Sein Vorgänger prägte ein Vierteljahrhundert: Michael Böhi ist neuer Präsident der Landi Bütschwil-Mosnang
An der Generalversammlung der Landi Bütschwil AG, die am Montagabend im Dietfurter Gasthaus Rössli abgehalten wurde, ging auf einen Schlag viel Erfahrung im Verwaltungsrat verloren. Andererseits konnte viel an jugendlichem Elan hinzugewonnen werden. «Verloren», weil mit Verwaltungsratspräsident Stefan Bärlocher (26 Jahre im Amt), Vize Walter Schönenberger (18 Jahre) und Aktuar Peter Strassmann (18 Jahre) 62 Jahre an Amtserfahrung demissionierten.
Dass die Landi Bütschwil in den letzten Jahrzehnten gut gedeihen konnte, sei auf die kompetente Zusammenarbeit der Zurücktretenden zurückzuführen gewesen, erklärte der Geschäftsführer der Landi Bütschwil AG, Andreas Isenring. «In Mosnang und in Bütschwil haben wir die Verkaufsflächen verbessert und das Sortiment gelegentlich erweitert. Der Umsatz ist von einst vier Millionen Franken im Jahr ständig gestiegen – und zwar um mehr als 50 Prozent auf über 6,5 Millionen. Und das im gleichen Marktgebiet», machte Isenring deutlich, dass die strategischen Entscheide des alten Verwaltungsrates der Unternehmung viel gebracht hätten.

Erstmals eine Frau im Verwaltungsrat
Zurück bleiben mit Michael Böhi und Stefan Bürge zwei Verwaltungsräte, die erst im letzten Jahr mit der Absicht ins Gremium gewählt worden waren, den Generationenwechsel im Verwaltungsrat nun durchzuziehen. Als Präsident des Verwaltungsrates stellte sich Michael Böhi zur Verfügung. Der Landwirt und ehemalige Bütschwiler Gemeinderat wurde ebenso einstimmig für zwei Jahre im Amt bestätigt wie auch Stefan Bürge und die neu in den Verwaltungsrat gewählte Karin Forrer-Schönenberger.
Letztere, welche die erste Frau im Verwaltungsrat der Landi Bütschwil AG ist, freute sich: «Michi, Stefan und ich werden uns wahrscheinlich gut ergänzen und wir werden auch verschiedene Perspektiven in den Rat einbringen», erklärte Forrer-Schönenberger an die 81 Stimmberechtigten im «Rössli»-Saal gerichtet.

Ladengeschäft legte deutlich zu
Erfreulich verlief das vergangene Geschäftsjahr der Landi Bütschwil AG. Wie deren Geschäftsführer, Andreas Isenring, darlegte, konnte im Jahr 2025 ein Gewinn von gut 100'000 Franken erzielt werden. Insbesondere im Ladengeschäft, das im letzten Geschäftsjahr 45 Prozent oder knapp 3 Millionen Franken des Gesamtumsatzes von über 6,5 Millionen Franken ausmachte, konnte man zulegen.

«Die drei Millionen Franken bedeuten im Ladengeschäft gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 3,2 Prozent», so Andreas Isenring. Dies sei, im nationalen Vergleich, ein sehr gutes Resultat, denn «gesamtschweizerisch waren die Umsätze leicht rückläufig». Andreas Isenring führte die gute Entwicklung unter anderem auf den Verkauf von «sehr vielen» E-Bikes zurück, zum anderen aber seien auch das ausgebaute Früchte- und Lebensmittelsortiment sehr gut bei der Kundschaft angekommen. Auch finde man in den Landi-Läden in Mosnang und Bütschwil immer sehr schöne Pflanzen. «Das ist zwar mit einem grossen Aufwand verbunden, aber es ist schön, wenn so etwas geschätzt wird», erklärte Isenring. Die anderen Geschäftsbereiche Landwirtschaft (36 Prozent des Gesamtumsatzes, 2,34 Mio. Fr.) und Brenn- und Treibstoff (19 Prozent, 1,25 Mio. Fr.) schlossen im Wesentlichen wie im Vorjahr ab.
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