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Strandbesucher schiessen Fotos auf totem Wal Timmy

Auf der dänischen Insel Anholt posierten Besucher auf dem Kadaver des Buckelwals Timmy – trotz Warnungen der Behörden. Fachleute warnen weiter vor Explosionsgefahr durch Verwesungsgase.

Vor der dänischen Insel Anholt haben mehrere Strandbesucher auf dem Kadaver des Buckelwals Timmy posiert und Selfies gemacht. Bilder der Nachrichtenagentur «News5» zeigen, wie Personen auf das tote Tier klettern, obwohl die Behörden zuvor ausdrücklich davor gewarnt hatten, sich dem Walkadaver zu nähern.

Der tote Wal liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt. Fachleute warnen weiterhin davor, dass der Kadaver aufgrund der bei der Verwesung entstehenden Gase explodieren könnte. Unter der dicken Haut des Meeressäugers können diese nicht entweichen.

Kurz nach der Aktion wurden die Personen offenbar vom Strandbereich verscheucht. In sozialen Netzwerken wird das Verhalten vielerorts als «pietätlos» kritisiert.

Erst am Samstag war bekannt geworden, dass es sich bei dem Wal um Timmy handelt. Der Buckelwal war in den vergangenen Monaten mehrfach in der Ostsee gestrandet und wurde zuletzt im Rahmen einer aufwendigen privaten Rettungsaktion zurück in die Nordsee gebracht. Wie lange das Tier danach noch lebte, ist unklar.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus verteidigte die Rettungsaktion trotz des traurigen Ausgangs. «Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht», sagte er. Nun werde gemeinsam mit den dänischen Behörden entschieden, wie mit dem Walkadaver weiter verfahren wird. (lyn/watson)

 
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