Nach Gewaltdelikt in Au: 65-jähriges Opfer im Spital verstorben
9. April, kurz nach 14 Uhr: Eine Drittperson meldete der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen eine verletzte Person am Gässliweg in Au. Die Polizei rückte aus und stiess vor Ort auf einen unbestimmt verletzten 73-jährigen Mann. Im weiteren Verlauf entdeckten die Einsatzkräfte in beziehungsweise bei einem Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nähe drei weitere verletzte Personen.
Bei ihnen handelt es sich um Frauen im Alter von 57, 65 und 87 Jahren. Die 57-Jährige ist gemäss Polizeiangaben eher schwer verletzt – der Rettungswagen brachte sie ins Spital. Die 65-Jährige sowie die 87-Jährige waren schwer verletzt, sie wurden von der Rega ins Spital geflogen.
Zwölf Tage nach dem Gewaltdelikt teilt die Kantonspolizei St.Gallen nun in einem Communiqué mit, dass die 65-jährige Schweizerin am Dienstag im Spital ihren Verletzungen erlegen ist.
In der eigenen Wohnung überfallen
Beim Anrufer handelt es sich um einen Nachbarn, der ebenfalls im Mehrfamilienhaus wohnt. Das bestätigt die Kantonspolizei auf Anfrage. Er fand den verletzten 73-Jährigen auf dem Weg nach draussen auf. Dieser erzählte dem Nachbarn, dass er in seiner Wohnung überfallen worden sei.
Die ausgerückten Polizei-Patrouillen hielten anlässlich einer Nahfahndung im Bereich der Giessenstrasse in Au eine Person an. Nun ist klar: Es handelt sich um einen 51-jährigen Serben ohne Wohnsitz in der Schweiz. Er war zu Fuss unterwegs, als die Polizei ihn anhielt. Im Verlaufe der Abklärungen erhärtete sich der dringende Tatverdacht, dass er mit dem Gewaltdelikt in Verbindung steht. Das teilte die Kantonspolizei St.Gallen am Tag nach dem Gewaltdelikt in einem Communiqué mit.
Weiter ist jetzt auch klar, dass der 73-jährige Mann und die 57-jährige Frau in zwei separaten Wohnungen im Mehrfamilienhaus wohnhaft sind. Die 65-Jährige und die 87-Jährige waren zu Besuch im Haus. Sie sind alle Schweizer Staatsangehörige.
Schussverletzungen können ausgeschlossen werden
Im Einsatz standen mehrere Patrouillen und Fachspezialisten der Kantonspolizei St.Gallen, der Rettungsdienst mit medizinischem Fachpersonal und Notarzt sowie je ein Rettungshelikopter der Rega und der Alpine Air Ambulance. Die Feuerwehr war für die Patientenbergung und die Absperrung mit rund 20 Angehörigen ausgerückt.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen rückte ebenfalls vor Ort aus. Unter ihrer Leitung hat die Kantonspolizei St.Gallen die Ermittlungen aufgenommen. Die Rolle des 51-jährigen Serben ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ebenso werden die Hintergründe, das Tatmotiv und die Frage geklärt, ob weitere Personen involviert sind. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können zu den Verletzungen keine genaueren Angaben gemacht werden. Schussverletzungen können zum aktuellen Zeitpunkt jedoch ausgeschlossen werden. (kapo/aro)
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