Mehrheit der Aufträge wurden in Liechtenstein vergeben
Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom Dienstag, 27. Januar 2026, die Statistik über die Vergabe öffentlicher Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge durch das Land Liechtenstein für das Jahr 2025 zur Kenntnis genommen. 2025 wurden durch die Fachstelle Öffentliches Auftragswesen insgesamt 353 Auftragsvergaben mit einem Gesamtvolumen von 108 Millionen Franken erfasst. 52 Prozent der durch das Land vergebenen Aufträge gingen an liechtensteinische Offertstellende. Von den verbleibenden 48 Prozent gingen die Aufträge grösstenteils an Offertstellende aus der Schweiz (44 Prozent). 133 Vergaben wurden aufgrund von Kosten, welche die EWR/WTO-Schwellenwerte überstiegen, international ausgeschrieben.
Bereich nationale Ausschreibungen
Bei den nationalen Ausschreibungen wurden mehr als 93 Prozent der Bauaufträge an Offertstellende aus Liechtenstein vergeben. Die restlichen sieben Prozent der Bauaufträge verteilen sich auf Offertstellende aus der Schweiz (fünf Prozent), Belgien (0.9 Prozent) und den USA (0.7 Prozent). Im Bereich Lieferaufträge erhielten in mehr als 66 Prozent der Fälle Offertstellende aus Liechtenstein den Zuschlag. Die restlichen 34 Prozent der Lieferaufträge wurden an Offertstellende aus der Schweiz (30 Prozent) und Österreich (3 Prozent) erteilt. Auch bei den Dienstleistungsaufträgen verblieb 2025 der Grossteil im Inland. Mehr als 65 Prozent der Aufträge wurden an liechtensteinische Offertstellende erteilt. Die weiteren 35 Prozent der Dienstleistungsaufträge wurden an Offertstellende aus der Schweiz (29 Prozent), Österreich (drei Prozent), den USA (zwei Prozent) und den Niederlanden (0.6 Prozent) vergeben.
Bereich internationale Ausschreibungen
Im Bereich der internationalen Ausschreibungen (oberhalb der EWR/WTO-Schwellenwerte) wurden 2025 von der Fachstelle Öffentliches Auftragswesen insgesamt 133 Auftragsvergaben erfasst. In diese Kategorie fallen Bauprojekte mit einer Bauauftragssumme grösser als 5 573 777 Franken sowie Liefer- und Dienstleistungsaufträge mit Einzel-Auftragssummen, die den Gesamtwert von 143 923 Franken übersteigen. Die 25 Bauaufträge wurden zu mehr als 89 Prozent an liechtensteinische Offertstellende und zu elf Prozent an schweizerische Offertstellende erteilt. Die acht Lieferaufträge wurden zu 99 Prozent an schweizerische und zu einem Prozent an liechtensteinische Offertstellende vergeben. Bei Dienstleistungsaufträgen im internationalen Bereich erfolgten 100 Vergaben an Offertstellende aus der Schweiz (63 Prozent), Liechtenstein (32 Prozent), Dänemark (drei Prozent), Deutschland (ein Prozent), Österreich (0.9 Prozent), Irland (0.5 Prozent), Island (0.3 Prozent) und den USA (0.1 Prozent). (ikr)
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