Damals im Toggenburg: Dorf aus dem Schlaf geklopft – 30 Franken Busse für zwei Lausbuben
Vor 100 Jahren
10. März: St. Peterzell. In unserer Gemeinde weckten zwei ungeratene Burschen die Bevölkerung in der letzten Zeit mehrmals durch nächtliches Klopfen und Hämmern auf. Blickten die Betroffenen aus dem Fenster, so ergoss sich über sie ein Strahl kalten Wassers, das die Schlingel bereit gehalten hatten. Der Gemeinderat büsste jeden der Burschen mit 30 Franken. Dazu hätte eine Tracht Prügel sehr gut getan!
Vor 50 Jahren
8. März: Wattwil. Der Samstag in Wattwil stand ganz im Zeichen der schönen Feier für die Heilpädagogische Schule Toggenburg. Es fand die Übergabe des Schlüssels von Architekt A. Ponti, Bütschwil, an Otto Kägi, Präsident des Vorstandes der Heilpädagogischen Schule, statt. Der Schlüssel ist an eine Papierblume geheftet. Der Berichterstatter und die Teilnehmer der Feier waren von der Schule, dem schönen Neubau mit dem herrlichen Therapiebad – die Kinder sind begeistert – und vor allem vom guten Geist, der in dieser Schule zum Ausdruck kommt, tief beeindruckt; er kommt in der Ansprache des Präsidenten Otto Kägi, Fabrikant, Wattwil, zum Ausdruck.
Vor 20 Jahren
11. März: Alt St. Johann. Alt St. Johann empfing seine Weltmeisterin, Marianne Abderhalden. Nicht nur zahlreiche Gratulanten aus der Bevölkerung, sondern auch von Gemeinde, Kanton und Skiverband fanden den Weg in die Turnhalle. Peter Bänziger, Präsident des OSSV überbrachte die Glückwünsche vom Skiverband. Marianne Abderhalden habe in Québec ihre Kämpfernatur gezeigt, sagte er und drückte seinen Stolz aus, dass das Toggenburg die Goldschmiede der Skiverbände sei. Peter Bänziger überreichte der Tierliebhaberin Marianne Abderhalden ein Glückssäuli. Das richtige Geschenk, wie sich herausstellte, denn es schnüffelte nach kurzer Zeit an der Gold- und der Silbermedaille.
Vor 10 Jahren
10. März: Wattwil. Mit dem Anfang Jahr ausgeführten Projekt auf ihrem Grundstück zeigt die Holzwolle-Manufaktur Lindner Suisse aus Wattwil neue Wege der ökologischen Ufersanierung auf. Faschinen aus Holzwolle sichern die steile Uferböschung auf dem Firmengelände zuverlässig vor Erosionsschäden und Rutschungen. Die Befestigung der Faschinen im Gelände erfolgte mit eingeschlagenen Holzpfählen und einer Sisalverschnürung. Als zusätzlicher Erosionsschutz diene ein auf die Böschung befestigtes Vlies, das ebenfalls aus Holzwolle gefertigt sei. Die Faschinen seien gut formbar und erlauben es, variable Uferlinien zu modellieren. Bestehende Strukturen wie Wurzelstöcke täten sich problemlos in die Gestaltung mit einbeziehen lassen. (red)
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