Mit Speck: Dieser Osterzopf begeistert zum Brunch oder Zmorge
Am Sonntag gibt es Zopf zum Zmorge. So handhaben es viele Schweizerinnen und Schweizer. Denn der Butterzopf ist mehr als einfach ein Brot. Er ist Kulturgut. Eine Scheibe Zopf mit Butter und Konfi, dazu Kaffee und die Zeitung. So startet der Sonntag perfekt.
Bei uns Zuhause gab es früher jeden Sonntag selbstgemachten Zopf. Meine Mutter backte ihn am Samstagabend. Wenn ich als Teenager nach Mitternacht vom Ausgang heimkam, konnte ich dem Duft, der sich im Haus ausbreitete, jeweils nicht widerstehen. Was gibt es besseres, als ein Stück frisch gebackenen Zopf. Meine Eltern nahmen es mir zum Glück nie übel, dass der Zopf am nächsten Morgen schon angeschnitten war.
An Ostern hat der Butterzopf einen besonders grosse Auftritt auf dem Zmorgen- oder Brunchbuffet. Ausserdem lassen sich aus dem Zopfteig auch kleinere Einheiten oder gar Tiere formen. Butterzopf gehört genau so zum Osterfest wie Eiertütschen oder Schoggihasen.
Speck verfeinert die buttrige Köstlichkeit
Bestimmt haben auch Sie schon selbst einen Zopf gebacken. Falls nicht, dient Ihnen dieses Rezept vielleicht als Inspiration fürs erste Mal. Den Speck können Sie auch weglassen. Oder ihn durch fein geschnittene, getrocknete Tomaten als vegetarische Option ersetzen. Für meinen Zopf verwende ich jeweils Bio-Zutaten.
Zutaten- 600 g Zopfmehl
- 25 g Frischhefe
- 1 TL Zucker
- 3 dl Milch, lauwarm
- 100 g Butter, weich
- 1 Ei
- 10 g Salz
- 1 Eigelb
- 1 TL Rahm
- 175 bis 200 g Speckwürfeli
Zubereitung: Die Zutaten etwa eine Viertelstunde vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen. Dann die Hefe mit der lauwarmen Milch und dem Zucker verrühren. Das Mehl in eine Schüssel geben und darin eine Mulde formen. Einen Drittel der Hefe-Milch-Zucker-Mischung in die Mulde geben und mit wenig Mehl vom Rand verrühren, etwas Mehl darüber stäuben und für eine halbe Stunde zugedeckt beiseite geben, damit die Hefe arbeiten kann. Nun die restliche Milch mit der Butter, dem Ei und dem Salz in die Schüssel geben und alles etwa zehn Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch bedecken und den Teig ums Doppelte aufgehen lassen.
Ist der Teig so weit, die Speckwürfeli in einer Pfanne anbraten. Ich habe sie sehr knusprig gebraten. Das ist nicht nötig, da sie sonst im fertigen Zopf eher trocken werden. Dann den Speck auskühlen lassen und anschliessend mit dem Zopfteig verkneten.
Zopf formen und am nächsten Tag backen
Es gibt unterschiedliche Varianten, den Zopf zu formen. Beliebt ist die Variante mit zwei Strängen. Ich bevorzuge die Variante mit drei Strängen, da der Zopf eine gleichmässigere Form erhält und sich in gleichmässigere Stücke schneiden lässt. Die Scheiben auf dem Teller ähneln einander also eher.
Dafür den Teig teilen und zu drei Strängen formen. Die drei Teigenden aneinander drücken und den Zopf flechten. Dazu den äussersten Strang jeweils nach innen legen.
Ist der Zopf geformt, kommt er über Nacht in den Kühlschrank, wo er etwa 12 Stunden lang ruht. Am nächsten Tag den Backofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober- und Unterhitze samt einem Backblech mit einer Tasse Wasser vorwärmen. In der Zwischenzeit das Eigelb mit etwas Rahm mischen und den Zopf damit bepinseln. Den Zopf für 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

Etwas Frischkäse und frische Radiesli passen besonders gut zu diesem Zopf. Es muss aber nicht unbedingt herzhaft sein, auch süss passt, zum Beispiel etwas Feigen- oder Quittenkonfi: Und auch zum Ei passt der Speckzopf bestens. In diesem Sinne: Viel Spass beim Eiertütschen!

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben








Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.