Aus den Skiferien in den Grosseinsatz: Das sagt Feuerwehrkommandant Peter Keel zum Scheunenbrand in Altstätten
Herr Keel, wann sind Sie nach dem Grosseinsatz in Altstätten ins Bett gekommen?
Wir haben zunächst im Depot aufgeräumt und anschliessend noch einmal einen Kontrollgang beim Brandort gemacht. Zu Hause war ich schliesslich nach 3 Uhr.
Wie haben Sie vom Brand erfahren?
Ich bin in Malbun in den Skiferien. Nach dem Alarm fuhr ich sofort nach Altstätten, wo ich etwas verzögert eingetroffen bin. Meine beiden Stellvertreter waren aber sofort beim Brandort. Solche Dinge sind bei Abwesenheiten immer klar geregelt.
Welches waren die besonderen Herausforderungen bei der Bekämpfung dieses Brandes?
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Scheune bereits im Vollbrand. Die Schwierigkeit bestand darin, zu verhindern, dass die Flammen auf das direkt angebaute Wohnhaus übergriffen.
Glücklicherweise war das Feuer gemäss Polizeiangaben nicht direkt beim Wohnhaus ausgebrochen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite der Scheune. Sonst hätte die Feuerwehr das Übergreifen der Flammen wohl kaum verhindern können.
Darüber kann man natürlich spekulieren, ja. Es blieb aber trotzdem eine grosse Herausforderung, das Wohnhaus zu halten. Dabei geholfen hat möglicherweise auch eine Ziegelwand zwischen dem Wohnhaus und der Scheune.
War von Anfang an klar, dass sich weder Menschen noch Tiere in der Scheune befanden?
Ja. Der Eigentümer war vor Ort und informierte uns sofort entsprechend. Ein Fahrzeug, das in der Scheune abgestellt war, hatte er noch rechtzeitig herausholen können.

Vor wenigen Tagen war in Flawil ebenfalls eine Scheune komplett niedergebrannt. War Ihnen das bewusst, als der Alarm in Altstätten einging?
Ja, ich hatte davon gehört.
Hat man während des Einsatzes überhaupt Zeit, sich Gedanken um solche Dinge zu machen?
Nein, überhaupt nicht. Da ist man komplett fokussiert darauf, den Brand zu bekämpfen, und studiert nicht über solche Dinge nach. Das kommt dann eher nachher. Wobei ich mir wegen der geografischen Distanz zwischen Altstätten und Flawil ohnehin keine grossen Gedanken über einen möglichen Zusammenhang gemacht habe.
Gemäss Polizeiangaben gibt es bis dato keinerlei Hinweise auf eine mögliche Brandstiftung im Fall Altstätten. Erleichtert?
Für die Feuerwehr spielt es im Grunde genommen keine Rolle, weshalb ein Feuer ausbricht. Unsere Aufgabe ist, es zu löschen und Schäden möglichst zu verhindern. Aber klar: Wenn es nach einem Feuer Hinweise auf eine Brandstiftung gibt, macht man sich natürlich seine Gedanken und hofft, dass es keinen Serientäter gibt.
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