Fast fünf Millionen Franken besser als budgetiert – die Gemeinde Wattwil weist gute Zahlen aus
Die Rechnung 2025 der Politischen Gemeinde Wattwil schliesst über fünf Millionen Franken besser ab als budgetiert. Statt des erwarteten Aufwandüberschusses von knapp 900000 Franken, resultiert ein Ertragsüberschuss von gut 4,4 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss von 129 Prozent beizubehalten und rechnet für das Budget 2026 mit einem Minus von knapp 1,1 Millionen Franken.
Das Gesamtvolumen der Wattwiler Jahresrechnung 2025 beträgt 57.96 Millionen Franken. Die höchsten Mehrerträge gegenüber dem Budget ergaben sich durch Nachzahlungen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern, die zu Mehreinnahmen von sieben Millionen Franken führten. Die Steuererträge der juristischen Personen blieben mit rund einer Million Franken und die Handänderungssteuern rund 300'000 Franken unter den Erwartungen. Der grösste Minderaufwandsposten ist bei der Schulgemeinde mit 1,2 Millionen Franken zu verzeichnen.
Das Ergebnis wird durch deutliche Mehrkosten bei der Sozialhilfe und dem Gemeindeanteil an den Restkosten der Pflegefinanzierung sowie durch diverse Rückstellungen und Direktabschreibungen geschmälert. Der Gemeinderat beantragt der Bürgerschaft in Absprache mit der Geschäftsprüfungskommission, den Überschuss von zwei Millionen Franken in die Vorfinanzierung zur Sanierung des Gemeindesaals sowie rund 2.4 Millionen Franken in die Ausgleichsreserve einzulegen.
Der aktuelle Steuerfuss von 129 Prozent soll beibehalten werden. Das Rechnungsergebnis wird dazu führen, dass der Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich in den Folgejahren um über fünf Millionen Franken tiefer ausfallen wird. Die Ausgleichsreserve wird in der Folge durch die prognostizierten Defizite aufgebraucht.
Das Budgetvolumen 2026 ist aufgrund des Wegfalls mehrerer realisierter Positionen im Sachaufwand leicht tiefer als im Jahr 2025. Der Gemeinderat beantragt die Genehmigung des Budgets mit einem Volumen von 53.96 Millionen Franken und einem Aufwandüberschuss von 1,1 Millionen Franken. Mit einer Entnahme aus der Ausgleichsreserve soll dieser prognostizierte Verlust vollständig gedeckt werden.
Für die Entwicklung von Wattwil sind weitere Investitionen geplant. So sind für die Liegenschaften «Alte Post» und «Thurpark» die Verfahren zu Sanierungsprojekten angelaufen. Aufgrund der sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnisse sowie der Einordnung in der Investitions- und Finanzplanung sei der Zeitpunkt günstig, diese Projekte jetzt anzugehen.
Das Ergebnis der Schulgemeinde
Die Schulgemeinde Wattwil-Krinau schliesst mit einem Minderaufwand von 840'000 Franken und einem Mehrertrag von 357'000 Franken um insgesamt knapp 1,2 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Der Gesamtaufwand beträgt für das Rechnungsjahr 2025 22,65 Millionen Franken. Hauptgründe für das gute Ergebnis sind tiefere Personalkosten sowie Mehreinnahmen beim Verkauf des Schulhauses Steintal.
Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem Aufwand von 23,43 Millionen Franken budgetiert. Dem Aufwand stehen Einnahmen von rund 2,6 Millionen Franken gegenüber. Daraus ergebe sich ein Finanzbedarf von gut 20,85 Millionen Franken. (pd)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.