Saisonal kochen im Frühling: Mit diesen zwei Pasta-Rezepten gelingt’s
Für Fans der mediterranen Küche ist der Winter eine Zeit der Entbehrung, und auch im Frühling ist die Auswahl noch nicht allzu gross. Die Auberginen stammen aus spanischen Treibhäusern, die Peperoni und Zucchetti ebenfalls. Das Gemüse wird in Andalusien angebaut, wo das Wasser ohnehin schon knapp ist.
Wer nicht auf Eingelegtes oder Tiefgefrorenes zurückgreifen mag, setzt, wenn möglich, auf Schweizer Gemüse - auch dem Klima zuliebe. Aber kein Problem: Aus Radieschen und Chicorée lassen sich zum Beispiel ebenfalls wunderbare Pastasaucen kochen.
Pfiffiges Rezept mit eingelegten Radieschen
Radieschen haben von März bis September Saison. Wie Chicorée landen die kleinen, roten Knollen oft in Salaten – auch wegen ihrer Schärfe. Grund für den typischen Radieschen-Geschmack ist ein Senföl. Dieses soll Leber und Galle anregen. Ausserdem sind Radieschen kleine Vitaminbomben. Vor allem enthalten sie viel Vitamin C.
Durchs Kochen verlieren Radieschen an Schärfe. Weil ich gerade diese mag, habe ich die Radieschen für dieses Rezept eingelegt. Die Menge ist auf die Pasta abgestimmt. Wer eingelegtes Gemüse mag (weitere Rezepte), bereitet eine grössere Portion zu, um länger zu profitieren.

Eine mild-süsse Sauce aus Erbsen ergänzt die scharf-sauren Radieschen. Weil Erbsen in der Schweiz erst im Hochsommer Saison habe, verwende ich tiefgekühlte Erbsen.
Zutaten für zwei bis drei Portionen- 200g Radieschen
- 2dl Apfelessig
- 1dl Wasser
- 20g Salz
- 100g Zucker
- 20g Senfkörner
- 300g Erbsli (tiefgekühlt)
- 1 kleine Knoblizehe
- 1dl Rahm
- Salz und Pfeffer
- 300g Penne, Fusilli oder Dinkellocken

Zubereitung: Zuerst die Radieschen vorbereiten. Dazu die Knollen waschen und in dünne Scheibchen schneiden. Die Senfkörner nach der Zubereitung von den Radieschen zu waschen, ist aufwendig und mühsam. Darum empfehle ich, sie in Teeeier oder zum Beispiel leere Teebeutel zu geben.
Essig, Wasser, Salz, Zucker und die Senfkörner in eine Pfanne geben, aufkochen. Pfanne von der Herdplatte nehmen, Radieschen hineingeben. In der zugedeckten Pfanne eine Stunde ziehen lassen. Nach der Ziehzeit die Flüssigkeit abschütten.
In der Zwischenzeit die gefrorenen Erbsli mit etwas Bouillon in eine Pfanne geben und während 3 Minuten bissfest kochen. Die Erbsli dann mit einer kleinen Knoblizehe pürieren. Achtung, weil sie roh verwendet wird, wird der Knoblauchgeschmack sehr intensiv. Das entstandene Erbsenpüree mit Rahm verdünnen und köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pasta kochen und servieren.
Für Zitronenfans gibt es Chicorée an Zitronenrahmsauce
Chicorée wächst in der Schweiz sogar das ganze Jahr. Wegen seines bitteren Geschmacks fristet er aber ein Schattendasein. Tatsächlich ist Chicorée gerade wegen der Bitterstoffe sehr gesund. Diese sind gut für die Verdauung und den Stoffwechsel.

Die knackigen Blätter landen oft in Salaten, kombiniert mit Orangen- oder Apfelschnitzen. Oder er wird mit Käse überbacken als Gratin serviert. Chicorée schmeckt aber auch Kombination mit einer Zitronenrahmsauce.
Zutaten für 2 bis 3 Portionen- 500g Chicorée (beim Einkauf auf kleine Kolben achten)
- Olivenöl
- 250g Linguine
- eine halbe Zitrone
- 0,5 dl Bouillon
- 2 dl Rahm oder Crème fraîche
- Saucenbinder
- Salz und Pfeffer
- wenig Zucker
- 1 Handvoll Petersilie
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