Der haushohe Favorit aus Vaduz gibt sich im Cupfinale gegen Triesenberg keine Blösse und gewinnt mit 5:0. Es ist der 50. Titel in der Vereinsgeschichte.
Turnier: Liechtensteiner Cup
Austragungsort: Vaduz
Austragungsstätte: Rheinpark Stadion
Zuschauerzahl: 1632
Schiedsrichter: Marijan Drmic
8’
Vaduz läuft hier gleich rund. Gelmi verpasst den zweiten Treffer nach einem Eckball nur knapp.
Sebastian Beck, Kapitän bei Triesenberg, war bereits 2015 dabei, als das Finale ebenfalls Vaduz - Triesenberg lautete. Er erinnert sich daran, dass man laufen, laufen und nochmal laufen muss. Auch Pius Sprenger war bereits 2015 im Spiel gegen Vaduz dabei.
Profis gegen Amateure. Fünf Ligen Unterschied. David gegen Goliath. Der Unterschied zwischen Vaduz und dem FC Triesenberg könnte fast nicht grösser sein. Wie lange wird der krasse Aussenseiter den Favoriten im Finale ärgern können.
Und das ist schliesslich das Tor zu Europa. Der Sieger spielt in der kommenden Saison in der Qualifikation eines europäischen Bewerbes. Ob Conference League oder sogar Europa League ist dabei noch nicht abschliessend geklärt. Dies ist abhängig von den ganzen Meistern und Cupsiegern in Europa und wie die Uefa mit den russischen Teams umgeht. Diese dürften wieder gesperrt werden für die internationalen Bewerbe.
In der Liga geht es für beide Teams nicht mehr um viel, da sowohl der Aufstieg als auch ein Abstieg ausser Reichweite sind. Sie können sich somit voll auf diese Cupfinale konzentrieren.
Triesenberg unterlag am Sonntag in Landquart mit 3:5. Das Team lag bereits mit 0:3 in Rückstand, konnte diesen aber noch ausgleichen. In den Schlussminuten erzielte Landquart allerdings noch zwei Treffer und siegte damit.
Die Generalprobe für dieses Finale glückte nur Vaduz. Sie gewannen am Freitag mit 2:1 gegen Aarau und erzielten beide Treffer erst in den Schlussminuten. Derzeit scheint es, als ob beim FCV alles aufgeht.
Triesenberg ist im übrigen heute Gast. Dies darum, weil die Auslosung im Halbfinale die Paarung Vaduz gegen Balzers als erstes gezogen wurde und der Sieger aus dieser Partie eben heute Heimrecht geniesst.
Die Triesenberger organisierte für diese Partie extra drei Fanbusse und reisten mit rund 140 Fans an. Es dürfte wohl die kürzeste Auswärtsreise zu einem Pokalfinale auf der Erdkugel sein.
Der Schiedsrichter ist Marijan Drmic aus der Schweiz. Er wird assistiert von Pascal Hirzel und Ilco Jancevski. Als Vierter Offizieller fungiert Luca Schelbli.