Frühlingsputz für Fortgeschrittene: Weniger behalten, mehr wollen
Wenn in der Innenstadt kurze Hosen und T-Shirt auf Daunenjacke und Stirnband treffen, ist es Frühling. Wenn Primeli, Vogelgezwitscher, Heuschnupfen allgegenwärtig sind – ist es Frühling. Wenn der Frühlingsputz ansteht, auch dann ist es Frühling.
Den Besen schwingen, Fensterfronten putzen, die Wohnung ausmisten – das vertreibt jede Frühjahrsmüdigkeit effizienter als Apérol Spritz in der Gartenbeiz. Social Media hat sich den Frühlingsputz längst einverleibt: Ein eigenes Genre dreht sich um Personen, die sich beim Aufräumen filmen. Da zieht's mir den Ärmel rein. Nicht Marie-Kondo-Ratgeber-Videos. Sondern Echtzeitaufräumen. Wie aus purem Chaos wieder eine heimelige Stube wird.
Gut möglich, dass Sie danach Lust verspüren, selbst Hand anzulegen. Beruhigend, diese halb leeren Schränke. Gehen Sie noch einen Schritt weiter: Minimalismus – darauf schwören manche schon lange. Weniger Besitz führt zu mehr Glück. Wer sich bewusst von Ballast löst, soll mehr Lebensqualität erfahren. Eine Tiny-House-Besitzerin sagte dazu in dieser Zeitung: «Mich beruhigt es auch, dass nicht überall etwas herumsteht.»
Bis nach dem maximalen Ausmisten tatsächlich nichts mehr herumsteht. Wenn Sie sich nach der Übergangsjacke sehnen, stellen Sie fest, dass Minimalismus vielleicht doch nichts für Sie ist. Kein Problem: Die Frühlingskollektion ist längst da. Die Lust auf Shopping auch. Neue Kräutercremes gegen Frühjahrsmüdigkeit, Wohnaccessoires in Frühlingsfarben: Platz für Neues gibt es nun mehr als genug – schliesslich soll sich der nächste Frühlingsputz auch wieder lohnen.
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