USAR Liechtenstein schliesst Grundausbildung ab
Liechtenstein baut mit dem USAR-Team (Urban Search and Rescue) eine neue Einheit für die Rettung von Menschen aus eingestürzten Gebäuden auf. Am 10. September 2026 haben die Mitglieder des USAR-Teams Liechtenstein ihre Grundausbildung abgeschlossen. In einer feierlichen Zeremonie überreichte ihnen Regierungsrat Hubert Büchel die USAR-Badges.
Bei Gebäudeeinstürzen müssen Verschüttete rasch geortet, medizinisch versorgt und sicher gerettet werden. Diese anspruchsvolle Aufgabe erfordert speziell ausgebildete Fachkräfte und besondere Ausrüstung. Die Rettung aus komplexen Trümmerlagen gehörte bisher nicht zu den Kernaufgaben der liechtensteinischen Rettungs- und Hilfsorganisationen. Mit dem USAR-Team wird dem Bevölkerungsschutz ein wichtiger Spezialbereich hinzugefügt. Das Team ergänzt die bestehenden Organisationen und unterstützt sie bei ausserordentlichen Ereignissen. Das Rheintal zählt zu den Gebieten mit erhöhter Erdbebengefährdung. Mit dem USAR-Team baut Liechtenstein die Voraussetzungen auf, um bei Gebäudeeinstürzen oder Erdbeben rasch handeln und internationale Unterstützung wirksam einbinden zu können.
Innert kurzer Zeit konnte ein vollständiges Team zusammengestellt werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung folgen die Fach- und Führungsausbildung sowie die Beschaffung des Spezialmaterials. Das Team wird schrittweise aufgebaut: zunächst für Einsätze in Liechtenstein, später auch für Unterstützungsleistungen in der Region und darüber hinaus. Die Ausbildung erfolgt nach den Standards der «International Search and Rescue Advisory Group» (INSARAG) der Vereinten Nationen.
Der Aufbau des Teams geht auf einen Auftrag des Landtags zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes zurück und ist zugleich ein konkreter Bestandteil der im Mai 2026 verabschiedeten Sicherheitspolitischen Strategie Liechtensteins. Regierungsrat Hubert Büchel betont: «Sicherheit entsteht nicht erst im Ereignisfall, sondern durch vorausschauende Vorbereitung. Mit dem USAR-Team schliessen wir eine wichtige Lücke im Bevölkerungsschutz und stärken unsere Vorsorge für schwere Ereignisse. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur regionalen und internationalen Solidarität. Damit setzen wir zentrale Ziele unserer Sicherheitsstrategie konkret um.» (ikr)
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