Damals im Toggenburg: Vom Mountainbiken, einer Diebesjagd und einem innovativen Coiffeur
Vor 100 Jahren
24. März 1926: Wattwil. Den Gipfel der Frechheit und Gewissenlosigkeit erklomm ein Individuum, das am letzten Sonntag in Au-Kappel, in diebischer Absicht einbrach und etwa 150 Franken entwendete, währenddem die Eheleute in der Kirche weilten, um das Gedächtnis des kürzlich verstorbenen Vaters zu feiern. Der Dieb berührte merkwürdigerweise die Schmuckgegenstände nicht. Der Landjäger fahndet nach dem Täter, dem eine Prügelstrafe heilsam wäre!
Vor 50 Jahren
24. März 1976: Wattwil. Eine Idee, die bei vielen Damen Anklang finden dürfte, hat Coiffeurmeister Josef Strahlhofer in seinem Salon an der Rickenstrasse verwirklicht. In einem separaten Raum, neben dem normal bedienten Salon, besteht die Möglichkeit, sich gegen einen bescheidenen Unkostenbeitrag, in welchem die Benützung aller Geräte und das Shampoo inbegriffen sind, die Haare selbst zu waschen. Man kann sich zum Beispiel nur das Schneiden vom Fachmann besorgen lassen und den Rest, wie Waschen, Trocknen und Frisieren selber erledigen; man hat dann runde Fr. 10.- eingespart. Wer den «Do it yourself Salon» benutzen will, bezahlt an der Kasse die Benützungsgebühr von Fr. 3.50 und erhält dafür ein Körbchen mit den nötigen Utensilien. Wattwil hat damit eine Neuerung, die in der Schweiz erst an ganz wenigen Orten verwirklicht wurde.
Vor 20 Jahren
21. März 2006: Bütschwil. Der Jugend & Sport Kurs 2006 des Rad- und Mountainbike Club Bütschwil findet an sechzehn aufeinander folgenden Samstagen im «Soorpark» statt. Fahrtechnik, Geschicklichkeit, Sicherheit, Spiel und Spass auf dem Bike, Pflege und Reparatur, Training – dies die Themen, welche am kostenlos angebotenen Bike-Kurs behandelt werden. «Die Kinder sollen mit ihrem Bike vertraut werden, sich in ihrer Freizeit bewegen und Spass miteinander haben», so die Hauptziele von Michael Martin vom RMC Bütschwil. Das Programm ist ausgewogen und zielt nicht auf sportliche Höchstleistungen, sondern bietet spielerisches Lernen an.
Vor 10 Jahren
23. März 2016: Krinau. Die beiden Krinauer Kirchenbücher mit den Aufschriften «Tauf- und Konfirmandenregister der Kirchgemeinde Krinau» und «Ehe- und Sterberegister» kommen ins Archiv. In der neuen Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg wird Neues nun zentral erfasst. Historiker Albert Holenstein macht die letzten Archivierungen im Krinauer Archiv. «Kirchenbücher gehören zu den wichtigsten genealogischen Quellen überhaupt. Mit ihren Angaben zu Taufe, Trauung oder Beerdigung liefern sie Informationen für die Ahnenforschung», sagt Holenstein. (red)
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