Mindestens 20 Tote nach schwerem Erdbeben in Indonesien
Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 vor der indonesischen Insel Flores sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen seien noch unter Trümmern verschüttet, sechs weitere wurden teils schwer verletzt, sagte Fatur Rahman, der Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Maumere, dem Sender TvOne. Zahlreiche Wohnhäuser und andere Gebäude wurden beschädigt.

Das Beben ereignete sich der US-Erdbebenwarte (USGS) zufolge am Vormittag (Ortszeit) in einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Das Epizentrum lag vor der Küste, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9.
Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im nahen Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane - Echsen, die gut zwei Meter lang werden können.
Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen. Die bei Touristen besonders beliebte indonesische Insel Bali wiederum liegt eine gute Flugstunde weiter westlich von Labuan Bajo. Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmässig zu Beben und Vulkanausbrüchen. (dpa)
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