Mindestens zwölf Tote bei Waldbrand im Süden Spaniens
Bei einem grossen Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht auf der Plattform X mit. Allerdings kenne man die genaue Zahl der Toten nicht - es sei ein Feuer bislang nie dagewesenen Ausmasses, sagte der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Los Gallardos, Francisco Miguel Reyes, im Staatsfernsehen RTVE.

Einige der Opfer seien in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Etwa zehn Menschen wurden RTVE zufolge verletzt und einige von ihnen in Krankenhäuser gebracht. Der Brand erreichte auch Strassen: So musste laut RTVE ein Abschnitt der Autobahn 7 gesperrt werden.
«Andalusien trauert»
Auf Fernsehbildern war zu erahnen, wie gewaltig das Feuer in der Provinz Almería sein muss: Über der waldreichen Gegend zeichneten sich die orangefarbenen Flammen in grosser Breite ab. Der Brand war am Nachmittag in der im Küstenhinterland nordöstlich von Almería gelegenen Gemeinde ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte.
Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer «beispiellose Tragödie» - es sei der Waldbrand «mit den bislang schwersten Folgen» in Andalusien. «Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen.» Auch Bürgermeister Reyes sprach von einer «grossen Traurigkeit».
Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf der Plattform X seine «grosse Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes» zum Ausdruck.
Auch Campingplatz geräumt
Mehr als 1000 Menschen mehrerer Ortschaften wurden evakuiert und in Notzelte in benachbarten Orten wie Mojácar gebracht. Auch ein Campingplatz, der bislang von den Flammen verschont blieb, wurde vorsorglich geräumt. 400 teils ältere Menschen seien mit Hilfe des Rettungsdienstes an sichere Orte gebracht worden.
Etwa 150 Feuerwehrleute in der Nacht im Einsatz
Nach Informationen von RTVE haben etwa 150 Feuerwehrleute die ganze Nacht über gegen die Flammen gekämpft. Der Winde habe mittlerweile nachgelassen, was die Löscharbeiten nun begünstigten müsste, hiess es in den Nachrichten am Freitagmorgen.
In Spanien wütet derzeit eine ganze Reihe von Waldbränden. Seit Jahresbeginn haben dort grossflächige Feuer bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen. (dpa)
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