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Kaum losgeschwommen, sitzt Wal «Timmy» wieder fest

Der Wal scheint wieder festzusitzen. Der Weg aus dem Kirchsee ist teilweise sehr flach.
Timmy sitz wieder fest. (Bild: Keystone)
Kann der Wal doch noch gerettet werden? (Bild: Keystone)

Rund zwei Stunden, nachdem der Buckelwal vor der deutschen Ostseeinsel Poel bei steigenden Wasserständen losgeschwommen ist, stoppte er offenbar wieder. Auf Livestreams ist zu sehen, wie das Tier in der Nähe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote, die ihn zuvor Richtung offene Ostsee getrieben hatten, hielten zumeist Abstand.

Der Meeressäuger war am Morgen losgeschwommen. Er wechselte mehrfach die Richtung - mit Kirchdorf am Ende der Bucht auf der einen und dem Weg in die Ostsee auf der anderen Seite. Letztlich schwamm er geleitet von den Booten anhaltend in die richtige Richtung - bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht.

Timmy sitz wieder fest. (Bild: Keystone)

Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen ist auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschliessenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.

Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.

Kann der Wal doch noch gerettet werden? (Bild: Keystone)

Seit Anfang März war der Wal den Angaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Das Tier hatte sich demnach wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. Mehrfach lag der Wal fest. (dpa)

 
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