Effizienz gesteigert, Standort geschlossen: Spitex Toggenburg blickt auf strenges Jahr zurück
Effiziente Abläufe sind wegen des Fachkräftemangels wichtig. Das weiss Iris Lenz, Präsidentin der Spitex Toggenburg. Es sei gelungen, 2025 die Abläufe bei der Spitex noch effizienter zu machen und die Strukturen zu festigen. Geschäftsführer Daniel Mitteldorf bezeichnete die Leistungsvereinbarung der fünf Gemeinden im Einzugsgebiet – Wildhaus-Alt St.Johann, Nesslau, Ebnat-Kappel, Wattwil und Lichtensteig – als wichtigen Meilenstein.
Am Donnerstagabend hielt der Verein Spitex Toggenburg seine Hauptversammlung in der Berit-Klinik in wattwil, dem neuen Stützpunkt der Spitex seit dem Umzug Anfang Jahr.
Negatives Echo nach Stilllegung
Eine Zäsur sei die Stilllegung des Stützpunkts Stein im Herbst 2025 gewesen, verkündete Daniel Mitteldorf den 81 anwesenden Mitgliedern. Der Stützpunkt sei geschlossen worden, weil kein Personal mehr gefunden werden konnte und aufgrund der Digitalisierung der Stützpunkt nicht mehr benötigt wurde.
Mit dem Konzept «Flying Nurses» wird das benötigte Material zu den Klienten nach Hause geliefert und Medikamente werden über die Hausärzte bezogen. «Nun müssten sich nicht mehr alle Mitarbeiterinnen am Morgen in Wattwil treffen», sagte Mitteldorf. Es gebe aber weiterhin viele Touren von Wildhaus nach Wattwil oder umgekehrt.
Am Anfang habe die Stilllegung des Stützpunkts negative Rückmeldungen ausgelöst. Geschäftsführer Daniel Mitteldorf führte sie auf die Angst zurück, die Spitex-Dienstleistung könne ganz wegfallen.

Angehörige erhalten Lohn von der Spitex
Seit Dezember 2025 können sich Angehörige, die Pflegeleistungen erbringen, bei der Spitex Toggenburg anstellen lassen. So könne man die Wertschöpfung im Tal behalten, sagte Mitteldorf. Bisher haben sich fünf Personen anstellen lassen, die 34 Franken pro Stunde erhalten. Zum Vergleich: In Zürich werden 38 Franken bezahlt.
In anderen Regionen gab es Vorfälle, dass private Spitex-Anbieter pflegende Angehörige anstellten, aber schlecht bezahlten und betreuten. Mitteldorf schätzte die Gefahr im Toggenburg aber klein ein – durch die langen Wege sei das Tal für grosse private Spitex-Organisationen unattraktiv.
Neu als Ausbildungsbetrieb anerkannt
Seit Oktober ist die Spitex Toggenburg ausserdem als Ausbildungsbetrieb für HF-Studierende anerkannt. So will sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Vor einem Monat hat eine Mitarbeiterin, eine Fachperson Gesundheit (FaGe), die Ausbildung begonnen, die zum Abschluss der Höheren Fachschule (HF) führt.
Die HV genehmigte jeweils einstimmig den Jahresbericht sowie die Rechnung 2025, auch das Budget 2026 wurde genehmigt. Für dieses Jahr wird ein Rückgang der Nachfrage erwartet, weshalb Einnahmen und Ausgaben leicht sinken sollten.
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