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«Brottütenaktion»

Landesweite Aktion gegen Gewalt an Frauen

Regierungsrat Emanuel Schädler eröffnete die landesweite Aktion zu den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen in der Bäckerei Konditorei Amann in Vaduz.
Brottütenaktion, Vaduz
Brottütenaktion «Häusliche Gewalt kommt nicht in die Tüte» mit Regierungsrat Emanuel Schädler, Bäckerei Amann, Vaduz. (Bild: Tatjana Schnalzger)
Brottütenaktion, Vaduz
Brottütenaktion «Häusliche Gewalt kommt nicht in die Tüte» mit Regierungsrat Emanuel Schädler, Bäckerei Amann, Vaduz. (Bild: Tatjana Schnalzger)

«Häusliche Gewalt kommt nicht in die Tüte»: Dieser Slogan ziert die über 25 000 Papiertüten, die während der 16 Aktionstage als Verpackungen von frisch gekauften Backwaren in heimischen Bäckereien und im Detailhandel dienen. Mit dem Einkauf alltäglicher Produkte gelangen sie direkt dorthin, wo Gewalt oft unbemerkt stattfindet: im eigenen Zuhause und privaten Umfeld.

Seit 2011 beteiligt sich Liechtenstein mit der «Brottütenaktion» an der internationalen Aktion. Sie beginnt jährlich am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, und dauert 16 Tage bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. In dieser Zeit machen viele Veranstaltungen auf das Thema aufmerksam.

Die Tüten vermitteln eine klare Botschaft gegen häusliche Gewalt und gegen Gewalt an Frauen. Denn Frauen und Mädchen sind überproportional von häuslicher Gewalt betroffen. Auf den Tüten sind zudem Hilfsangebote der nationalen Anlauf- und Beratungsstellen aufgeführt.

Geschlechtsspezifische Gewalt und Behinderung

Ein Thema, das bislang wenig Beachtung findet, ist geschlechtsspezifische Gewalt und Behinderung. Frauen und queere Menschen mit Behinderungen sind gemäss internationalen Studien einem erhöhten Risiko für Gewalt ausgesetzt, vor allem, wenn sie auf Unterstützung angewiesen sind, in Abhängigkeitsverhältnissen leben oder unsichtbare Behinderungen haben. Die Aktionstage in der Schweiz und in Liechtenstein stellen Menschen mit Behinderungen 2025 als besonders verletzliche Gruppe in den Fokus.

Die Kampagne ist ein Projekt der Abteilung Chancengleichheit des Amts für Soziale Dienste. Sie wird durch den Verein Sicheres Liechtenstein und Amnesty International Liechtenstein mitgetragen sowie von den Anlauf- und Beratungsstellen in Liechtenstein unterstützt. (ikr) 

 
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