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Staatliche Bergbahnen

Im Jahre 2006 wurden die Bergbahnen Malbun für 26 Millionen Franken erneuert. Ca. 13 Millionen zahlte das Land Liechtenstein. Nun soll die Landeskasse sofort 1,5 Millionen Franken als zinsloses Darlehen einschiessen, wobei den politischen wie den wirtschaftlichen Akteuren bewusst sein dürfte, dass dieses Geld nie mehr zurück gezahlt werden wird.
Autor
Herbert Bürzle, Balzers

Im Jahre 2006 wurden die Bergbahnen Malbun für 26 Millionen Franken erneuert. Ca. 13 Millionen zahlte das Land Liechtenstein (48 Prozent Aktienanteil). Weitere ca. 6 Millionen haben die Gemeinden beigesteuert (24 Prozent Aktienanteil). Nun verfügt diese Aktiengesellschaft angeblich praktisch über fast keine füssigen Mittel mehr, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Aufgrund dieser Situation soll nun die Landeskasse sofort 1,5 Millionen Franken als zinsloses Darlehen einschiessen, wobei den politischen wie den wirtschaftlichen Akteuren bewusst sein dürfte, dass dieses Geld nie mehr zurück gezahlt werden wird. – Ein Fass ohne Boden! Ein weiteres Debakel à la staatliche Pensionskasse, Telecom, Post zeichnet sich ab. Da die Akteure erkannt haben, dass sich mit diesen Bahnen inkl. Höhenrestaurant in absehbarer Zeit keine nachhaltigen Gewinne erzielen lassen werden, soll nun das ganze Unternehmen dem Staat vor die Füsse geworfen werden! Diesem Ansinnen gilt es meiner Ansicht nach eine klare Absage zu erteilen. – Immer wieder wird von allen Seiten ein schlanker Staat propagiert. Der Staat soll nur Geschäfte betreiben, welche für sein Funktionieren absolut notwendig sind. Das Betreiben von Bergbahnen für reine Luxusfahrten gehört ganz sicher nicht dazu. Fazit: Das Land Liechtenstein und die Gemeinden sollen sich vollständig aus diesem Unternehmen zurückziehen. Mittels einer Volksabstimmung könnten wir dann abklären, ob wir z. B. unsere Anteile den verbleibenden Aktionären schenken wollen, um ihnen ein mögliches Durchstarten zu gewähren. Ich würde diese Schenkung sehr begrüssen. Anschliessend kann die Gesellschaft neue Aktien ausgeben, um das notwendige Betriebskapital aufzubringen. Als neue Aktionäre sehe ich in erster Linie die Immobilienbesitzer von Malbun sowie weitere Skibegeisterte prädestiniert. Möglicherweise lassen sich auch mutige Grossinvestoren fnden, welche in Malbun zu neuen Bergen aufrechen wollen.

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