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Lü: Spesen fressen Anstand auf

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne Lü über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.
Silvan Lüchinger. (Bild: Coralie Wenger)

Nach wie vor erledigen viele Schweizer ihre Einkäufe in Konstanz. Danach müssen sie im Parkhaus des Einkaufszentrums Lago stundenlang warten, bis sie dieses wieder verlassen können. Das ist die schwäbische Form der Touristenfalle.

«Auch Sophie, 39 Jahre alt, erzieht ihre vier Kinder mit ihrem Mann vegan.» - Vegan erziehen ist ja okay – aber was essen die Kleinen?

Weil das Stadtparlament den ersten Entwurf abgelehnt hat, verfügt Frauenfeld über kein Budget für das laufende Jahr. Bereits an der Neujahrsbegrüssung gab es daher für die Besucher keine Salzstängeli wie in den Jahren zuvor. Nun muss auch die traditionelle Jungbürgerfeier ohne Abendessen und Darbietung im Casino stattfinden. Die meisten Jungbürger wird das nicht stören. Sie kommen ohnehin nur, weil zehn Eintritte für das Open Air Frauenfeld verlost werden.

Die neusten Zahlen des Bundes zeigen: In keinem Kanton wurden so viele Corona-Kredite erschwindelt wie in Appenzell Ausserrhoden. Warum das so ist, weiss niemand. Oder will niemand sagen. Es ist halt wie mit dem Käse: Was den besonderen Geschmack ausmacht, ist Betriebsgeheimnis.

Zweimal gewann sie mit den USA die Olympischen Spiele, einmal stand sie im Olympiafinal mit ihrem Heimatland Schweden, und mit Brasilien triumphierte sie an der Copa América. 2012 wurde sie als Welttrainerin ausgezeichnet. Jetzt ist Pia Sundhage die neue Trainerin der Schweizer Frauen-Fussballnationalmannschaft. Der Verband hat mit ihrer Verpflichtung einen Coup gelandet. Mit einem Haken allerdings. Obwohl das Team sie gut brauchen könnte – mitspielen darf die 63-Jährige nicht.

Laut «Kassensturz» rechnen manche Berner Regierungsräte nahezu alles, was ein paar Rappen kostet, über Spesen ab. Das kann auch eine einzelne Banane sein. Dahinter steckt Selbstschutz: Lieber esse ich sie, bevor sie mir nachgeworfen wird.

Geht es nach der Zürcher SP, sollen auf Ampeln nebst Männern auch Frauen abgebildet werden. Wer weder noch ist, darf die Strasse nicht überqueren.

«Viele Menschen in der Schweiz lassen die Viren nicht mehr los.» - Was man einmal lieb gewonnen hat, gibt man nicht mehr gerne her.

 
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