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S-Bahnnetz ist für zukünftige Technologien und Innovationen offen

Bei aller Überzeugung, aus der man sich als aufgeschlossener Mensch fur die S-Bahn Liechtenstein aussprechen muss, kann man sich aber doch fragen, ob es bei den zu erwarteten Technologiesprungen, die in näherer und ferner Zukunft unsere Mobilität prägen werden, noch eine S-Bahn braucht.
Autor
IG Mobiles Liechtenstein

Klar ist, dass die S-Bahn nicht das technologische Endziel der zukünftigen Mobilität darstellt. Sie ist aber ein wichtiger – nein, unabdingbarer – Schritt in die Mobilität der Zukunft. Die Technologie hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten riesige Fortschritte gemacht. Wir kennen alte Science-Fiction-Bücher und -Filme, die heute zu einem grossen Teil bereits Realität geworden sind. So wie zum Beispiel das, was in unserer heutigen digitalen Welt (z. B. mit iPhones, Computern etc.) abläuft, was man bereits als Science-Fiction vor vielen Jahren lesen und sehen konnte und was die meisten Menschen damals als unrealistische Spinnerei von irgendwelchen Phantasten abtaten, ist heute Wirklichkeit.

Wenn wir meinen, dass diese Entwicklung fertig sei, dann irren wir gewaltig. Die Wissenschaft hat weitere technologische Beschleunigungen im Köcher, die auch wir heute noch gar nicht erahnen können. Durch weitere technische Revolutionen in der Automatisierung, Digitalisierung, Material- und Bautechnologie, Elektronik, Energietechnologie etc. werden auch im Mobilitätsbereich Entwicklungen eintreten, die unsere heutige Vorstellungskraft übersteigen.

Wir gehen einmal davon aus, dass im lokalen, regionalen und überregionalen Bereich nicht jeder, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen, in seinem persönlichen Flugobjekt in der Luft herumschwirren wird, sondern dass sich dies nach wie vor auf ganz konkreten Korridoren hier auf dem Boden der Erde abspielen wird.

Gerade die heutigen Bahnschienen in der Region und darüber hinaus sind als Korridore dafür prädestiniert und werden wohl durch die zu erwartenden weiteren technologischen Durchbrüche dereinst ganz andere Verkehrsabwicklungen ermöglichen, als wir uns dies heute in den kühnsten Science-Fiction-Träumen vorstellen können: z. B. in ganz anderer Form, viel schneller, lautlos, sicherer, absolut autonom, zeitgenau, energiearm und so weiter.

Mit der S-Bahn-Abstimmung am 30. August werden die Weichen als erster Schritt auch für diese Zeit gestellt. Unsere Nachbarn rüsten ihre Bahnnetze auf: entweder auch bei uns oder sonst dann allenfalls mit einer anderen Verbindung der Schweizer und österreichischen S-Bahnen – etwas nördlich von Liechtenstein. Wer dann dabei ist, ist dabei, und wer abseits steht, wird auf dem Abstellgleis landen. Oder mit dem berühmten Ausspruch gesagt: «Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.»

In diesem Sinne ist es wichtig, dass Liechtenstein und damit unsere Kinder und Enkelkinder auch regional und überregional von diesen zukünftigen Technologienentwicklungen profitieren können und somit dannzumal nicht abgehängt sind – oder durch eine kleinliche, an Liechtensteins Staatsgrenzen orientierte Denkweise ohne Weitblick «vom Leben bestraft» werden. Deshalb jetzt als erster Schritt ein Ja zur S-Bahn.

Eine Stellungnahme der IG Mobiles Liechtenstein

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