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Bärlocher folgt auf Hartmann: Dieser gibt das Präsidium nach zehn Jahren ab

Der Gewerbeverband des Kantons St.Gallen hat sich am Freitag zur Delegiertenversammlung getroffen: Er wählte Christoph Bärlocher zum Präsidenten. Bundesrätin Karin Keller-Sutter hielt ein Gastreferat.
Nach zehn Jahren übergab Andreas Hartmann (links) das Präsidium an Christoph Bärlocher – in Anwesenheit von Bundesrätin Karin Keller-Sutter. (Bild: Michael Huwiler)
Andreas Hartmann (links) gratuliert Christoph Bärlocher. (Bild: Michael Huwiler)

Die 137. Delegiertenversammlung des Kantonalen Gewerbeverbandes St.Gallen (KGV) hat am Freitag in der Gemeinde Wartau mit rund 160 Teilnehmenden stattgefunden. Dabei galt es, das Präsidium neu zu besetzen. Andreas Hartmann übergab das Amt nach zehn Jahren.

Als Nachfolger haben die Delegierten einstimmig Christoph Bärlocher gewählt. Der Bauunternehmer und Mitte-Kantonsrat aus Eggersriet kenne die Anliegen des Gewerbes aus eigener Erfahrung bestens und sei mit den politischen Prozessen vertraut, heisst es in einer Mitteilung des KGV.

Andreas Hartmann (links) gratuliert Christoph Bärlocher. (Bild: Michael Huwiler)

Mit Ulrike Brunnschweiler verlässt ein ebenfalls langjähriges Vorstandsmitglied den KGV. An ihre Stelle tritt Diana Kühne Pasini, die zugleich auch das Präsidium der KMU-Frauen St.Gallen von Brunnschweiler übernimmt. Brunnschweiler wird zum Ehrenmitglied und Hartmann zum Ehrenpräsidenten des KGV ernannt.

Hochrangige Gastrednerin

Regierungspräsident Beat Tinner eröffnete die Delegiertenversammlung und betonte, wie wichtig das Gewerbe für die Wirtschaft und die Gesellschaft sei, «zumal es nicht nur Arbeitsplätze bietet, sondern auch für Stabilität in schwierigen Zeiten sorge», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Regierung sei bestrebt, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, indem sie Entwicklungsprojekte fördere oder in Innovation oder Digitalisierung investiere. Tinner dankte Andreas Hartmann für sein Engagement als Präsident und für die gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Als Gastreferentin trat die Bundesrätin Karin Keller-Sutter auf. Die Finanzministerin berichtete über aktuelle Herausforderungen der Schweiz: Während andere Staaten einen gewaltigen Schuldendienst betreiben, sei es ihr oberstes Ziel, zuerst Ordnung im eigenen Bundeshaushalt zu schaffen und mit den Ausgaben vorsichtig umzugehen.

In der abschliessenden Diskussionsrunde betonte Keller-Sutter, dass die zunehmende Regulierung, die dem Gewerbe immer mehr zusetze, teilweise ein selbst kreiertes Problem sei: «Mit jeder Systemanpassung wehren sich Gruppierungen und erwirken Ausnahmefälle, die es wieder neu zu regeln gilt». Man könne auch versuchen, Veränderungen wirken zu lassen und Probleme erst zu regeln, wenn sie auch tatsächlich vorhanden und akut seien, heisst es weiter.

Die Delegierten genehmigten sämtliche traktandierten Geschäfte, darunter die Jahresberichte, die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026. (jor)

 
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