Mathias Ospelt für European Union Prize for Literature nominiert
Der Literaturpreis der Europäischen Union (EUPL) zeichnet Nachwuchsautorinnen und -autoren aus der Europäischen Union und darüber hinaus aus. Der Preis, der die 41 am Programm «Kreatives Europa» der Europäischen Union teilnehmenden Länder einbezieht, würdigt alle drei Jahre 41 herausragende neue literarische Talente. Am Freitag Mittag gab das EUPL-Konsortium die 14 nominierten Bücher für die EUPL-Ausgabe 2026 bekannt - eines für jedes teilnehmende Land. Unter den nominierten Bücher findet sich auch Mathias Ospelts Roman «Ebaholz». Der Liechtensteiner Autor wurde 1963 in Vaduz geboren, und ist als Satiriker, Kabarettist und Veranstalter (Liechtensteiner Literaturtage und Kleintheater Schlösslekeller) tätig.
Preisträger wird am 29. Mai bekannt gegeben
Die Autorinnen und Autoren und ihre Romane wurden von nationalen Institutionen nominiert, die mit der Literaturszene ihrer Länder vertraut sind und Erfahrung in der internationalen Förderung ihrer Literatur haben. Die sieben Mitglieder der europäischen Jury lesen nun Auszüge aus allen nominierten Büchern und wählen in den kommenden Monaten den Gewinner des EUPL-Preises für diese Ausgabe aus. Zusätzlich werden zwei Autoren lobend erwähnt. Der Preisträger des EUPL-Preises 2026 und die beiden lobend Erwähnungen werden am 29. Mai 2026 im Museum für Moderne Kunst in Warschau im Rahmen der jährlichen Buchmesse der Stadt bekannt gegeben.
Nominierung fördert Verbreitung in Europa
Der EUPL unterstreicht die Kreativität und die grosse Vielfalt der zeitgenössischen europäischen Literatur und fördert gleichzeitig die Verbreitung von Literatur in ganz Europa sowie das Interesse an Werken über nationale Grenzen hinaus. Deshalb werden alle nominierten Autoren europaweit kontinuierlich beworben, um ein breiteres internationales Publikum zu erreichen und Leser über nationale und sprachliche Grenzen hinaus anzusprechen. Der EUPL wird von einem Konsortium bestehend aus dem Verband Europäischer Verleger (FEP) und dem Europäischen und Internationalen Buchhändlerverband (EIBF) mit Unterstützung des Programms Kreatives Europa der Europäischen Union organisiert.
Liechtenstein hat bereits zwei Preisträger mit Iren Nigg 2011 für «Man wortet sich die Orte selbst» und Armin Öhri 2014 für «Die dunkle Muse (The Dark Muse)» nominiert. 2022 wurde der EUPL erneuert: Seither wählt die Jury aus den Nominierten einen Gesamtsieger und zusätzlich werden zwei besondere Erwähnungen zuerkannt. Der diesjährige Gewinner erhält 10 000 Euro sowie einen finanziellen Zuschuss für zwei Übersetzungen, die beiden Sonderauszeichnungen erhalten jeweils 5000 Euro sowie einen finanziellen Zuschuss für eine Übersetzung. Allerdings ist bereits die Nominierung eine wichtige Unterstützung, um Aufmerksamkeit für das eigene Schaffen zu erhalten: Alle Autoren auf der Shortlist erhalten ebenfalls Zuschüsse für eine Übersetzung und werden auf wichtigen Buchmessen in Europa beworben. Ausserdem wird eine Broschüre mit Auszügen ihrer Werke in Originalsprache und mit Übersetzung ins Englische veröffentlicht. (red)
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