Nesslau sagt klar Ja zum Neubau eines Mehrzweckgebäudes und zur Erweiterung des Feuerwehrdepots
In Nesslau hatten die Stimmberechtigten am Wochenende über eine kommunale Vorlage zu bestimmen. Es ging um den Kredit für den Neubau eines Mehrzweckgebäudes und die Erweiterung des Feuerwehrdepots. Kostenpunkt: 11,71 Millionen Franken.
Nun steht das Resultat fest: 1453 Stimmberechtigte hiessen die Vorlage gut, 253 legten ein Nein in die Urne. Gesamthaft gingen 1712 Stimmzettel ein, sechs davon waren leer. Die Stimmbeteiligung lag bei 60,18 Prozent. Für eine Stellungnahme war Gemeindepräsident Kilian Looser am Sonntag für diese Zeitung nicht zu erreichen.
Baubeginn soll Mitte 2027 sein
Der Terminplan sieht vor, dass nun das Bauprojekt fertig ausgearbeitet und für das Baubewilligungsverfahren eingereicht wird. Anschliessend erfolgen die Ausschreibungen der Arbeiten. Der Baustart ist für Mitte 2027 vorgesehen. Gemäss aktuellem Bauprogramm beträgt die Bauzeit rund 18 Monate. Fertigstellung und Inbetriebnahme werden auf Ende 2028 angestrebt. Das endgültige Bauprogramm kann je nach Verlauf der politischen Entscheide, der Bewilligungsverfahren, der Etappierung sowie der Witterung variieren.
Die Erweiterung des Feuerwehrdepots
Worum ging es bei der Vorlage: Die Mehrzweckgebäude in Nesslau (Baujahr 1966) und in Neu St.Johann (Baujahr 1980) sind in die Jahre gekommen und weisen einen grösseren Sanierungsbedarf auf. Jährlich gibt es drei bis fünf Militärbelegungen in der Politischen Gemeinde Nesslau. «Die Verteilung auf zwei Standorte ist für das Militär aufwendig und nicht optimal», hiess es im Gutachten. Auch das Feuerwehrdepot in der Untersteig in Nesslau (in der Nähe des Mehrzweckgebäudes) weist bauliche Defizite auf. Diese könnten mit einem Erweiterungsbau behoben werden, so war im Gutachten zu lesen.

Der Gemeinderat Nesslau sieht deshalb vor, auf dem ehemaligen Friedhof Untersteig ein neues Mehrzweckgebäude zu erstellen und das bestehende Mehrzweckgebäude Untersteig mit integriertem Feuerwehrdepot durch einen Ergänzungsbau für die Feuerwehr zu ersetzen. Für die Erweiterung des Feuerwehrdepots sprechen verschiedene Faktoren. Einerseits stehen den Feuerwehrleuten neu Garderoben und Sanitäranlagen zur Verfügung, die die kantonalen Anforderungen erfüllen, andererseits wird Platz für Material, Ausrüstung und die Feuerwehrfahrzeuge geschaffen.
Eines wird ersetzt, das andere wird verkauft
Was passiert mit den beiden Mehrzweckgebäuden in der Gemeinde Nesslau? Die Baute in der Untersteig, neben dem Feuerwehrdepot, soll abgerissen werden. Der 60-jährige Bau diente als Militär- und Gruppenunterkunft mit zusätzlicher Abstellfläche für Fahrzeuge der Feuerwehr. Das neue Mehrzweckgebäude als Truppenunterkunft wird südlich des Feuerwehrdepots erstellt.
Der grosse Saal soll künftig der Dorfbevölkerung für Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen zur Verfügung stehen. Das Feuerwehrdepot kann während der Bauphase uneingeschränkt genutzt werden. Das bestehende Mehrzweckgebäude steht bis zur Fertigstellung des Neubaus zur Verfügung. Sobald der Umzug ins neue Mehrzweckgebäude erfolgt ist, soll das alte Gebäude zurückgebaut werden.
Das Gebäude in Neu St.Johann wird nicht mehr benötigt. Geplant ist, dieses inklusive der integrierten Schutzplätze einer neuen Nutzung zuzuführen oder zu veräussern.

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