In neuer Umgebung erwartet das Team nebst den motivierten Gegnern ein weiteres Handicap: Weil der Platz im Necker wegen der Trockenheit bis auf Weiteres gesperrt ist, trägt das Team die ersten vier Spiele allesamt auswärts aus. Ob es Mitte September dann tatsächlich zur Heimpremiere gegen Weinfelden-Bürglen 2 kommt, ist Stand heute noch offen.

Allen Hindernissen zum Trotz: Neckertal-Degersheim geht als einer der Aufstiegsfavoriten ins Rennen.

 
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