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Sollte Kim Jong Un getötet werden, zündet Nordkorea die Atombombe

Die Verfassung Nordkoreas wurde angepasst. Sollte Machthaber Kim Jong Un durch ausländische Streitkräfte getötet oder handlungsunfähig gemacht werden, muss demnach unverzüglich ein Atomschlag folgen. Hintergrund ist der israelisch-amerikanische Angriff auf Irans Führer Ali Chamenei.
Kim Jong Un hat sich gegen einen Angriff ausländischer Streitkräfte abgesichert. (Bild: Keystone)

Die Verfassungsänderung wurde am Donnerstag vom südkoreanischen Geheimdienst bekannt gegeben, wie der britische Telegraph berichtete. Demnach sollen «automatisch und unverzüglich» Atomwaffen zum Einsatz kommen, wenn der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei einem ausländischen Angriff getötet oder handlungsunfähig gemacht wird.

Die Verfassungsänderung soll bereits im März diskutiert worden sein. Dies, nachdem die Welt zuschaute, wie israelische und amerikanische Streitkräfte auf einen Schlag mehrere hochrangige iranische Regimemitglieder auslöschten. Unter ihnen war auch der geistige Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei.

Machthaber in Angst

«Das war ein Weckruf», sagt Andrei Lankow, Professor für internationale Beziehungen an der Kookmin-Universität in Seoul. Er glaubt, dass die Angriffe die nordkoreanische Führung entsetzt hätten. Es wird vermutet, dass Kim Jong Un einen militärischen Angriff durch die USA befürchtet, nachdem diese zuerst den venezolanischen Machthaber Nicolas Maduro festgenommen haben und sich wenig später am Angriff in Teheran beteiligt haben.

Ali Chamenei und weitere hochrangige Regimemitglieder wurden am 28. Februar bei einem gezielten Anschlag in Irans Hauptstadt Teheran getötet. Die Männer waren zuvor jahrelang beobachtet worden. Nach Ali Chameneis Tod übernahm dessen Sohn Modschtaba Chamenei die Führung, bis heute hat er sich jedoch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Es besteht der Verdacht, dass er beim Anschlag ebenfalls schwer verletzt wurde und seither im Koma liegt.

Um diesem Schicksal entgehen zu können, hat sich Kim Jong Un nun weiter abgesichert. Es ist nicht die einzige Verfassungsänderung in Nordkorea. Vor Kurzem wurde bekannt, dass zudem die Pläne für eine Wiedervereinigung mit Südkorea endgültig begraben wurden. (vro, watson.ch)

 
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