Das Grümpeli in Ebnat-Kappel steht unter neuer Führung
Das 50-Jahr-Jubiläum des Grümpelturniers des FC Ebnat-Kappel im vergangenen Jahr war das letzte, das unter der Leitung von Silvan Kappeler stattfand. Kappeler hat 25 Jahre bei der Organisation des Anlasses mitgewirkt, 13 davon war er Präsident des Organisationskomitees (OK). Mit ihm hörten auch viele langjährige OK‑Mitglieder auf.
So übernahm im vergangenen Jahr eine neue Generation die Verantwortung für das Grümpelturnier, das dieses Wochenende stattfindet und eines der grössten in der Ostschweiz ist. Gegenüber dieser Zeitung sagte Kappeler anlässlich seines Abtritts, dass es Zeit sei, nach vorn zu schauen und das Grümpelturnier mit neuen Ideen zu gestalten.
Aufgewachsen mit dem Grümpeli
Vor Kappeler war Sepp Giger in seinem Amt tätig, der Vater des diesjährigen OK-Präsidenten Marco Giger. «Ich bin mit dem Grümpelturnier Ebnat-Kappel gross geworden», sagt Marco Giger. Immer wieder war er als freiwilliger Helfer bei dem Anlass tätig. Für die 51. Ausgabe des Grümpelis tritt er nicht nur in die Fussstapfen von Kappeler, sondern auch in die seines Vaters. Beide sind ehemalige OK-Präsidenten.
Im letzten Jahr schaute Marco Giger dem damaligen OK-Präsidenten Silvan Kappeler bei der Planung und Organisation über die Schulter. Nach fast 15 Jahren als Leiter des Grümpelis habe sich Kappeler viel Erfahrung angeeignet. Giger meint, es brauche vermutlich ein paar Jahre, bis man in der Rolle des Leiters angekommen sei.
Das Grümpeli war bis jetzt erfolgreich
«Es ist nicht mein Ziel, alles über den Haufen zu schmeissen», sagt Giger. Das Konzept, das bisher durchgezogen wurde, sei erfolgreich gewesen. In der Umgebung konnte man mit der Zeit beobachten, dass solche Anlässe immer mehr verschwinden. Das Grümpeli Ebnat-Kappel jedoch konnte sich über die Jahre als eines der grossen Grümpelturniere der Ostschweiz etablieren.
In diesem Jahr hat das Grümpeli schon einen Rekord erzielt: 183 Fussballteams haben sich angemeldet. So viele nahmen seit der Aufzeichnung im Jahr 2003 noch nie teil.
Das OK unter Leitung von Marco Giger habe neue Ideen und werde laufend beobachten, was Besucherinnen und Besucher wünschen. Gleichzeitig beabsichtigen sie, aufrechtzuerhalten, was das Grümpeli ausmache. «In Zukunft wird es sicher nicht leichter, ein Grümpelturnier am Leben zu halten», sagt Giger.
Seit letztem Jahr bestehe das OK mehrheitlich aus unter 30-jährigen Mitgliedern. Der von Silvan Kappeler erwähnte frische Wind bringt unter anderem eine interne Neuerung: Das Organisationskomitee arbeite gerade an der Digitalisierung des Anlasses.
Programm bleibt unverändert
Beim Ablauf des Grümpelturniers wird sich vorerst nichts ändern. Wie gewohnt werden Fussball und Beachvolleyball gespielt. Neben dem Sport wird ein Unterhaltungsprogramm angeboten. Am Freitag- und Samstagabend werden im Festzelt musikalische Darbietungen stattfinden.

Die Band Albfetza tritt am Freitag auf. Giger will damit auch ältere Besucherinnen und Besucher ins Festzelt locken, während DJ Beatstyle am Samstagabend eher das jüngere Publikum anziehen werde. Anlässlich der WM wird auch ein Public Viewing stattfinden. Ein Entscheid darüber, ob auch das Spiel der Schweiz um 5 Uhr morgens übertragen werden soll, wurde vorerst noch nicht gefällt.
Ein wenig Bammel vor dem ersten Grümpelturnier unter seiner Leitung hat Giger trotzdem: «Es wäre falsch zu sagen, dass ich nicht nervös bin.» Doch er sei sich auch bewusst, dass er ein erfahrenes OK hinter sich hat, dem er voll und ganz vertraut. Marco Giger hoffe für das Wochenende auf einen reibungslosen Verlauf, auf Sonne und darauf, dass alle ein schönes Fest zusammen verbringen können.
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