St.Gallen sagt Ja zum Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Rapperswil-Jona
Das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Rapperswil-Jona ist heute in drei Gebäude in der Altstadt eingemietet. Diese entsprechen aber den Anforderungen nicht mehr. Deshalb will der Kanton St.Gallen für 91 Millionen Franken eine neue Berufsschule bauen. Auch die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster wird in den Neubau einziehen. Die kantonale Bevölkerung hat am Sonntag mit 80,1 Prozent deutlich Ja zum Projekt gesagt. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 50 Prozent.
Standort wird das Südquartier nahe des Bahnhofs. Der Neubau soll grössere Zimmer, Gruppenräume, mehr Toiletten sowie bessere Wärmedämmungen und Lüftungen als die jetzigen Gebäude erhalten. Auch eine Aula und ein Verpflegungsbereich sind auf den 6200 Quadratmetern Nutzfläche geplant. Am BWZ gibt es insgesamt 70 Klassen mit 1200 Studierenden. Künftig sollen 1600 Lernende Platz haben, da der Kanton mit einer Zunahme rechnet.
Die Nachhaltigkeitsstandards sollen ebenfalls verbessert werden: Geheizt wird mit Wärmepumpen oder Fernwärme, eine eigene Photovoltaik-Anlage soll einen Teil des Strombedarfs decken. Der Kanton wird Bauherr und Eigentümer, wodurch die Mietkosten von rund einer Million Franken am bisherigen Standort entfallen. Wie der Neubau effektiv aussehen wird, ist nicht bekannt. Der Architekturwettebewerb findet erst noch statt. Die Eröffnung erfolgt frühestens 2033.
Parkplatz-Frage wird lokal entschieden
Das neue Gebäude soll auf einem Pfahlfundament stehen. Das Grundstück liegt nämlich in der Nähe des Zürichsees. Die dafür nötigen Massnahmen wurden in den Baukosten berücksichtigt. Ungeklärt ist jedoch, ob das Gebäude eine Tiefgarage mit 100 Parkplätzen erhalten soll, wie es die Stadt Rapperswil-Jona wünscht. Durch die Annahme der Vorlage kommt es diesbezüglich zu einer lokalen Abstimmung, da die Stadt die Kosten für die Garage selbst tragen müsste. Kommt die Tiefgarage nicht zustande, plant der Kanton maximal 37 Aussenparkplätze.
Im Kantonsrat war das Projekt als Ganzes unumstritten. Auf lokaler Ebene gab es jedoch Widerstand gegen den geplanten Standort am Lido. Ein Komitee hätte ein Projekt am alten Standort bevorzugt.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben






Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.