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St.Gallen sagt Ja zum Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Rapperswil-Jona

Die St.Galler Stimmbevölkerung hat sich am Sonntag dafür ausgesprochen, in Rapperswil-Jona ein neues Berufs- und Weiterbildungszentrum zu bauen. Das Projekt kostet 91 Millionen Franken.
Die Gebäude des BWZ Rapperswil-Jona sind veraltet. Deshalb soll ein neuer Standort her. (Bild: Manuela Matt (7.11.17))

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Rapperswil-Jona ist heute in drei Gebäude in der Altstadt eingemietet. Diese entsprechen aber den Anforderungen nicht mehr. Deshalb will der Kanton St.Gallen für 91 Millionen Franken eine neue Berufsschule bauen. Auch die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster wird in den Neubau einziehen. Die kantonale Bevölkerung hat am Sonntag mit 80,1 Prozent deutlich Ja zum Projekt gesagt. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 50 Prozent.

Standort wird das Südquartier nahe des Bahnhofs. Der Neubau soll grössere Zimmer, Gruppenräume, mehr Toiletten sowie bessere Wärmedämmungen und Lüftungen als die jetzigen Gebäude erhalten. Auch eine Aula und ein Verpflegungsbereich sind auf den 6200 Quadratmetern Nutzfläche geplant. Am BWZ gibt es insgesamt 70 Klassen mit 1200 Studierenden. Künftig sollen 1600 Lernende Platz haben, da der Kanton mit einer Zunahme rechnet.

Die Nachhaltigkeitsstandards sollen ebenfalls verbessert werden: Geheizt wird mit Wärmepumpen oder Fernwärme, eine eigene Photovoltaik-Anlage soll einen Teil des Strombedarfs decken. Der Kanton wird Bauherr und Eigentümer, wodurch die Mietkosten von rund einer Million Franken am bisherigen Standort entfallen. Wie der Neubau effektiv aussehen wird, ist nicht bekannt. Der Architekturwettebewerb findet erst noch statt. Die Eröffnung erfolgt frühestens 2033.

Parkplatz-Frage wird lokal entschieden

Das neue Gebäude soll auf einem Pfahlfundament stehen. Das Grundstück liegt nämlich in der Nähe des Zürichsees. Die dafür nötigen Massnahmen wurden in den Baukosten berücksichtigt. Ungeklärt ist jedoch, ob das Gebäude eine Tiefgarage mit 100 Parkplätzen erhalten soll, wie es die Stadt Rapperswil-Jona wünscht. Durch die Annahme der Vorlage kommt es diesbezüglich zu einer lokalen Abstimmung, da die Stadt die Kosten für die Garage selbst tragen müsste. Kommt die Tiefgarage nicht zustande, plant der Kanton maximal 37 Aussenparkplätze.

Im Kantonsrat war das Projekt als Ganzes unumstritten. Auf lokaler Ebene gab es jedoch Widerstand gegen den geplanten Standort am Lido. Ein Komitee hätte ein Projekt am alten Standort bevorzugt.

 
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