Arbeitsstunde kostet im Schnitt 60 Franken
Am anderen Ende der Skala finden sich die Beschäftigten bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern. Für sie wurden pro Stunde 92,10 Franken fällig, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.
Auf die Finanzindustrie folgen Information und Kommunikation mit 77,95 Franken pro Stunde sowie die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit 76,50 Franken. Neben dem Gastgewerbe lagen im tertiären Sektor auch die Arbeitskosten in Kunst, Unterhaltung und Erholung (53,01 Franken) und bei den übrigen wissenschaftlichen Dienstleistungen (44,99) tief.
Die Unterschiede im tertiären Sektor waren damit weit markanter als in der Produktion. Der Durchschnittswert im Dienstleistungssektor lag bei 61,36 Franken pro Stunde.
In Industrie und Gewerbe dagegen fielen mit 51,71 Franken pro Stunde die tiefsten Arbeitskosten im Bausektor an. 72,36 Franken und damit am meisten kostete die Arbeitsstunde bei den Energieversorgern. Der Mittelwert lag bei 56,67 Franken.
Tiefere Löhne in kleineren Betrieben
Die Arbeitskosten der Arbeitgeber unterscheiden sich nicht nur nach Branchen und Sektoren, sondern auch nach Betriebsgrösse. Den BFS-Angaben zufolge liegen die Kosten in kleineren Betrieben tiefer. In Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten lagen sie 2016 mit 64,50 Franken pro Stunde gut ein Viertel höher als in Firmen mit weniger als zehn Angestellten (50,35 Franken).
Grund sind die fast 23 Prozent tieferen Löhne in kleineren Unternehmen. Das ist aber nicht in allen Branchen und Wirtschaftszweigen so: Im Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie in der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen fielen die Arbeitskosten bei den kleinen Unternehmen höher aus.
Mit ihren durchschnittlichen 60,05 Franken ist die Schweiz bei den Arbeitskosten im Europavergleich ein teures Pflaster. Im EU-Durchschnitt kostete eine Stunde 2016 nach Tagesumrechnungskurs vom Freitag 29,27 Franken. Am teuersten war Dänemark mit 49,42, am billigsten Bulgarien mit 5 Franken. In Deutschland kostete die Arbeitsstunde 38 Franken.
Arbeitskosten sind alle vom Arbeitgeber getragenen Aufwendungen. In der Schweiz setzen sie sich zu 79,9 Prozent aus den Bruttolöhnen zusammen. 16,9 Prozent bilden die Sozialabgaben der Arbeitgeber. Die Kosten für Berufsbildung und Personalrekrutierung schlagen sich mit 3,2 Prozent nieder. (sda/awp)
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