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Am Wochenende erwacht der Fussball im Toggenburg aus dem Winterschlaf – es wird wieder gespielt

Vor mehr als vier Monaten ging es bei den regionalen Fussballerinnen und Fussballern letztmals um Punkte. Nun starten die Frauen (1. Liga) und die Männer (2. Liga) zur Rückrunde. Die übrigen Ligen folgen eine respektive zwei Wochen später.
von Beat Lanzendorfer
Jasmin Frick, rechts, hat vom Wiler Bergholz auf die Breite nach Bütschwil gewechselt. Sie ist nun Co-Trainerin von FF Toggenburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Den letzten Test vor dem Rückrundenstart haben die Bazenheider (in Weiss) auf ihrem neuen Kunstrasen am letzten Samstag gegen Montlingen verloren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ab Samstag zeigt sich, wer in den letzten Monaten seine Hausaufgaben erledigt hat. Für den Erstligisten FF Toggenburg sowie die Zweitligisten Bazenheid und Bütschwil startet die Rückrunde.

Die Ziele sind klar formuliert. Bei FF Toggenburg und Bütschwil geht es darum, den Abstieg zu vermeiden. Bazenheid hingegen schielt mit einem Auge Richtung Rückkehr in die 2. Liga Interregional. So beginnen die drei Teams am Wochenende:

FF Toggenburg benötigt Leistungssteigerung

Nach zwei Runden und dem Punktemaximum deutete vieles darauf hin, dass die Frauen von FF Toggenburg an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen können, in der sie als Aufsteigerinnen die 1. Liga zumindest zeitweise ganz schön durcheinanderwirbelten. Dann ging plötzlich nichts mehr. Es folgte eine lange Durststrecke, in der aus neun Spielen nur noch sechs Punkte hinzukamen. Die Folge war der Absturz auf einen Abstiegsplatz. Nun startet das Projekt «Ligaerhalt» am Samstag um 18 Uhr beim punktelosen Schlusslicht Zürisee United.

Im Kader der Toggenburgerinnen gab es einen Abgang. Luana Specchia wird in der Rückrunde aus persönlichen Gründen nicht mehr dabei sein. Neu zum Team an der Linie zählt hingegen Jasmin Frick, die Trainer Vitor Domgjoni als Assistentin unterstützt. Die 33-Jährige gehörte in der Vorrunde noch dem Kader des FC Wil Frauen in der Nationalliga B an, hat sich nun aber entschieden, bei den Aktiven erste Erfahrungen im Trainerbereich zu sammeln.

Der FC Bazenheid empfängt Tobel-Affeltrangen

Den letzten Test vor dem Rückrundenstart haben die Bazenheider (in Weiss) auf ihrem neuen Kunstrasen am letzten Samstag gegen Montlingen verloren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Amar Farizi, Die Pote und Altin Selmanaj haben den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen. Neu tragen Kasim Jakupi (Dardania SG), Nderim Ramadani (Uzwil), sowie die beiden aus Rumänien stammenden Timotei Stefan und Elisei Tudosa das Bazenheider Trikot. Im Weiteren gehören Marco Frick und Christian Guideon neu zum Kader der ersten Mannschaft. Beide spielten bisher in der 2. Mannschaft.

Die Alttoggenburger, nach der Vorrunde auf Platz 3 mit sechs Punkten Rückstand auf Leader Frauenfeld, beginnen ihr Programm gegen Tobel-Affeltrangen. In der Vorrunde setzte es gegen die Thurgauer die ärgerlichste der drei bisherigen Saisonniederlagen ab, weil die Bazenheider über weite Strecken dominant auftraten.

Am Samstag gilt es in erster Linie Tobels Goalgetter Andi Qerfozi zu neutralisieren. Zu einem Wiedersehen kommt es auch mit dem ehemaligen Bazenheider Mirco Jungblut. Beide haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Tobel-Affeltrangen in der Vorrunde zu den positiven Überraschungen zählte und auf Platz 6 überwinterte. Das Spiel auf dem Ifang wird nicht wie üblich um 17.30 Uhr, sondern schon um 14.30 Uhr angepfiffen.

Der Bütschwiler Aufwärtstrend muss anhalten

Nicht ganz so dramatisch wie bei den Frauen von FF Toggenburg sieht die Situation beim FC Bütschwil aus. Trotzdem ist eine Leistungssteigerung gegenüber der Vorrunde nötig, wenn drei Jahre nach dem Aufstieg ab Sommer eine weitere Saison in der 2. Liga hinzukommen soll.

Anlass zur Hoffnung geben die letzten fünf Spiele der Herbstrunde, in der das Team neun der bisher 14 Punkte geholt hat. Trotzdem darf die Serie nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Abstand zum Strich nur einen Zähler beträgt.

Die Mannschaft hat sich gegenüber der Vorrunde nicht verändert. Und weil auch der immer wieder von Verletzungen geplagte Torjäger Mathias Rüegg zurzeit beschwerdefrei trainieren kann, besteht berechtigter Optimismus, dass das Startspiel gegen Wängi am Samstag um 16.30 Uhr auf der Breite erfolgreich gestaltet werden kann. Der Aufsteiger liegt zurzeit vier Ränge und vier Punkte vor den Bütschwilern.

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/nach-vier-monaten-pause-kehrt-wieder-leben-auf-die-fussballplaetze-zurueck-art-717460

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