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neue Möglichkeiten für Handel

Indiens Handelsminister zu Besuch in Liechtenstein

Heute besuchte der indische Handels- und Industrieminister, Piyush Goyal, Liechtenstein. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch eines indischen Handelsministers in Liechtenstein.
Besuch des Handels- und Industrieminister von Indien, Piyush Goy
Höflichkeitsbesuch bei Regierungschefin Brigitte Haas (Bild: Roland Korner / Close Up AG - Me)

Im Fokus des Besuchs standen die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Umsetzung des Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (TEPA), ein Austausch mit der liechtensteinischen Wirtschaft sowie Gespr ä che ü ber ein m ö gliches Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Der Besuch markiert einen wichtigen Schritt zur weiteren Vertiefung der Beziehungen beider Staaten. Das schrieb die Regierung in einer Mitteilung. 

Nach Höflichkeitsbesuchen bei S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein sowie Regierungschefin Brigitte Haas traf sich Minister Goyal zu einem Arbeitsgespräch mit Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni. Der hochrangige Besuch von Minister Goyal in Liechtenstein ist Ausdruck der intensivierten bilateralen Beziehungen zwischen Liechtenstein und Indien.

Im Zentrum der Gespräche stand das Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (TEPA) zwischen Indien und den EFTA-Staaten Liechtenstein, Norwegen, Island und Schweiz. Das gemeinsame Freihandelsabkommen trat 2025 in Kraft. Liechtenstein und Indien betonten, dass das Abkommen neue Möglichkeiten für Handel und Investitionen eröffnet und Unternehmen auf beiden Seiten umfassenden Marktzugang und bessere Rahmenbedingungen bietet. Im Rahmen des Austausches wurden unter anderem die Förderung von Investitionen, die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, der Abbau von Handelshemmnissen, der Ausbau belastbarer Lieferketten sowie das Potenzial für eine weitergehende Kooperationen im Wirtschafts- und Berufsbildungsbereich besprochen. Zudem wurden die globalen Entwicklungen im Handelsbereich und die Gefahren von zunehmendem Protektionismus thematisiert. Liechtenstein betonte dabei die Bedeutung eines regelbasierten Handelssystems.

Für Liechtenstein ist ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Liechtenstein und Indien von besonderer Bedeutung. In den Gesprächen unterstrich die liechtensteinische Seite, dass ein solches Abkommen für die Unternehmen beider Länder zu mehr Rechtssicherheit beitragen und somit grenzüberschreitende Investitionen signifikant erleichtern würde.

Im Anschluss an die politischen Gespräche fanden bei der Hilti AG eine Firmenbesichtigung sowie ein von der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) organisierter Business-Roundtable mit Vertreterinnen und Vertretern führender liechtensteinischer Unternehmen statt. Dabei tauschten sich die Unternehmen direkt mit Handelsminister Goyal über Investitionschancen sowie bestehende Hürden aus. Auch von Seiten der Privatwirtschaft wurde die Bedeutung eines DBA besonders hervorgehoben.

Die Gespräche verdeutlichten allesamt das gegenseitige Interesse, die bestehenden Wirtschaftsbeziehungen auszubauen und Chancen für Partnerschaften zu nutzen. Dabei kamen auch Themen wie Nachhaltigkeit, technologische Entwicklung und die Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung zur Sprache. Liechtenstein und seine Unternehmen verfügen unter anderem über grosse Expertise im Bereich der Berufsbildung, die für Indien von Interesse sein könnte. Mit Blick auf die Zukunft vereinbarten beide Seiten, den Dialog weiterzuführen und konkrete Schritte zu prüfen, um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu stärken. (ikr)

 

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