Die Niederlage gegen Stade Lausanne Ouchy soll für den FC Vaduz ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Denn im heutigen Spiel haben die Residenzler die Chance, ihre Heimserie auf elf Siege auszubauen.
Turnier: Challenge League, 21. Runde
Austragungsort: Vaduz
Austragungsstätte: Rheinpark Stadion
Zuschauerzahl:
Schiedsrichter: Hajrim Qovanaj
6’
Der Ball fliegt von Schwizer an den zweiten Pfosten und wird per Kopf auf Dantas weitergeleitet. Ein Fuss eines Carouge-Verteidigers hintert den Offensivspieler am Abschluss und es gibt Elfmeter.
Das Spiel läuft noch keine Minute und durch einen Fehlpass von Schaffran kommt Bossiwa zum Ball. Von den Vaduzner fühlt sich niemand verpflichtet auf den Mann zu gehen, so dass Carouge mit der ersten Gelegenheit in Führung geht – unnötig.
Der FC Vaduz in pinken Sondertrikots. (Bild: Fabrizio Bühler)
Der FC Vaduz tritt die heutige Partie vollständig in Pink an. Die Sondertrikots werden im Rahmen des «Crazy Balls» nach dem Spiel auf Ricardo für einen guten Zweck versteigert. Der gesamte Erlös kommt der Stiftung Theodora zugute.
Geleitet wird die Partie vom Unparteiischen Hajrim Qovanaj und wird an der Seitenlinie von Daniel von Känel und Thomas Zihlmann unterstützt. Der vierte offizielle ist Malik Temmar.
Für Vaduz geht es darum, schnell wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden und keine Unsicherheit aufkommen zu lassen. Marc Schneider machte klar, dass solche Niederlagen Teil einer Saison seien, die Reaktion darauf aber entscheidend bleibe. Der heutige Auftritt soll deshalb ein klares Zeichen setzen.
Étoile Carouge tritt auswärts meist zurückhaltend auf und versucht, über einzelne Umschaltmomente gefährlich zu werden. Die Genfer setzen dabei stark auf Disziplin und eine enge Staffelung zwischen den Linien. Gerät Carouge unter längeren Druck, fällt es dem Team jedoch schwer, sich spielerisch zu befreien. Genau hier sieht der FCV Ansatzpunkte für seine dominante Spielweise.
Der FCV will von Beginn an den Ball laufen lassen und den Gegner früh in dessen Hälfte binden. Entscheidend wird sein, wie konsequent die Gastgeber das Zentrum schliessen und zweite Bälle sichern.
Trainer Marc Schneider betonte mehrfach, dass es weniger um Systemfragen als um Haltung und Präsenz gehe. Genau diese Aspekte sollen im heimischen Rheinpark wieder sichtbar werden.
Étoile Carouge konnte hingegen nur die Hälfte seiner Spiele nach einer Führung für sich entscheiden (4 von 8) und gab dabei bereits neun Punkte ab (drei Unentschieden, eine Niederlage). Ligaweit verloren einzig Nyon (11) und Stade Lausanne Ouchy (10) noch mehr Punkte nach Führungen.