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Jede Woche 20 bis 30 Einbrüche im Kanton St.Gallen: Kantonspolizei nimmt mehrere Personen fest und spricht von «stabilen Zahlen»

Die Zahl der Einbrüche im Kanton St.Gallen bewege sich derzeit auf einem stabilen bis tiefen Niveau, zieht die Kantonspolizei eine erste Bilanz. Es hätten einige Festnahmen vorgenommen werden können. Auch in den letzten beiden Tagen wurden der Kantonspolizei St.Gallen wieder mehrere Einbrüche gemeldet.
Die Einsatzkräfte haben viel zu tun mit Einbrüchen. (Bild: Symbolbild: Kapo SG)

Die Gesamtzahl der Einbrüche im Kanton St.Gallen bewegt sich derzeit «auf stabilem Niveau», wie es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei heisst. Die Kantonspolizei St.Gallen gehe vielen Hinweisen nach, mache regelmässige Kontrollen und führe in Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Ermittlungen durch.

Aktuelle Fälle:
  • In Mels wurde ein Einbruch in ein Einfamilienhaus am Blumenweg gemeldet. Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich im Verlauf des Donnerstags durch ein Fenster gewaltsam Zutritt, durchsuchte die Räume und stahl Uhren im Wert von über 2000 Franken. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf 3000 Franken.
  • In Sargans brach eine unbekannte Täterschaft in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in einen Gewerbebetrieb an der Grossfeldstrasse ein. Über ein Vordach gelangte die Täterschaft zu einem Fenster und stieg durch dieses Zutritt in den Betrieb. Im Innern des Betriebs brach sie mehrere Türen auf. Es entstand Sachschaden von rund 1500 Franken. Ob die Täterschaft auch Deliktsgut an sich bringen konnte, wird abgeklärt.
  • Am Donnerstagabend brach in Abtwil eine unbekannte Täterschaft in eine Parterrewohnung an der Hauptstrasse ein. Sie verschaffte sich durch eine Terrassentür gewaltsam Zutritt und durchsuchte danach die Wohnung. Sie stahl Uhren, Parfum, Bargeld und diversen Modeschmuck im Wert von über 3000 Franken und hinterliess einen Sachschaden von rund 500 Franken.
  • In der zweiten Tageshälfte des Donnerstags brach eine unbekannte Täterschaft in Wil in ein Einfamilienhaus an der Ulrich-Röschstrasse ein. Sie öffnete gewaltsam eine Terrassentür, durchsuchte die Räume und stahl Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Franken. An der Terrassentür entstand Sachschaden im Wert von rund 4000 Franken.
  • In der Stadt St.Gallen brach eine unbekannte Täterschaft zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen eine Garagenbox an der Büchelstrasse gewaltsam auf. Es entstand Sachschaden von 500 Franken und es wurden aus dem Auto diverse Gegenstände im Wert von rund 100 Franken gestohlen.

Für die Jahreszeit eher weniger Einbrüche

«Die Zahl der Einbrüche im Kanton St.Gallen bewegt sich derzeit auf relativ stabilem und für die Jahreszeit eher tiefen Niveau», hält die Kantonspolizei in ihrer Medienmitteilung fest. Die meisten Einbrüche ereigneten sich in den letzten Wochen im Wohnbereich, wo wöchentlich zwischen 10 und 20 Einbrüche im ganzen Kanton zu verzeichnen waren. «Einbrüche zur Dämmerungszeit und in der Nacht sind dabei am häufigsten.» Der Geschäftsbereich ist mit wöchentlich unter fünf Einbrüchen auf dem ganzen Kantonsgebiet praktisch nicht betroffen.

Gesamthaft betrachtet ereigneten sich die meisten Einbrüche in der Polizeiregion Bodensee-Rheintal (60), gefolgt von der Region Fürstenland-Neckertal, die rund halb so viele Fälle zu verzeichnen hat (32). Die Südregionen sind mit 14 (Werdenberg-Sarganserland) und 19 (Linthgebiet-Toggenburg) Einbrüchen weniger betroffen. In der Stadt St.Gallen waren im gleichen Zeitraum 20 Einbrüche gemeldet worden.

60 Meldungen von verdächtigen Feststellungen

Die Kantonspolizei St.Gallen hat mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Einbruchkriminalität aufgerufen und um Meldungen von verdächtigen Feststellungen gebeten. «Erfreulicherweise gingen alleine im November rund 60 Meldungen von verdächtigen Feststellungen bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale ein», heisst es in der Medienmitteilung.

Die Kantonspolizei führe regelmässig Kontrollen entlang von Hauptverkehrsachsen und an Verkehrsknotenpunkten durch. Trotz laufender Einsätze seien allein im November über 200 Kontrolleinsätze durchgeführt worden.

«Im Kanton St.Gallen konnten bereits mehrere Festnahmen von mutmasslichen Einbrechern vermeldet werden.» Nach solchen Festnahmen erfolgten jeweils umfangreiche Ermittlungen unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Klärung zuvor begangener Tatbestände.

Vermehrte Einbrüche in Kellerabteile

Anfang November seien zum Beispiel vermehrte Einbrüche in Kellerabteile in der Region Bodensee verzeichnet worden. Mitte November sei Patrouillen die Festnahme von zwei Männern gelungen, einem 34-jährigen Deutschen und einem 16-jährigen Türken, die gemäss ersten Ermittlungserkenntnissen für diese Serie von Einbrüchen verantwortlich sein dürften. Noch würden die Ermittlungen laufen. «Die Serie fand mit der Festnahme ein abruptes Ende», schreibt die Kantonspolizei in der Mitteilung.

Auch Festnahmen in anderen Kantonen trügen zu einer Beruhigung der Einbruch-Situation im Zuständigkeitsgebiet der Kantonspolizei St.Gallen bei. Zwischen den Kantonen findet gemäss Kantonspolizei ein regelmässiger Austausch zur Klärung möglichst vieler Fälle statt. (kapo/chs)

 
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