Seitenweise Sommerglück: Lektüreempfehlungen für die Ferien
«Der Junge aus London» von Michelle Magorian, gelesen von Manuela Wachter

Ein fesselnder und emotionaler Roman über den kleinen Jungen William aus London, der während des 2. Weltkriegs evakuiert wird und auf dem Land das Leben des alten mürrischen Tom auf den Kopf stellt. Ich habe das Buch bestimmt 5x gelesen und es fesselt mich immer wieder aufs Neue. Eine gelungene Mischung aus Geschichte, Drama und Emotionen, in die man eintauchen kann.
«Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott» von William P. Young, gelesen von Desirée Vogt

Kein neues Buch – aber nach wie vor ein Bestseller. «Die Hütte» (Originaltitel: «The Shack») ist das meistverkaufte Buch über Gott seit der Bibel. Unabhängig davon, woran man glaubt oder glauben möchte: Diese Zeilen bewegen und berühren tief. Sie nehmen einen mit und verbreiten Hoffnung. Es ist die persönliche Geschichte von Mack, das Drama um den Tod seiner geliebten Tochter und die unendliche Traurigkeit, die fortan sein Leben umgibt. Bis er eine Einladung zu einem Wochenende mit Gott erhält, die sein Leben beziehungsweise den Blick darauf für immer verändert. Die Handlung wurde im Jahr 2016 unter dem Titel «Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott» verfilmt.
«Reise nach Laredo» von Arno Geiger, gelesen von Jan Kammann

Am Ende seines Lebens will es Karl V., der als König von Spanien abgedankt hat, noch einmal wissen, und macht sich mit seinem unehelichen Sohn Geronimo auf den Weg ans Meer.
Ein mittelalterlicher Roadtrip beginnt, der gleichermassen eine Reflexion über das Loslassen wie auch über das Glück im Hier und Jetzt ist.
«Vom Wachsen und Aufblühen» von Alice Vincent, gelesen von Nicole Öhri-Elkuch

Anders als erwartet. In etwa so lässt sich das Buch in einem Satz zusammenfassen. Die Autorin ist selbst Protagonistin des Buches. Um herauszufinden, was Frauen heutzutage noch dazu bewegt, einen Garten anzulegen, spricht sie mit verschiedenen Frauen, um dem Geheimnis des Gärtnerns auf die Spur zu kommen. Bei jedem Besuch in einem anderen Garten und mit der Begegnung der dazugehörigen Gärtnerin stellt die Autorin und Journalistin Alice Vincent fest: Es sind nicht nur die Gärten der Frauen, die wachsen, sondern auch die Frauen selbst. Jede hat ihre eigenen Sorgen und muss Strategien entwickeln – muss wachsen – um den Anforderungen der Familie und der Gesellschaft standzuhalten. Genauso individuell wie die Gärten bewirtschaftet werden, um aufzublühen, so unterschiedlich sind die Frauen und ihre Geschichten selbst. Und doch haben alle etwas Gemeinsam: den Grund, warum sie gärtnern.
«Das Echo der Schuld» von Charlotte Link, gelesen von Manuela Schädler

Charlotte Link schafft es auch in diesem Thriller, in die Tiefen der dunklen Psyche der Menschen einzutauchen. Virginia Quentin und ihr Mann nehmen Schiffbrüchige bei sich im Ferienhaus an der schottischen Küste auf. Doch der undurchsichtige Nathan folgt Virginia ungebeten in das Haus ihrer Familie nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs aufdringlich findet, öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Und dann geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet spurlos. Steckt Nathan dahinter? Ein nervenaufreibender Krimi, der den Albtraum aller Eltern schonungslos aufleben lässt.
«Windstärke 17» von Caroline Wahl, gelesen von Regina Sele-Hasler

Ida hat nichts bei sich ausser dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Es ist wahrscheinlich ein Abschied für immer von der Kleinstadt, in der sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hat. Im Abschiednehmen ist Ida richtig schlecht; sie hat es vor zwei Monaten nicht einmal auf die Beerdigung ihrer Mutter geschafft. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt – auf keinen Fall will sie zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg –, und landet auf Rügen, wo sie versucht, ihren inneren Sturm zu bewältigen.
Der Roman hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre gepackt. Die unaufgeregte, herbe Ruhe Rügens als Kontrast zum inneren Chaos, der Trauer und Zerrissenheit der Protagonistin. Das stürmische Meer mit seiner Kraft, aus der Ida neue Energie schöpft und nach und nach wieder zu sich selbst findet. Die Sprache entspricht ganz der jungen, eigenwilligen Protagonistin, ist oft witzig, trocken und ironisch. Ein bewegendes, emotionales wie unterhaltsames Buch.
«Ihr werdet sie nicht finden» von Andreas Winkelmann, gelesen von Bianca Cortese

Ein Mädchen verschwindet spurlos. Ihr Vater, einst Polizist, verliert in seiner Verzweiflung die Kontrolle – mit fatalen Folgen. Jahre später ist es die junge Privatdetektivin Franka, die bei der Suche nach einer anderen Vermissten auf diesen alten Fall stösst. Ihre digitale Spürnase führt sie direkt zu Jonas – dem Vater. Der scheint etwas zu verbergen. Doch anstatt Gegenspieler zu sein, werden die beiden zum Ermittler-Duo. Denn die aktuell Vermisste trägt offenbar die Wahrheit über ein lange verdrängtes Verbrechen in sich.
In «Ihr werdet sie nicht finden» spinnt Andreas Winkelmann ein dichtes Netz aus dunklen Geheimnissen, menschlichen Abgründen und atemloser Spannung. Mit jeder Seite steigt der Puls, mit jeder Wendung tun sich neue Fragen auf: Wem kann man trauen? Wer lügt? Und was geschah wirklich? «Ihr werdet sie nicht finden» ist weit mehr als klassische Sommerlektüre – rasant, raffiniert und fesselnd bis zur letzten Seite. Mein Fazit: Mein erster Winkelmann – aber ganz bestimmt nicht der letzte. Ich habe das Buch in Rekordzeit verschlungen!
«One Piece» von Eichiro Oda, gelesen von Gary Kaufmann

Für dieses Werk werden die Sommerferien nicht ausreichen, denn über 100 Bände mit über 1150 Kapitel lassen sich so schnell nicht aufholen – und ein Ende ist nicht in Sicht. Von der Spannung her hat «One Piece» gerade erst die Segel gesetzt. Die Mangaserie berichtet über die Abenteuer von Monkey D. Ruffy, der in See sticht, um König der Piraten zu werden. Zusammen mit seiner Strohhutbande begibt er sich auf die Suche nach dem «One Piece», obwohl er gar weiss, um was es sich bei diesem legendären Schatz handelt.
Dem Kapitän des Schiffs ist völlig egal, was die Crew auf der Zielinsel erwartet. Wie im echten Leben geht es vielmehr um die Reise, auf der Freundschaften entstehen, Träumen nachgejagt wird und es eine Herausforderung nach der anderen zu meistern gilt. Natürlich nimmt die Leserschaft Wunder, was das «One Piece» ist, und jeder hat dazu seine eigene Theorie. Schon seit 28 Jahren dreht sich alles um dieses streng gehütete Geheimnis. Eigentlich spielt es keine Rolle, denn der Reiz dieser Geschichte besteht darin, dass wir ihr Ende – zumindest bis dato – nicht kennen. An dieser Stelle noch ein kurzer Hinweis für jene, die mit der japanischen Kultur unvertraut sind: Die Bildsequenzen und Sprechblasen unbedingt von rechts nach links lesen, damit die Reihenfolge stimmt.
«Windstärke 17» von Caroline Wahl, gelesen von Regina Sele-Hasler

Ida hat nichts bei sich ausser dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Es ist wahrscheinlich ein Abschied für immer von der Kleinstadt, in der sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hat. Im Abschiednehmen ist Ida richtig schlecht; sie hat es vor zwei Monaten nicht einmal auf die Beerdigung ihrer Mutter geschafft. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt – auf keinen Fall will sie zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg –, und landet auf Rügen, wo sie versucht, ihren inneren Sturm zu bewältigen.
Der Roman hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre gepackt. Die unaufgeregte, herbe Ruhe Rügens als Kontrast zum inneren Chaos, der Trauer und Zerrissenheit der Protagonistin. Das stürmische Meer mit seiner Kraft, aus der Ida neue Energie schöpft und nach und nach wieder zu sich selbst findet. Die Sprache entspricht ganz der jungen, eigenwilligen Protagonistin, ist oft witzig, trocken und ironisch. Ein bewegendes, emotionales wie unterhaltsames Buch.
«Der Plan» von Julie Clark, gelesen von Julia Kaufmann

Culie Clarks «Der Plan» ist ein spannender Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Handlung ist clever konstruiert, voller überraschender Wendungen und liess mich so schnell nicht mehr los. Neben der Spannung kommt auch der Humor nicht zu kurz – es gibt immer wieder Momente zum Schmunzeln, die die Geschichte angenehm auflockern. Insgesamt ist «Der Plan» eine unterhaltsame und leichte Lektüre, perfekt für entspannte Sommertage. Ideal für alle, die Spannung lieben, aber auch ein bisschen Herz und Witz zu schätzen wissen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Kat, eine Frau mit dunkler Vergangenheit, die sich ein neues Leben aufgebaut hat – bis ihre Tarnung auffliegt. Als sie auf Meg trifft, die ebenfalls vor etwas davonläuft, schmieden die beiden Frauen einen gewagten Plan: Sie tauschen die Identitäten, um ihren jeweiligen Problemen zu entkommen. Doch nichts läuft wie gedacht, und schnell geraten beide in gefährliche Situationen, bei denen nicht klar ist, wem sie noch trauen können.
«Die Seidenvilla-Saga (Band 1 bis 4)» von Tabea Bach, gelesen von Karin Theiler

Nach einem schweren Schicksalsschlag folgt Angela der Einladung ihrer Tante, sie in Asenza im Veneto zu besuchen. Doch die Auszeit nimmt eine überraschende Wendung, als die Seidenvilla, die letzte traditionelle Seidenweberei des Ortes, kurz vor dem Aus steht. Angela beginnt, mit ihrer Tante Pläne zu schmieden, wie man die Seidenvilla retten könnte. Der Besitzer würde Angela die Weberei verkaufen, allerdings sind daran einige Bedingungen geknüpft. Und dann trifft sie unerwartet einen Mann, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt ... Doch ist sie bereit für einen Neuanfang in Italien und eine neue Liebe?
Ein mitreissender Roman um Liebe, Vertrauen und den schönsten Stoff der Welt: Seide. Mit «Die Seidenvilla» ist Tabea Bach ein schöner Auftakt für ihre Saga gelungen, denn die Geschichte fesselt von Beginn an, hat den nötigen Schuss italienisches Flair sowie Romantik und bezirzt den Leser mit einem wunderbaren Wohlfühlkino. Schöne Lektüre mit verdienter Empfehlung!
«Kalt und still» von Viveca Sten, gelesen von Sandro Kalberer

Nordisch passt anscheinend zu mir. Im ersten Buch der Buchserie «Die Are-Morde» ermittelt Hanna Ahlander in einem Vermisstenfall, die 18-jährige Amanda ist bei eisigen Temperaturen plötzlich verschwunden. Ihre einzige Spur: ein roter Schal. Übrigens ist die Buchserie auch verfilmt worden, eine tolle Serie und auf Netflix abrufbar, jedoch hat diese keine Chance gegenüber dem Buch. Spannende Charaktere in einer spannend beschriebenen Land-schaft hoch im Norden Schwedens. Und wie der Kritiker Elmar Krekeler von «Die Welt» meint: «Viveca Sten ist eine Meisterin der sanften Erschütterung.» – Ich gebe ihm absolut Recht.
«Der Fake-Code» von Severin Schwendener, gelesen von Susanna Ingenhütt

«Der Fake-Code» ist eine coole Sommerlektüre: Severin Schwendener erzählt von Emre, dem coolen Typen vom Gym, der seine Hausaufgaben von der KI erledigen lässt, und von Emilia, die sich mehr Sorgen ums Klima macht als um ihre Figur. Aber Emre ist verliebt und fragt die App, ob er Chancen hätte bei Emilia. Wie das ausgeht? So viel sei verraten: überraschend. «Der Fake-Code» ist bei Da Bux erschienen, dem Verlag aus dem Werdenberg, der kurze, knackige Jugendbücher macht, die auch für Erwachsene beste Unterhaltung sind – weil sie zum Nachdenken einladen.
«The Gentleman from Peru» von André Aciman, gelesen von Lars Beck

Dieses Buch ist diesen Sommer der perfekte Begleiter am Strand: Der «Gentleman aus Peru» von André Aciman ist eine Novelle über eine Gruppe amerikanischer College-Freunde, die an der Amalfiküste gestrandet sind und auf einen mysteriösen älteren Mann aus Peru namens Raúl treffen, der über ein tiefes Wissen über ihr Leben, einschliesslich ihrer Vergangenheit und ihrer möglichen Zukunft, verfügt. Die Geschichte erforscht Themen wie vergangene Leben, Paralleluniversen und die Natur der Verbindung, während sich die Charaktere mit Raúls einzigartigen Einsichten und der Enthüllung seiner eigenen früheren Liebesgeschichte auseinandersetzen.
«Fremde am Pier» von Tash Aw, gelesen von Sabine Bockmühl

Tash Aw geht auf behutsame, ruhige Art seiner Familien-geschichte nach, die geprägt ist vom Sich-Finden in der Fremde. Er spürt den Wurzeln seiner Herkunft nach und den Fragen der Identität, der Kultur, wo man sich heimisch fühlt, was in der Familie gern ver-schwiegen wird und wie stark man sich von der Vergangenheit gelöst hat, um nur noch in der Gegenwart zu leben. Gleichzeitig erzählt er von seiner Kindheit und Jugend, von seinem Erwachsenenleben und von Gesprächen mit Familienmitgliedern zu ihrem früheren Leben.
Aw, mehrfach ausgezeichnet und in 23 Sprachen übersetzt, wurde als Kind malaysischer Eltern 1971 in Taiwan geboren und wuchs später in Kuala Lumpur auf. Auf nur 124, aber reichhaltigen Seiten entfaltet er, aus verschiedenen Blickwinkeln und unterschiedlichen Zeiten beleuchtet, Erkenntnisse zu Sprache oder wie Fremdsein und Vorurteile auf das Dasein einwirken. Was nur in Asien verortet scheint, trifft auf Europäer:innen ebenso zu wie auf alle anderen Erdbewohner:innen, sein Buch ist universell.
Tash Aw erzählt offen, liebevoll und in einer Sprache voller Schönheit, Lebendigkeit und Poesie. Das Buch ist sowohl Kostbarkeit als auch Bereicherung, es ist weise und einfühlsam – und manchmal mit einem zwinkernden Auge – erzählt. Nach der Lektüre bleibt man beschenkt und besänftigt zurück.
«Mama, bitte lern Deutsch» von Tahsim Durgun, gelesen von Maja Nenadic

Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschliesst, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig in einem oft feindseligen Land einen Platz finden müssen. Ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Buch, das mich oft zum Lachen gebracht hat. Aber auch zum Nachdenken. Eine wunderbare Mischung aus Humor und Lebensnähe.
«Ich denk, ich denk zu viel» von Nina Kunz, gelesen von Noah Bühler

Die junge Zürcher Autorin schreibt in kurzen Texten über ihre eigenen Gedanken und das Phänomen des Überdenkens. Tagebuchartig lädt sie dazu ein, ihre alltäglichen Unsicherheiten und existenziellen Fragen zu teilen. In ihren kleinen Essays schreibt sie über Ängste und Überlegungen zu Themen wie Leistungsdruck, zum Internet oder zum Patriarchat.
Das Buch ist kein klassischer Ratgeber, sondern eine humorvolle und nachdenkliche Gedankensammlung, in der man sich mal wiederfinden, mal ihr aber auch widersprechen kann. Man kann ihren Gedanken und Gefühlen mühelos folgen und dabei Neues zu verschiedensten Theorien lernen. Es fühlt sich so an, als würde man jemand anderen für sich denken lassen. Die selbst- ironischen und dabei doch prägnanten Gedankenausschnitte laden zum Nachdenken ein.
Die Autorin beschreibt alltägliche Erlebnisse, in denen man sich selbst leicht wiedererkennt, sei es durch einen bekannten Ort wie die Universität Zürich oder einen vertrauten Gedankengang über ein schlecht gestochenes Tattoo. Das erfrischende Buch zeigt, wie sich viele Menschen vor allem in jungem Alter fühlen und dass man mit dem Zu-viel-Denken nicht alleine ist.
«Fremde am Pier» von Tash Aw, gelesen von Sabine Bockmühl

Tash Aw geht auf behutsame, ruhige Art seiner Familiengeschichte nach, die geprägt ist vom Sich-Finden in der Fremde. Er spürt den Wurzeln seiner Herkunft nach und den Fragen der Identität, der Kultur, wo man sich heimisch fühlt, was in der Familie gern ver- schwiegen wird und wie stark man sich von der Vergangenheit gelöst hat, um nur noch in der Gegenwart zu leben. Gleichzeitig erzählt er von seiner Kindheit und Jugend, von seinem Erwachsenenleben und von Gesprächen mit Familienmitgliedern zu ihrem früheren Leben.
Aw, mehrfach ausgezeichnet und in 23 Sprachen übersetzt, wurde als Kind malaysischer Eltern 1971 in Taiwan geboren und wuchs später in Kuala Lumpur auf. Auf nur 124, aber reich- haltigen Seiten entfaltet er, aus verschiedenen Blickwinkeln und unterschiedlichen Zeiten beleuchtet, Erkenntnisse zu Sprache oder wie Fremdsein und Vorurteile auf das Dasein einwirken.
Was nur in Asien verortet scheint, trifft auf Europäer und Europäerinnen ebenso zu wie auf alle anderen Erdbewohner und Erdbewohnerinnen, sein Buch ist universell. Tash Aw erzählt offen, liebevoll und in einer Sprache voller Schönheit, Lebendigkeit und Poesie. Das Buch ist sowohl Kostbarkeit als auch Bereicherung, es ist weise und einfühlsam – und manchmal mit einem zwinkernden Auge – erzählt. Nach der Lektüre bleibt man beschenkt und besänftigt zurück.
«Alibi» von Agatha Christie, gelesen von Andreas Laternser

Dank der Bücher von Agatha Christie habe ich meine Begeisterung fürs Lesen entdeckt. Besonders die Figur des Hercule Poirot hat mich stets gefesselt. Doch keine Geschichte hat mich je so in den Bann gezogen und am Ende zugleich verdutzt, überrascht und erfreut zurückgelassen wie diese. Ein Muss für alle Krimifans – nein, für jeden.
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