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Von vermisstem U-Boot fehlt weiter jede Spur

Zehn Tage nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots "ARA San Juan" gibt es bei der Suche nach dem Boot und seinen 44 Besatzungsmitgliedern weiter keine konkrete Spur. Es gebe immer noch "keine Indizien trotz all unserer Bemühungen", sagte ein Marine-Sprecher.
Angehörige der argentinischen U-Boot-Besatzung warten auf der Marine-Basis in Mar de Plata verzweifelt auf Neuigkeiten zum Verbleib ihrer Bekannten.
Angehörige der argentinischen U-Boot-Besatzung warten auf der Marine-Basis in Mar de Plata verzweifelt auf Neuigkeiten zum Verbleib ihrer Bekannten. (Bild: KEYSTONE/AP/ESTEBAN FELIX)

"Wir befinden uns in einem Stadium zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit", erklärte Sprecher Enrique Balbi am Samstag in Mar del Plata.

Zur Klärung des Schicksals der U-Boot-Besatzung würden klare Beweise benötigt, sagte Balbi. "Wir konzentrieren uns darauf, das U-Boot zu finden." Die Suche, an der auch Schiffe und Flugzeuge aus einer Reihe anderer Länder beteiligt sind, gehe rund um die Uhr weiter.

Mittlerweile traf auch ein russisches Transportflugzeug mit einem Unterwasserroboter ein, der das Meer in tausend Meter Tiefe absuchen kann. Die Wetterbedingungen für die Suchaktion im Südatlantik waren am Samstag günstig, für Sonntag wurde aber mit einer Verschlechterung gerechnet.

Der Kontakt zu der "ARA San Juan" war am Mittwoch vergangener Woche abgebrochen. Zuvor hatte die Besatzung des U-Boots Probleme mit seinen Batterien gemeldet.

Diesen Donnerstag teilte die Marine mit, dass sich wenige Stunden nach Abbruch des Funkkontakts am 15. November im Südatlantik eine Explosion ereignet habe. Es gibt demnach keine Hoffnung mehr, die Besatzungsmitglieder lebend zu finden. Offiziell für tot erklärt hat die argentinische Marine sie allerdings noch nicht.

Am Samstag versammelten sich die Angehörigen der Vermissten in der Nähe des Marinestützpunktes Mar del Plata zu einem Gottesdienst. Die meisten Angehörigen glaubten nicht mehr an eine Rettung der Besatzung, manche gaben aber die Hoffnung nicht auf, dass zumindest einzelne Seeleute gerettet werden könnten. (sda/afp)

 
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