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Wattwil Bunt, Kirchberg und Neckertal-Degersheim misslingt in der 3. Liga der Rückrundenstart

Dieses Ostermenü war für die Toggenburger Fussballer nur schwer verdaulich. Trotz zwischenzeitlich durchaus ansehnlicher Leistungen verlassen Kirchberg, Wattwil Bunt und Neckertal-Degersheim den Platz als Verlierer – im Abstiegsbereich wird es nun ziemlich eng.
Das Tor von Silvan Bechtiger, am Ball, reichte nicht für einen Wattwiler Punktgewinn. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Aaron Ress vergab in der ersten Halbzeit die grösste Chance zur Kirchberger Führung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Osterwochenende hätten sich die Drittligisten Wattwil Bunt, Kirchberg und Neckertal-Degersheim auch schenken können. Alle drei holten keine Punkte. So haben sie gespielt:

Wattwil Bunt verliert gegen Glarus

Den härtesten Rückrundenstart hatte Wattwil Bunt, das auf der Grüenau Glarus empfing. Obwohl die Toggenburger über weite Strecken gut mithalten konnten, setzte es eine 1:3-Niederlage ab. Mit den drei Punkten übernahmen die Glarner die Tabellenspitze.

Bei den Gegentoren stellten sich die Wattwiler ziemlich naiv an. Zuerst liess sich Captain Marvin Romer an der Grundlinie den Ball abluchsen. Der Querpass führte dann schon in der Startphase zum 0:1. Das zweite Gegentor war genauso unnötig. Die Defensive zeigte sich ziemlich sorglos, als ein Glarner aus 20 Metern zum Schuss ansetzte. Der Ball fand dann zum Erstaunen vieler den Weg ins Tor.

Zwar gelang den Einheimischen nach dem Pausentee eine Leistungssteigerung, trotzdem lagen sie nach einer Stunde mit 0:3 hinten. Es war dann Silvan Bechtiger, der nach 74 Minuten auf 1:3 verkürzte. Noch blieb Zeit für die Aufholjagd. Die Versuche, hier noch etwas zu reissen, blieben aber zu harmlos. Co-Trainer Sanin Muric sprach danach von einer verpassten Chance, denn Glarus wäre zu knacken gewesen.

Neckertal-Degersheim bleibt vom Pech verfolgt

Neckertal-Degersheim-Präsident Stephen Bosshard, er spielt nach wie vor noch selbst mit, sprach trotz 1:3-Niederlage von der wohl besten Saisonleistung. «Aber wer halt hinten drin ist, dem klebt das Pech an den Füssen.» Sie hätten eine starke erste Halbzeit gezeigt und seien durch das Tor von Levin Bürkler verdient mit 1:0 vorn gelegen. Die Gegentore waren dann ziemlich ärgerlich, weil sie jeweils nach einem stehenden Ball zu Stande kamen. Das Heimteam konnte erst nach etwas mehr als einer Stunde ausgleichen und beanspruchte in der Schlussphase einiges an Glück, damit es noch zweimal im Kasten von Neckertal einschlug.

«Schade, haben wir im Verlaufe der zweiten Halbzeit nachgelassen. Auf dieser Leistung lässt sich aber aufbauen», sagte Bosshard. Er ist noch immer überzeugt davon, dass das Team das Steuer noch herumreissen kann, auch wenn der Blick auf die Tabelle wenig Hoffnung aufkommen lässt. Neckertal-Degersheim liegt in der Gruppe 4 der 3. Liga abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zur Rettung fehlen zurzeit sieben Punkte. Noch sind aber zehn Runden zu spielen.

Kirchberg verliert Sechs-Punkte-Spiel in Aadorf

Aaron Ress vergab in der ersten Halbzeit die grösste Chance zur Kirchberger Führung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Wer solche Möglichkeiten versiebt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn der Gegner über drei Punkte jubelt. Kurz vor der Halbzeit war es Aaron Ress, der bei einem Querpass von Mario Kuhn ziemlich kläglich über den Ball schlug. Es wäre die Führung im Sechs-Punkte-Spiel gegen Aadorf gewesen. Statt 0:1 hiess es nach 50 Minuten 1:0. Schlussmann Iten konnte einen scharf getretenen Ball nur nach vorne abwehren. Ein Aadorfer reagierte am schnellsten und staubte zur Führung ab.

Noch blieb Zeit, das Unheil abzuwenden. Es war dann Aaron Schweizer, dem sich die grösste Ausgleichschance bot. Sein Elfmeter nach 80 Minuten war aber ziemlich schwach geschossen, so dass es für Torhüter Michele Rocco kein Problem war, den Ball zu behändigen. Vorausgegangen war ein Foul im Strafraum am Kirchberger Captain Mario Kuhn. Kirchberg-Trainer Dave Obrist war nach der 0:1-Niederlage ziemlich bedient. Er sagte: «Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, deshalb schmerzt dieses Resultat.» Die Pleite hat zur Folge, dass Kirchberg den Platz mit Aadorf gewechselt hat und nun unter dem Abstiegsstrich liegt.

 
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