Wegen Wohnungsnot: Spanische Gewerkschaften kündigen Generalstreik an
Die grossen spanischen Gewerkschaftsbünde haben wegen der Wohnungskrise einen Generalstreik noch vor der für den 29. November angesetzten Neuwahl des Parlaments angekündigt. «Für ordentlichen Lohn, für ein Dach über dem Kopf und dafür, dass die Preise aufhören, uns zu erdrücken», schrieb die CCOO auf der Plattform X. «Wir wissen, dass Kampf und Organisation der einzige Weg sind. Deshalb... auf zum Generalstreik!», fügte der grösste Gewerkschaftsbund hinzu.
Die UGT betonte, die Gewerkschaften würden das Problem der hohen Lebenshaltungskosten mit der Massenbewegung für bezahlbaren Wohnraum verbinden. «Die Löhne reichen nicht, um das Wohnen zu bezahlen und die Inflation auszugleichen», kritisierte die UGT. Ein genaues Datum des eintägigen Generalstreiks werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt, teilten beide Verbände mit.
Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez hatte zuvor Neuwahlen ausgerufen, nachdem Dekrete seiner Regierung für mehr Mieterschutz im Parlament keine Mehrheit bekommen hatten. Seit vor knapp zwei Wochen die 87-jährige Mariacarmen Abascal von der Polizei zwangsweise aus ihrer Wohnung in Madrid geholt wurde, in der sie seit 70 Jahren lebte, demonstrieren Zehntausende immer wieder landesweit gegen hohe Mieten, fehlende Wohnungen und unzureichenden Schutz vor Zwangsräumungen. Der Mieterbund hatte dabei auch immer wieder einen Generalstreik gefordert. (dpa)
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