Damit alle sicher ankommen
Wenn Daniel Rinner-Negele morgens zur Arbeit kommt, weiss er nie ganz genau, was der Tag bringen wird. Erst schaut er im Büro, welche Aufgaben anstehen, danach geht es meistens hinaus in die Gemeinde – mit dem Polizeiauto oder auch mal mit dem Polizeivelo.
Seit Februar 2025 ist er Gemeindepolizist in Balzers. Als Papa von zwei kleinen Buben, die bald selbst in den Kindergarten kommen, spielen Kinder auch in seinem Familienalltag eine grosse Rolle. Beruflich kontrolliert er den Verkehr, sorgt bei Veranstaltungen für Sicherheit und ist zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht. Besonders wichtig ist ihm der Schulweg. Morgens und mittags trifft er dort viele Kinder und achtet darauf, dass sie sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen.
«Kannst du mal die Sirene einschalten?»
Die Uniform bleibt bei den Kindern natürlich nicht unbemerkt. Viele winken ihm zu, wollen wissen, was er den ganzen Tag macht, oder interessieren sich für sein Polizeiauto. Ein Bub hatte sogar einen besonderen Wunsch: Daniel Rinner-Negele solle ihn doch einmal mit Blaulicht und Sirene durch die Gemeinde fahren. Und über den Lautsprecher des Polizeiautos etwas auf den Schulhof rufen, das wäre ebenfalls ziemlich cool. Solche Begegnungen mag der Gemeindepolizist. «Die Kinder stellen viele Fragen und sind ganz ehrlich.» Vor allem möchte er ihnen zeigen, dass sie keine Angst vor der Polizei haben müssen.
Die Polizei ist nicht nur zum Kontrollieren da, sondern vor allem dazu, den Menschen zu helfen.
Lieber einmal mehr schauen
Gerade auf dem Schulweg können Kinder selbst einiges für ihre Sicherheit tun. Daniel Rinner-Negele hat dafür einen einfachen Rat: «Lasst euch Zeit und schaut gut nach links und rechts. Lieber einmal mehr schauen als einmal zu wenig.»
Denn manchmal sind Kinder so sehr ins Gespräch vertieft, dass sie den Verkehr um sich herum vergessen. Deshalb gilt: aufmerksam bleiben, sich nicht ablenken lassen und einen Erwachsenen fragen, wenn man unsicher ist. «Sicherheit ist immer wichtiger als Eile.»
Dass er selbst einmal Erstklässler war, weiss Daniel Rinner-Negele noch ziemlich genau. An seinem ersten Schultag war er aufgeregt und gespannt – und freute sich besonders darauf, neue Freunde kennenzulernen. Und schon damals beeindruckten ihn Polizeiautos mit Blaulicht. Noch mehr bewunderte er aber die Menschen darin: weil sie da waren, um anderen zu helfen. Heute ist er selbst einer von ihnen. Am zufriedensten geht Daniel Rinner-Negele nach Hause, wenn er weiss, dass er jemandem helfen konnte. Denn für ihn sind es oft gar nicht die grossen Dinge, die zählen:
Auch die kleinen Dinge im Alltag können einen grossen Unterschied machen.
Den Erstklässlern wünscht er viele neue Freundschaften, Freude am Lernen und vor allem, dass sie jeden Tag sicher wieder nach Hause kommen.
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