Zug in Frankreich entgleist – über 40 Verletzte
Ein Teil eines Regionalzugs mit rund 180 Passagieren an Bord ist am Abend auf der Strecke zwischen Rouen und Caen im Nordwesten Frankreichs entgleist. Dabei wurden mindestens 44 Menschen verletzt, darunter eine 18-Jährige schwer, wie der Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf den Präfekten berichtete.

Laut dem Fernsehsender BFMTV wird vermutet, dass der Zug am Freitagabend gegen 19.30 Uhr mit einem bislang unbekannten Gegenstand kollidierte, woraufhin fünf Waggons aus den Schienen sprangen und einer davon umkippte.
Plötzlich flogen Koffer durch die Luft
Ein Passagier schilderte dem Sender die dramatischen Sekunden vor und nach dem Unfall: Erst habe es sich angefühlt wie eine Notbremsung, dann sei der Zug durchgerüttelt worden, weil er nicht mehr auf dem Gleis fuhr, sondern über Schotter rumpelte. «Unser Fenster ist geborsten, Qualm stieg auf und Koffer flogen umher», berichtete der Mann namens Vincent. «Dann haben wir den anderen Waggon an unserem Fenster vorbeirauschen sehen.» Nach dem Unfall waren die Passagiere nach seinen Worten zunächst auf sich allein gestellt und brachen eine Tür auf, da kein Zugpersonal zu sehen gewesen sei.
Die Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot zum Unfallort aus. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, hiess es in französischen Medienberichten. (dpa)
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