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Mit Speck: Dieser Osterzopf begeistert zum Brunch oder Zmorge

Zopf ist nichts für jeden Tag. Einer mit Speck schon gar nicht. Am Ostersonntag kommt er aber bei vielen auf den Tisch. Dieser Zopf lässt sich so vorbereiten, dass man ihn vor dem Brunch nur noch in den Ofen schieben muss.
von Jolanda Riedener
Knusprig und fluffig: Speckwürfeli machen diesen Zopf zu etwas Besonderem. (Bild: Jolanda Riedener)
Frischkäse und Radiechen, aber auch Ei passen hervorragend zum Speckzopf. (Bild: Jolanda Riedener)
Ostbröckli-Autorin Jolanda Riedener. (Bild: Benjamin Manser)

Am Sonntag gibt es Zopf zum Zmorge. So handhaben es viele Schweizerinnen und Schweizer. Denn der Butterzopf ist mehr als einfach ein Brot. Er ist Kulturgut. Eine Scheibe Zopf mit Butter und Konfi, dazu Kaffee und die Zeitung. So startet der Sonntag perfekt.

Bei uns Zuhause gab es früher jeden Sonntag selbstgemachten Zopf. Meine Mutter backte ihn am Samstagabend. Wenn ich als Teenager nach Mitternacht vom Ausgang heimkam, konnte ich dem Duft, der sich im Haus ausbreitete, jeweils nicht widerstehen. Was gibt es besseres, als ein Stück frisch gebackenen Zopf. Meine Eltern nahmen es mir zum Glück nie übel, dass der Zopf am nächsten Morgen schon angeschnitten war.

An Ostern hat der Butterzopf einen besonders grosse Auftritt auf dem Zmorgen- oder Brunchbuffet. Ausserdem lassen sich aus dem Zopfteig auch kleinere Einheiten oder gar Tiere formen. Butterzopf gehört genau so zum Osterfest wie Eiertütschen oder Schoggihasen.

Speck verfeinert die buttrige Köstlichkeit

Bestimmt haben auch Sie schon selbst einen Zopf gebacken. Falls nicht, dient Ihnen dieses Rezept vielleicht als Inspiration fürs erste Mal. Den Speck können Sie auch weglassen. Oder ihn durch fein geschnittene, getrocknete Tomaten als vegetarische Option ersetzen. Für meinen Zopf verwende ich jeweils Bio-Zutaten.

Zutaten
  • 600 g Zopfmehl
  • 25 g Frischhefe
  • 1 TL Zucker
  • 3 dl Milch, lauwarm
  • 100 g Butter, weich
  • 1 Ei
  • 10 g Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Rahm
  • 175 bis 200 g Speckwürfeli

Zubereitung: Die Zutaten etwa eine Viertelstunde vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen. Dann die Hefe mit der lauwarmen Milch und dem Zucker verrühren. Das Mehl in eine Schüssel geben und darin eine Mulde formen. Einen Drittel der Hefe-Milch-Zucker-Mischung in die Mulde geben und mit wenig Mehl vom Rand verrühren, etwas Mehl darüber stäuben und für eine halbe Stunde zugedeckt beiseite geben, damit die Hefe arbeiten kann. Nun die restliche Milch mit der Butter, dem Ei und dem Salz in die Schüssel geben und alles etwa zehn Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch bedecken und den Teig ums Doppelte aufgehen lassen.

Ist der Teig so weit, die Speckwürfeli in einer Pfanne anbraten. Ich habe sie sehr knusprig gebraten. Das ist nicht nötig, da sie sonst im fertigen Zopf eher trocken werden. Dann den Speck auskühlen lassen und anschliessend mit dem Zopfteig verkneten.

Zopf formen und am nächsten Tag backen

Es gibt unterschiedliche Varianten, den Zopf zu formen. Beliebt ist die Variante mit zwei Strängen. Ich bevorzuge die Variante mit drei Strängen, da der Zopf eine gleichmässigere Form erhält und sich in gleichmässigere Stücke schneiden lässt. Die Scheiben auf dem Teller ähneln einander also eher.

Dafür den Teig teilen und zu drei Strängen formen. Die drei Teigenden aneinander drücken und den Zopf flechten. Dazu den äussersten Strang jeweils nach innen legen.

Ist der Zopf geformt, kommt er über Nacht in den Kühlschrank, wo er etwa 12 Stunden lang ruht. Am nächsten Tag den Backofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober- und Unterhitze samt einem Backblech mit einer Tasse Wasser vorwärmen. In der Zwischenzeit das Eigelb mit etwas Rahm mischen und den Zopf damit bepinseln. Den Zopf für 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

Frischkäse und Radiechen, aber auch Ei passen hervorragend zum Speckzopf. (Bild: Jolanda Riedener)

Etwas Frischkäse und frische Radiesli passen besonders gut zu diesem Zopf. Es muss aber nicht unbedingt herzhaft sein, auch süss passt, zum Beispiel etwas Feigen- oder Quittenkonfi: Und auch zum Ei passt der Speckzopf bestens. In diesem Sinne: Viel Spass beim Eiertütschen!

Ostbröckli-Autorin Jolanda Riedener. (Bild: Benjamin Manser)

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/osterzopf-mit-speck-rezept-fuer-den-brunch-art-721642

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