Auf der Suche nach Doppelsternen entdeckte Wilhelm Herschel im Jahre 1781 zufällig einen neuen Planeten, den Uranus
Sonne
Aufgang
1. März, 7.09 Uhr, MOZ
20. März, 6.30 Uhr, MOZ
31. März, 7.09 Uhr, MOSZ
Untergang
1. März, 18.03 Uhr, MOZ
20. März, 18.29 Uhr, MOZ
31. März, 19.46 Uhr, MOSZ
MOZ: Mitteleuropäische Ortswinterzeit, Region Toggenburg und Ostschweiz.
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit.
Am 20. März ist Frühlingsanfang. Die Sonne kreuzt auf ihrer Bahn den Himmelsäquator und wechselt in den Nordhimmel.
Am Sonntag, 29. März, beginnt die Sommerzeit.
Mond
Vollmond: Dienstag, 3. März, im Sternbild Löwe
Neumond: Donnerstag, 19. März, im Sternbild Fische
Planeten
Merkur: In den ersten Märztagen kann er kurz nach 18 Uhr über dem Westhorizont beobachtet werden. Er geht um 19.30 Uhr unter.
Venus: Sie wird allmählich wieder zum Abendstern, geht aber immer noch vor 21 Uhr unter.
Mars: Er kann nicht beobachtet werden.
Jupiter: Er leuchtet im Sternbild Zwillinge.
Saturn: Er ist nicht zu beobachten.
Sterne und Milchstrasse
Die Milchstrasse ist kaum mehr sichtbar, weil sie im Westen liegt. Vielleicht lässt sich der Stern Sirius noch erkennen. Das auffällige Sternbild Löwe liegt in der Meridianregion. Der helle Stern Regulus im Löwen ist ein Stern der Extreme: Bis heute wurde kein Stern entdeckt, der sich schneller um seine Achse dreht als Regulus, 1’200’000 Kilometer pro Stunde. Der Äquatordurchmesser ist deshalb 30 Prozent grösser als der Durchmesser vom Süd- zum Nordpol. Die Erdachse dreht sich im Vergleich dazu nur mit 1670 km/h. Das Löwensternbild erinnert an die griechische Sage, in der Herkules zwölf Aufgaben lösen musste. Die erste Aufgabe war der Kampf mit dem Löwen. Herkules musste auch den Drachen besiegen. Die beiden wurden von den Griechen an den Himmel gesetzt und sind vor allem im Sommer zu erkennen.
Im Osten erscheint bereits der rötliche Stern Arktur. Er ist nur 37 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Wenn man den Arktur betrachtet, dann muss man auch an die Sonne denken: In etwa fünf Milliarden Jahren wird die Sonne das gleiche Stadium erreichen, wie es Arktur heute hat: Er bläht sich auf und wird in einer Million Jahren seine äusseren Hüllen abstossen und dann zu einem Zwergstern kollabieren. Heute hat Arktur einen zirka 25-fachen Sonnendurchmesser. Hoch am Nordosthimmel sieht man die Sternbilder Grosser und Kleiner Bär.
Das Sternbild Jungfrau erscheint im Osten. Auf der Sternkarte eingekreist: das Haar der Berenice. Hier befinden sich über 1000 identifizierte Galaxien, welche zirka 300 Millionen Lichtjahre entfernt sind. Der Galaxienhaufen ist als Coma-Haufen bekannt. Zwischen dem Löwenkopf und den Zwillingen liegt ein lichtschwaches Sternbild: der Krebs. Ein lockerer Sternhaufen, Praesepe genannt, liegt in der Mitte des Krebses.
Gleich unterhalb des Krebses beginnt das Sternbild Wasserschlange, das in unserer Region horizontnah verläuft. Auf der Sternkarte ist nur ein Teil der Wasserschlange abgebildet. Sie zieht sich in unserer Region unter dem Horizont weiter. Das Sternbild Becher liegt nur wenig über der Wasserschlange und ist bei klaren Sichtbedingungen gut zu sehen. Der Märzhimmel zeigt nur mehrheitlich schwach leuchtende Sternbilder.
Sternschnuppen
Der Frühlingsmonat ist einer der sternschnuppenärmsten Monate des Jahres. Es lohnt sich kaum, nach Sternschnuppen zu suchen.
Der Planet Uranus
Wilhelm Herschel entdeckte 1781 mit seinem selbst gebauten Teleskop ein kreisrundes, blaues Scheibchen am Himmel. Er suchte den Himmel nach Doppelsternen ab und kam zufällig auf dieses Scheibchen. Zunächst wusste er nicht, was es sein könnte. Herschel hielt das blaue Ding zunächst für einen Kometen, merkte dann aber rasch, dass es sich um einen Planeten handeln müsse. Er benannte ihn nach dem damals herrschenden König Georg. Doch die Astronomen gaben allen bisher bekannten Planeten Namen aus der griechischen Mythologie. Also musste der neue Planet auch einen griechisch-lateinischen Namen bekommen: Uranus. Er ist ein Gas-Planet, der hinter Saturn, in fast drei Milliarden Entfernung von der Sonne seine Bahn um sie zieht. 84 Erdjahre dauert ein Uranus-Jahr. Sonden und grosse Teleskope haben bis Juli 2025, 28 Uranus-Monde entdeckt.
Ein scharfes «Auge», das James Webb-Teleskop in 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, entdeckte im August 2025 einen 29. Mond. Ob es noch weitere Monde zu entdecken gibt, weiss man nicht. Der 29. Mond hat nur einen Durchmesser von zehn Kilometern und ist der kleinste Uranusmond. Er liegt in einem inneren Ring des Uranus.
Alle Gasriesen im Sonnensystem haben Ringsysteme, in denen Monde kreisen. Saturn hat das grösste Ringsystem, das man von der Erde aus im Fernrohr beobachten kann. Im letzten Jahr wurden auf dem Mauna Kea, 4200 m ü.M., mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop 128 neue Saturnmonde entdeckt. Somit steigt die Anzahl der Saturnmonde auf 247. Die Ringe von Jupiter, Uranus und Neptun können nur von grossen Teleskopen erfasst werden.
Es ist beinahe unfassbar. dass dieser kleine Uranusmond aus drei Milliarden Kilometer Entfernung entdeckt werden konnte. Uranus bietet noch weitere Überraschungen: Er ist der einzige Planet, dessen Drehachse fast senkrecht zur Bewegungsachse um die Sonne steht. Das führt dazu, dass er auf seiner Bahn rollt. Da gibt es während 42 Erdjahren nur Sommer und dann während 42 Erdjahren nur Winter.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben






Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.