­
­
­
­

Die viel ältere Sonne und der grössere Stern Wega

Im Vergleich zur Sonne ist der Stern Wega fast dreimal grösser und doppelt so schwer, dafür viel jünger, und trotzdem wird er niemals so alt werden wie die Sonne. Weil die Sonne nicht so gross ist, wandelt sie den Wasserstoff viel langsamer in Helium um als die Wega, weshalb sie vermutlich noch länger existieren wird.

Sonne

Aufgang

1. September, 6.48 Uhr, MOSZ

23. September, 7.15 Uhr, MOSZ

30. September, 7.25 Uhr, MOSZ

Untergang

1. September, 19.57 Uhr, MOSZ

23. September, 19.14 Uhr, MOSZ

30. September, 18.59 Uhr, MOSZ

MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Ostschweiz.

Am 23. September findet die Tag- und Nachtgleiche statt. Die Sonne kreuzt den Himmelsäquator.

Mond

Neumond: Freitag, 11. September, im Sternbild Löwe

Vollmond: Samstag, 26. September, im Sternbild Fische

Planeten

Merkur: Er kann nicht beobachtet werden.

Venus: Sie ist der strahlende Planet am Abendhimmel.

Mars: Er hält sich am Morgenhimmel auf.

Jupiter: Er ist am Morgenhimmel zu beobachten.

Saturn: Der Ringplanet geht früh am Abend auf und kann während der ganzen Nacht beobachtet werden.

Sternschnuppen

Viele Sternschnuppen sind kleine Felsbrocken oder kleine Steine, die Kometen auf ihren Bahnen in der Nähe der Sonne verloren haben. Die Erde zieht oft an solchen Bahnen vorbei. So gelangen Steine aus Kometenbahnen  in die Erdatmosphäre und verglühen. Im September sind nicht viele Sternschnuppen zu erwarten. Es werden einige wenige pro Stunde sein.

Sterne und Milchstrasse

Im Süden, knapp über dem Horizont, sehen wir das Sternbild Steinbock. Früher wurde das Bild als Ziege betrachtet. Von den insgesamt 88 Sternbildern gibt es 39 mit Tiernamen. Das Steinbock-Sternbild geht wahrscheinlich auf die Sumerer und Babylonier zurück, also auf eine Zeit vor mehr als 1000 Jahren v.Chr. Der Steinbock liegt zwischen den Sternbildern Wassermann und Schütze.

Noch ist es möglich, im Feldstecher oder im Fernrohr den berühmten Kugelsternhaufen M20 im Schützen zu beobachten. Astronomen entdeckten im September 2012 aufgrund von Aufnahmen in verschiedenen Wellenbereichen dieses Kugelsternhaufens, dass M20 mindestens zwei Schwarze Löcher haben muss.

Nach dem Wassermann folgt ostwärts das Sternbild Fische. Über diesem Sternbild sehen wir das sogenannte Herbstviereck. Es ist ein von vier hellen Sternen gebildetes Viereck, das dem Körper des für uns auf dem Kopf stehenden Pferdes Pegasus entspricht. Der Kopf befindet sich bei M15, einem weiteren Kugelsternhaufen. In unserer Milchstrasse wurden bis heute über 150 Kugelsternhaufen entdeckt. Das sind sehr dichte Sternansammlungen. Nach neueren Erkenntnissen ist es nicht zwingend, dass sich in so dichten Sternhaufen Schwarze Löcher befinden müssen.

Vom Herbstviereck geht vom oberen linken Stern aus eine lange Sternkette mit vier hellen Sternen in Richtung Nordost. Diese Sterne gehören zum Sternbild Andromeda. Die Andromeda-Galaxie kann an klaren Abenden als kleines elliptisches Wölkchen im Feldstecher beobachtet werden. Das Sternbild Fische besteht aus zwei Fischen, deren Schwanzflossen miteinander verbunden sind. Die Sommersternbilder Schwan, Adler und Leier sind noch gut zu beobachten. Sie befinden sich mitten in der Milchstrasse und enthalten eine Fülle von Beobachtungsobjekten. Galileo Galilei stellte als einer der ersten Astronomen fest, dass die Milchstrasse kein nebliges Band ist, sondern aus einer Fülle von Sternen besteht. Die Bezeichnung Milchstrasse geht auf eine griechische Sage zurück.

Das Sternbild Leier und die Wega

Jedes Sternbild hat eine eigene, meist mystische Geschichte. Damals waren es 48 Sternbilder. Heute sind 88 Sternbilder bekannt. Sterne am Himmel lassen sich zu Figuren zusammenfügen. So entstanden Sternbilder, die bei den Griechen und Babyloniern zu ganz anderen Bildern führten als zum Beispiel bei den Chinesen. Seefahrer fügten viele Sternbilder bei.

Am Nordhimmel fällt ein heller Stern auf: die Wega. Sie ist der dritthellste Stern am Nordhimmel im Sternbild Leier. Das Musikinstrument Leier war ein griechisches Instrument, das Orpheus von Hermes erhalten hatte. Chinesen deuteten die Wega als fleissige Weberin. Das Sternbild Leier wurde von ihnen als herabstürzender Adler gedeutet. Astronomisch betrachtet ist der Stern Wega im Vergleich zur Sonne fast dreimal grösser und doppelt so schwer. Je grösser ein Stern ist, desto weniger lange lebt er. Sterne wandeln den Wasserstoff, aus dem sie bestehen, in Helium und andere Elemente um. Wenn der Wasserstoff ausgeht, dann blähen sie sich auf, werden zum Teil zu roten Riesensternen und explodieren.

Die Wega ist ein junger Stern. Sie  ist erst ca. 500 Millionen Jahre alt. Sie  wird aber kaum älter als 1 Milliarde Jahre werden. Unsere Sonne ist viel älter: Sie entstand vor ca. 4 Milliarden Jahren und wird, weil sie nicht so gross ist, den Wasserstoff viel langsamer in Helium umwandeln als die Wega. Darum wird sie vermutlich noch weitere fünf Milliarden Jahre existieren.

Die Erde ist wie ein sich immer langsamer drehender Kreisel. Ihre Achse eiert. In 25‘800 Jahren beschreibt die Achse einen Kreis, Präzession genannt. Zurzeit befindet sich der Polarstern im Kleinen Bär ziemlich genau im Norden. Das ändert sich langsam. In 14‘000 Jahren wird die Wega zum Nordstern. Die Wega ist stark abgeplattet, weil sie sich in nur 16 Stunden um ihre Achse dreht. Zudem wurde um die Wega herum eine starke Staubscheibe entdeckt. Die Sonne dreht sich in 25 Tagen um ihre Achse und ist deshalb fast kugelrund. Es gibt noch viele offene Fragen für Astronomen.

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Eine Sonnenfinsternis ist immer ein besonderes Ereignis am Himmel

Am 12. August kann in Europa wieder einmal eine Sonnenfinsternis beobachtet werden. Über 80 Prozent der Sonne wird vom Mond bedeckt sein. Die letzte Sonnenfinsternis war im Jahr 1999. Wichtig dabei ist, es darf nur mit einer Spezialbrille beobachtet werden.
23.06.2026
AboTAK blickt auf seine drei Eigenproduktionen

«Das TAK-Ensemble ist spektakulär gut aufgestellt»

In der eben zu Ende gegangenen Spielzeit präsentierte das TAK gleich drei Eigenproduktionen. Mit Erfolg. Welchen Stellenwert diese haben, darüber spricht der Intendant Thomas Spieckermann.
27.06.2025
AboVerleihung Prix Kujulie 2024

Karin Ospelt gewinnt den Prix Kujulie 2024

Die Gewinnerin steht fest: Das KuL-Team überreicht der Sängerin und Künstlerin Karin Ospelt im TAK den Kulturpreis Prix Kujulie 2024.
25.03.2025

Wettbewerb

LMC Gala-Abende 2026 - 2x2 Tickets zu gewinnen
LMC Gala-Abende 2026
vor 23 Stunden

Umfrage der Woche

Soll Liechtenstein mehr gegen die Folgen von Hitze unternehmen?
­
­