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Zehntausende Migranten haben Ceuta wieder verlassen – gab es Weiterreisen nach Europa?

Die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta hat einen grossen Ansturm von Migranten aus Marokko erlebt. Das spanische Innenministerium sprach von 49'000 Ankömmlingen innert 24 Stunden. Nun scheinen viele wieder zurückgekehrt zu sein.

37'500 Menschen, die irregulär in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gekommen sind, haben das Gebiet wieder Richtung Marokko verlassen. Das berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf das Innenministerium in Madrid. Die Angaben bilden den Stand von 15.30 Uhr ab.

Das würde bedeuten, dass drei Viertel der rund 50'000 Menschen, die nach Regierungsangaben in den vergangenen Tagen irregulär in die Exklave an der Meerenge von Gibraltar gelangt waren, nicht mehr dort sind.

Die Regionalregierung Ceutas hatte die Zahl der Ankömmlinge auf mehr als 60'000 geschätzt. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben nicht. Medienberichten zufolge hielten sich am Nachmittag weiterhin Tausende Migranten in der Exklave auf. Die meisten waren den offiziellen Angaben zufolge schwimmend angekommen.

Mindestens 57 Migranten sind ums Leben gekommen. Die meisten Menschen seien bei dem Versuch ertrunken, schwimmend von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf einen Sprecher des Innenministeriums in Madrid.

Keine Weiterbewegung nach Europa

Von der spanischen Exklave gibt es nach Angaben der EU-Kommission keine Weiterbewegungen in Richtung des europäischen Kontinents. Das sagte eine hochrangige Mitarbeiterin Journalisten.

Ceuta – eingeschlossen von Marokko und dem Mittelmeer – gehört zu Spanien und damit zur Europäischen Union, aber anders als das spanische Gebiet auf dem europäischen Festland nicht zum Schengen-Raum. Innerhalb des Schengen-Raums – also auf der anderen Seite der Strasse von Gibraltar – können Menschen grundsätzlich ohne Grenzkontrollen reisen.

In der Vergangenheit bat Ceutas Regionalregierung die Regierung in Madrid, unbegleitete Jugendliche angesichts überlasteter Aufnahmekapazitäten aufs europäische Festland zu holen. Aktuell ist nicht absehbar, dass spanische Behörden Menschen auf den Kontinent bringen. (dpa)

 
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