US-Militär weitet Erdbebeneinsatz in Venezuela aus ++ 2300 Tote
21:14 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
US-Militär weitet Erdbebeneinsatz in Venezuela aus
Die USA haben nach den Erdbeben in Venezuela ihre Unterstützung für das südamerikanische Land ausgeweitet. Derzeit seien 900 Militärangehörige vor Ort im Einsatz, um Hilfs- und Rettungseinsätze zu unterstützen, sagte Steven McLoud, ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Südkommandos, der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch.
Das Militär habe das Rollfeld auf dem schwer beschädigten internationalen Flughafen unweit der Hauptstadt Caracas repariert, damit Hilfslieferungen besser ans Ziel gelangen könnten, sagte McLoud. Vor der Küste seien zudem Schiffe im Einsatz, um aus den Katastrophengebieten ausgeflogene Überlebende aufzunehmen. Das US-Aussenministerium habe 100 zusätzliche Mitarbeiter zur Unterstützung entsandt. (dpa)
20:59 Uhr
Mittwoch, 1. Juli
Zahl der Toten steigt auf 2295
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 2295 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit. Nach Behördenangaben wurden zudem 11'267 Menschen verletzt. Rund 26'400 Menschen seien direkt von der Katastrophe betroffen, darunter Verletzte, psychisch Belastete sowie Menschen, deren Wohnungen zerstört oder schwer beschädigt wurden.
Die Rettungsarbeiten gehen indes weiter. Nach Angaben von Rodríguez wurden bislang 6461 Menschen lebend aus den Trümmern gerettet. Mehr als 26'000 Einsatzkräfte sowie über 17'000 Freiwillige seien derzeit in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Die Suche nach Überlebenden werde fortgesetzt, auch wenn die Chancen nach einer Woche zunehmend sinken. (dpa)
20:55 Uhr
Dienstag. 30. Juni
Erdbebentote in Venezuela mehr als 1900 – 10'000 vermisst
Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 1943 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mit. Verletzt wurden demnach mehr als 10'500 Menschen. In der schwer betroffenen Region La Guaira fehlt von rund 10'000 Menschen noch jede Spur. (dpa)
11:06 Uhr
Dienstag. 30. Juni
Mehr als 100 aus den USA abgeschobene Venezolaner nach Erdbeben vermisst
Nur Stunden nach ihrer Abschiebung aus den USA werden 146 Venezolaner in einem Hotel in La Guaira von schweren Erdbeben überrascht. Mehr als 100 von ihnen gelten als vermisst.
Laut ICE Flight Monitor landete der Abschiebeflug aus Miami kurz vor den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 in Caracas. Die Abgeschobenen, darunter 19 Frauen und 7 Kinder, wurden in ein Hotel in La Guaira gebracht, einer besonders stark betroffenen Region.
Die 58-jährige Lisbeth Portillo berichtete, sie habe sich mit rund 20 weiteren Personen aus den Trümmern retten können. Nach den Beben seien sie mehrere Kilometer zu Fuss geflohen und hätten erst bei der Nationalgarde Angehörige kontaktieren können. Die 24-jährige Jenny Rodriguez schilderte, sie sei unter Trümmern eingeklemmt gewesen und von einem Mitreisenden gerettet worden.
Eine Frau sucht weiterhin ihren abgeschobenen Lebensgefährten und kritisiert fehlende Informationen über seinen Verbleib. Die US-Einwanderungsbehörde ICE äusserte sich zunächst nicht. (dpa)
10:29 Uhr
Dienstag. 30. Juni
1719 Tote: Retter finden in Venezuela weiterhin Überlebende
Auch knapp eine Woche nach den schweren Erdbeben in Venezuela werden noch Überlebende aus den Trümmern gerettet. Salvadorianische Einsatzkräfte befreiten einen 44-Jährigen aus einem eingestürzten Einkaufszentrum in Maiquetía. Er wurde während der Rettung über einen Schlauch mit Wasser versorgt.
Die Feuerwehr aus Quito rettete zudem einen 12-jährigen Jungen. Sie betonte, dass jedes Lebenszeichen Ansporn sei, die Suche fortzusetzen.
Auch der Hund «Giselle» wurde nach einem fünfstündigen Einsatz in Caraballeda lebend geborgen. Die Berichte über die Rettungen konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.
Nach Angaben der venezolanischen Regierung kamen bei den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 bisher 1719 Menschen ums Leben. Rettungskräfte aus Venezuela und anderen Ländern suchen weiter nach Verschütteten. Die US-Erdbebenwarte USGS hält laut einer Modellrechnung eine Zahl von Zehntausenden Todesopfern für möglich. (dpa)
14:24 Uhr
Montag, 29. Juni
50 Tonnen Hilfsmittel für Venezuela aus der EU
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela will die EU über eine humanitäre Luftbrücke insgesamt 50 Tonnen an Hilfsgütern schicken. Von Kopenhagen aus soll Anfang der Woche unter anderem Material für Notunterkünfte, Wasser- und Sanitäranlagen und Lehrmittel in die betroffenen Gebiete geflogen werden, wie die EU-Kommission mitteilte.
Auch finanzielle Unterstützung kündigte die EU an: Fünf Millionen Euro für humanitäre Hilfe in den Kommunen, die am stärksten betroffen sind. Die Hilfe solle vor allem für medizinische Versorgung und Unterbringung verwendet werden.
Laut Kommission haben sich insgesamt bisher 14 EU-Länder mit Rettungskräften, medizinischem Personal, Telekommunikationsmitteln oder technischer Expertise beteiligt. Unter anderem sind Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Deutschland vor Ort.
Ausserdem stellt die EU Geodaten des Copernicus Satellitensystems zur Verfügung, die Rettungskräfte in Form von Karten für ihre Einsätze nutzen könnten. (dpa)
06:22 Uhr
Montag, 29. Juni
Vater und Sohn nach vier Tagen aus Erdbeben-Trümmern gerettet
Vier Tage nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Vater und seinen Sohn lebend aus den Trümmern geborgen. Die spektakuläre Rettung in der schwer betroffenen Küstenstadt La Guaira sorgte inmitten der Katastrophe für einen seltenen Hoffnungsschimmer.
Rettungskräfte aus Venezuela, den USA und Frankreich entdeckten zunächst den Vater unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes. Der Mann wurde vorsichtig geborgen, medizinisch erstversorgt und in einen Krankenwagen gebracht. Kurz darauf gelang auch die Rettung seines Sohnes. Die Einsatzkräfte reagierten mit Applaus auf den Erfolg.
Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten das südamerikanische Land am Mittwoch erschüttert. Nach Behördenangaben kamen bislang mindestens 1450 Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt, viele weitere werden noch vermisst. In den vergangenen Tagen waren die Chancen, Überlebende zu finden, mit jeder Stunde gesunken.
Dennoch gab es vereinzelt weitere erfolgreiche Rettungen. Eine Frau wurde nach rund 70 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen. Zudem versorgten Feuerwehrleute einen Hund, der zwischen Betonplatten eingeschlossen war. Solche Momente geben den Helfern und Angehörigen trotz der schweren Zerstörungen weiterhin Hoffnung. (dpa)
20:16 Uhr
Sonntag, 28. Juni
Offizielle Zahl der Toten steigt auf 1450
Die offizielle Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist trotz intensiver Bergungsarbeiten laut Regierung nur leicht gestiegen. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, werden bislang offiziell 1450 Tote gezählt - nur 20 mehr als am Vortag. Rund 3200 Verletzte werden nach seinen Angaben in Krankenhäusern behandelt. (dpa)
19:44 Uhr
Samstag, 27. Juni
Venezuela: Bereits mehr als 1400 Tote nach Erdbeben
Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 1430 gestiegen. Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.
Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben. Mehr als 70'000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden mit Hilfe unterstützt worden.
Am dritten Tag nach den verheerenden Erdbeben ist der Verbleib von Zehntausenden Menschen in Venezuela weiterhin unklar. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, hatten die Beben erhebliche Zerstörung verursacht. Teils wurden ganze Strassenzüge von Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht. (dpa)
05:00 Uhr
Samstag, 27. Juni
Schweizer Rettungsteam startet Einsatz in Venezuela
Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben beginnt ein Spezialistenteam des Bundes seine Arbeit im Katastrophengebiet. Für Tausende Menschen zählt jede Stunde.
19:39 Uhr
Freitag, 26. JUni
Neue Zahlen: Mehr als 900 Tote nach Erdbeben
Nach den Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Opfer, während die Angehörigen von Vermissten fieberhaft nach ihnen unter den Trümmern und übers Internet suchen. Am zweiten Tag nach der Erdbebenkatastrophe liegt die offizielle Zahl der Toten bei 920. Zudem seien 3300 Menschen verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.
Seinen Angaben nach sind mehr als 380 Gebäude komplett eingestürzt oder beschädigt worden. Mehrere Hundert Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden. 172 Menschen würden noch unter Trümmern vermutet, sagte Rodríguez. Wegen des Ausmasses der Erdbeben gehen Experten von einer höheren Zahl aus.
Inoffizielle Vermisstenzahlen sind deutlich höher – wobei sich diese nicht verifizieren lassen. Auf einem für die Suche nach Vermissten eingerichteten Internetportal gingen Zehntausende Meldungen ein – aktuell gelten demnach rund 50'000 Menschen als vermisst. Auf der inoffiziellen Seite können Angehörige und Bekannte Fotos der vermissten Personen mit Informationen hochladen. (dpa)
19:14 Uhr
Freitag, 26. JUni
Plattform registriert Zehntausende Vermisstenmeldungen
Auf einer für die Suche von Vermissten eingerichteten Internetseite sind nach den tödlichen Erdbeben in Venezuela Zehntausende Meldungen eingegangen. Die Zahl der derzeit als vermisst gemeldeten beläuft sich auf mehr als 50'000 Menschen, die Daten lassen sich jedoch nicht verifizieren. Auf der inoffiziellen Plattform können Angehörige und Bekannte Fotos der vermissten Personen mit Informationen hochladen.
Seit den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend (Ortszeit) wurden demnach rund 61'000 Menschen anfänglich als vermisst gemeldet. Mehr als 9200 davon wurden inzwischen gefunden, etwa in Krankenhäusern. Da die Seite von den Betroffenen selbst aktualisiert wird, ist unklar, ob die Zahl der bereits kontaktierten Menschen und der Vermissten auf dem neuesten Stand ist.
Die Zahl der Toten ist laut Angaben der Regierung in Caracas auf 589 gestiegen. Zudem seien 2980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez im Fernsehsender VTV. Noch immer werden jedoch sehr viele Menschen unter Trümmern vermutet. Allein im Bundesstaat La Guaira sind laut Behörden mehr als 70'000 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. (dpa)
15:16 Uhr
Freitag, 26. JUni
Regierung: Zahl der Toten in Venezuela steigt auf 589
Die Zahl der Toten nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist laut Angaben der Regierung in Caracas auf 589 gestiegen. Zudem seien 2980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez. (dpa)
10:32 Uhr
Freitag, 26. JUni
Internationale Hilfe erreicht Venezuela
Erste internationale Rettungsteams haben nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela die Arbeit aufgenommen. Das venezolanische Staatsfernsehen zeigte am Freitag die Ankunft von Helfern und Hilfsgütern aus Chile auf einem Militärstützpunkt im Bundesstaat Aragua. Das Schweizer Aussenministerium teilte mit, ein Team aus 80 Spezialisten und acht Suchhunden solle im Laufe des Tages in dem südamerikanischen Land eintreffen. Die Türkei kündigte zwei Flüge aus Istanbul mit militärischem, medizinischem und Rettungspersonal sowie zwei Suchhunden an. Auch die Regierungen von Katar, Brasilien, Spanien, Portugal und Kanada sagten Unterstützung zu. Rettungsteams aus El Salvador und der Dominikanischen Republik trafen bereits am Donnerstag in Venezuela ein. (dpa)
09:53 Uhr
Freitag, 26. Juni
Musks Starlink versorgt Katastrophengebiet in Venezuela mit Internet
Tech-Unternehmer Elon Musk unterstützt das Erdbebengebiet in Venezuela mit seinem Satelliteninternet-Dienst Starlink. Bestehenden wie neuen Kunden werde das Kommunikationsnetz in der betroffenen Region bis zum 25. Juli kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte Starlink am Donnerstag (Ortszeit) auf X mit. Gleichzeitig arbeite die Firma daran, Starlink-Terminals zügig bereitzustellen und die Verbindung in den am stärksten betroffenen Gebieten wiederherzustellen. Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich auf X für die Unterstützung. (dpa)
08:29 Uhr
Freitag, 26. Juni
Venezolaner in den USA sammeln Hilfe für Erdbebenopfer
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela haben Exil-Venezolaner in den USA Hilfsaktionen für ihr Heimatland gestartet. In Doral im Bundesstaat Florida, einer Stadt nahe Miami mit einer besonders grossen venezolanischen Gemeinde, tauschten sich Menschen in WhatsApp-Gruppen über Geldspenden, Medikamente, Wasser und andere dringend benötigte Güter aus. «Schon heute Morgen habe ich in die Gruppe in Doral geschaut, und alle bringen sich ein - Geld, Medikamente, Wasser. Zuerst das, was dringend gebraucht wird», sagte Oscar Torres, der 1995 aus Venezuela in die USA zog.
Auch im Grossraum Houston im Bundesstaat Texas, wo ebenfalls viele Venezolaner leben, verbreiteten Einwohner über Facebook-Gruppen und andere soziale Medien Hinweise auf Sammelstellen für Hilfsgüter. (dpa)
07:47 Uhr
Freitag, 26. Juni
Minister: Mehr als 70'000 Familien in La Guaira betroffen
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela sind allein im Bundesstaat La Guaira mehr als 70'000 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. Das teilte Innenminister Diosdado Cabello am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch in dem besonders schwer getroffenen Bundesstaat an der Karibikküste mit. «Wir lassen euch nicht allein», sagte Cabello und kündigte umfassende Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unterstützung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser an. (dpa)
06:12 Uhr
Freitag, 25. Juni
Schweizer Rettungskräfte fliegen ins Erdbebengebiet in Venezuela
Nach den beiden schweren Erdbeben sendet die Schweiz am Freitag um 2 Uhr 80 Rettungskräfte zur Katastrophenhilfe nach Venezuela. Mit an Bord des Flugzeuges haben sie 18 Tonnen Rettungsmaterial.
Am Freitag etwa 10 Uhr Ortszeit sollen sie in Caracas landen. Auch rund 42 Stunden nach den Erdbeben könnten Menschen noch lebend aus den Trümmern geborgen werden, sagte Einsatzleiter Sebastian Eugster am Medienanlass im Rega-Hangar. Die hohen Temperaturen vor Ort seien jedoch eine besondere Herausforderung. «In den Trümmern staut sich die Hitze, so dass Überlebende nicht sehr lange ohne Wasser aushalten», erklärte er. (watson.ch)
06:06 Uhr
Freitag, 25. Juni
Internationale Hilfe unterwegs
Regierungen aus Mexiko, Katar, Brasilien, Spanien, Portugal und Kanada sagten Hilfe zu. Dazu gehörten Rettungskräfte, Spürhunde, medizinische Ausrüstung, Wasseraufbereiter, Flugzeuge und Drohnen. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte, die USA würden sofort Such- und Rettungsteams sowie medizinische Unterstützung entsenden, räumte jedoch ein, dass die Schliessung des wichtigsten Flughafens die Logistik erschwere. Obwohl Venezuela in einer seismisch aktiven Region liegt, sind starke Erdbeben dort aufgrund der Lage zwischen der südamerikanischen und der karibischen Platte vergleichsweise selten. (dpa)
06:03 Uhr
Freitag, 26. Juni
Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden
Nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte in eingestürzten Gebäuden am Donnerstag (Ortszeit) weiter nach Überlebenden gesucht. Einsatzteams eilten in den Norden des Landes. Die Behörden leiteten Einsatzkräfte aus anderen Landesteilen in die besonders stark betroffene Küstenregion La Guaira um. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez rief Unternehmen auf, schwere Maschinen für die Rettungsarbeiten bereitzustellen. «Wir hoffen, so viele Menschen wie möglich lebend zu retten», sagte sie und erklärte die Region zum Katastrophengebiet.
Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 haben mindestens 235 Menschen das Leben gekostet. Mindestens 4500 Menschen wurden verletzt, wie Gesundheitsminister Carlos Alvarado am Donnerstag (Ortszeit) in den Staatsmedien mitteilte. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten und Verletzten weiter steigt, da Tausende Menschen als vermisst gelten.
Als Reaktion auf die Katastrophe hat das US-Finanzministerium am Donnerstag einige Sanktionen bis zum 23. Oktober vorübergehend ausgesetzt, um Transaktionen im Zusammenhang mit der Erdbebenhilfe in Venezuela zu ermöglichen, die sonst verboten wären.
Währenddessen strömten in Städten im Norden Venezuelas verängstigte Menschen auf die Strassen und suchten in den Trümmern nach Vermissten. Das venezolanische Staatsfernsehen zeigte dramatische Rettungsbilder, darunter eine Frau, die unter einer Betonplatte eingeklemmt war - nur ein nackter Fuss war sichtbar, bevor Einsatzkräfte sie lebend befreien konnten.
Eine Mutter brach weinend zusammen, als die Leichen ihrer drei- und zehnjährigen Kinder in Decken gewickelt fortgetragen wurden. Andere riefen verzweifelt die Namen ihrer Angehörigen. (dpa)
19:59 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Parlamentspräsident: Mindestens 188 Tote beim Erdbeben
Die Zahl der Todesopfer der beiden Erdbeben in Venezuela ist nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung auf mindestens 188 gestiegen. Mehr als 200 seien unter Trümmern eingeschlossen, sagte Jorge Rodríguez am Donnerstag. Die beiden Erdstösse der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten am Mittwochabend das Land, liessen Häuser einstürzen und beschädigten Strassen und Brücken.
Die Erdbeben gehörten zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert erlebte, und waren in der gesamten Region zu spüren. Besonders schwer getroffen wurde der Bundesstaat La Guaira. Bis ins brasilianische Amazonasgebiet rund 1700 Kilometer südlich der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurden Häuser geräumt. (dpa)
15:41 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Glückskette startet Spendenaktion
Die Glückskette ruft auf ihrer Website zu Solidarität mit den vom Erdbeben betroffenen Menschen in Venezuela auf. Es sei zu befürchten, dass die lokalen Strukturen rasch überlastet werden.
«Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Schweizer Partnerorganisationen, die sich darauf vorbereiten, rasch Hilfe vor Ort zu leisten», schreibt die Glückskette. Zunächst werde sie sich auf Nothilfe konzentrieren: provisorische Unterkünfte, Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinische Versorgung, Hygieneartikel sowie die Verteilung von Gütern des täglichen Bedarfs. Je nachdem kommen auch längerfristige Massnahmen zum tragen, um den Menschen zu helfen, eine Zukunftsperspektive zu finden.
«Die Katastrophe trifft Venezuela in einer Zeit der Instabilität und Prekarität und ist sehr besorgniserregend», sagt die Glückskette-Direktorin Miren Bengoa. «Wir befürchten, dass viele Menschen dringend Hilfe benötigen werden.» (lil)
12:37 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Präsidentin: Mindestens 164 Tote bei Erdbeben in Venezuela
Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez im Sender VTV mitteilte. (dpa)
11:33 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Bislang keine Schweizer Opfer – Bund entsendet 80 Rettungskräfte
Nach dem Mega-Beben in Venezuela steigen die Opferzahlen. Bislang liegen dem Aussendepartement EDA aber keine Informationen vor, dass auch Schweizerinnen und Schweizer betroffen wären. Die Abklärungen seien im Gang. Gemäss Register der Auslandschweizer sind rund 1000 Personen in Venezuela angemeldet. Auf Travel-Admin, der Reise-App des Bundes, haben sich allerdings nur fünf Schweizerinnen und Schweizer registriert.
Das Schweizer Botschaftspersonal sei wohlauf, teilt das Aussendepartement weiter mit. Die Botschaft bleibe am Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Den Schweizerinnen und Schweizern wird geraten, sich an die Anweisungen der venezolanischen Behörden zu halten. In dringenden Fällen könnten sie sich auch an die EDA-Helpline unter +41 800 24 7 365 und +41 58 465 33 33 wenden. Seit längerem rät das Aussendepartement von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela ab.
Bundespräsident Guy Parmelin hat Venezuela die Unterstützung der Schweiz angeboten. Nun sind die ersten Entscheide gefällt. Laut EDA werden die Rettungskette Schweiz mit 80 Mitgliedern und acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial mobilisiert. Konkret geht es darum, Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen und zu bergen.
Wie die Schweizer Rettungskräfte schnellstmöglich nach Venezuela gelangen, wird derzeit abgeklärt. Der venezolanische Luftraum ist für die meisten europäischen Fluggesellschaften geschlossen.
Grund für die Einschränkungen ist US-Präsident Donald Trump. Er hatte den Luftraum über Venezuela bereits Ende November für geschlossen erklärt. (jus)
11:26 Uhr
Donnerstag, 25. Juni
Deutschland schickt Bundeswehr nach Venezuela
Deutschland will bis zu sechs Bundeswehr-Flugzeuge ins Katastrophengebiet nach Venezuela schicken. Das hat Verteidigungsminister Boris Pistorius in Aussicht gestellt. Bundeswehrsoldaten bereiten sich auf den Einsatz vor, sagt er gegenüber «Bild». (dpa)
11:24 Uhr
Donnerstag, 24. Juni
Caritas Schweiz spricht 100'000 Franken für Nothilfe
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Lage unüberschaubar, lässt aber Schlimmstes erahnen. Caritas Schweiz spricht 100'000 Franken für die Nothilfe. Derzeit klärt sie mit den Partnern des internationalen Caritas-Netzwerks vor Ort ab, was am dringendsten benötigt wird. Besonders betroffen sind die Hauptstadt Caracas und die nördliche Küstenregion - Gebiete, in denen die Menschen bereits massiv unter der anhaltenden wirtschaftlichen Krise, Ernährungsknappheit und der Hyperinflation leiden. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt und die öffentliche Infrastruktur wurde zerstört. Das genaue Ausmass der Schäden sowie die Anzahl Todesopfer und Verletzte ist noch nicht zu beziffern.
«Die Katastrophe trifft auf eine schwer gebeutelte Region; viele Menschen leben schon vor dem Beben in extremer Armut, mangelnder Ernährung und hatten keinen verlässlichen Zugang zu medizinischer Versorgung. Durch das verheerende Beben wird die Not nun noch verstärkt», sagt Rafael Filliger, Programmdirektor Venezuela von Caritas Schweiz. Vor Ort koordinieren die lokale Caritas und das internationale Caritas-Netzwerk die ersten Hilfsmassnahmen. Besonders dringend benötigt werden Trinkwasser, Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte. (ots)
10:49 Uhr
Donnerstag, 25. April
Beben war auch in der Schweiz messbar
Die schweren Erdbeben in Venezuela seien auch in der Schweiz «deutlich registriert» worden. Dies teilt der Schweizerische Erdbebendienst auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. (fan)
10:41 Uhr
Donnerstag, 25. April
Schweiz bietet Hilfe an
Wie Bundespräsident Guy Parmelin auf X schreibt, stehe die Schweiz bereit, auf Anfrage Venezuelas nach den beiden schweren Erdbeben Hilfe zu leisten. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen. Wir sprechen unser aufrichtiges Beileid aus und wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung», schreibt Parmelin. (fan)
09:35 Uhr
Donnerstag, 25. April
«Zum Glück hören wir noch lebende Menschen»
Der Bürgermeister des Bezirks Chacao in der Hauptstadt Caracas sagt in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass die Rettungskräfte noch Stimmen unter den Trümmern hören würden. «Zum Glück hören wir noch lebende Menschen, und wir werden sie retten», sagte Gustavo Duque. (hkl, watson)
07:55 Uhr
Donnerstag, 25. April
Augenzeugin aus Caracas
«Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Angst gehabt, es war fürchterlich», berichtete eine 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur aus dem Osten von Caracas, die knapp 200 Kilometer von dem Epizentrum der Beben entfernt ist.
«Bei uns in der Nähe sind zwei Hochhäuser eingestürzt, am Nachbargebäude fehlen Wände», ergänzte sie. Ihr Hochhaus sei aber weitgehend verschont geblieben. In ihrer Wohnung seien Möbel umgestürzt und Bilder von den Wänden gefallen, alles sei voller Scherben.
Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sie und ihr Mann zunächst gar nicht aus dem Zimmer gekommen seien. Zusammen mit Nachbarn seien sie dann schliesslich auf die Strasse gerannt. Zwei Anwohner hätten aus dem Aufzug befreit werden müssen. Nach den Beben sei stundenlang der Strom ausgefallen, auch das Mobilfunknetz habe nicht funktioniert. (dpa)
06:32 Uhr
Donnerstag, 25. April
32 Tote bestätigt – Opferzahl wird noch steigen
Bei zwei schweren Erdbeben sind in Venezuela mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und 700 verletzt worden. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez erklärte, die Zahl der Opfer werde noch steigen. Die Beben liessen am Mittwochabend (Ortszeit) Gebäude einstürzen, Menschen flüchteten in Panik auf die Strassen.

Allein in den relativ nahegelegenen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400'000 Menschen. Auch dort war vom Einsturz von Gebäuden und erheblichen Schäden die Rede - zunächst ohne nähere Angaben. Die automatische Modellrechnung der US-Erdbebenwarte basierend auf der Stärke des Bebens und der Nähe einiger Städte legte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von mehr als Tausend Todesopfern nahe.
Allein in der Stadt Tucacas an der Karibikküste würden 15 Menschen unter den Trümmern eines eingestürzten fünfstöckigen Gebäudes vermutet, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Falcón, Víctor Clark, dem Fernsehsender VTV. Rund 22 Verletzte würden dort in Kliniken medizinisch versorgt. (dpa)
06:24 Uhr
Donnerstag, 25. April
USA wollen Venezuela schnell helfen – auch andere Länder kündigen Hilfe an
Nach den starken Erdbeben in Venezuela hat US-Präsident Donald Trump dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zugesichert. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Die beiden Erdbeben seien von «massivem Ausmass» gewesen und hätten zu einer «verheerenden Zahl Toter» geführt, schrieb Trump. Er machte dabei keine Angaben dazu, auf welche Informationen sich seine Aussage zur Opferzahl stützte. Die Behörden in Venezuela machten dazu zunächst keine Angaben.

«Wir werden für unsere neuen und grossartigen Freunde da sein», schrieb er - wohl mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas. Weiter erklärte er in Bezug auf das wahrscheinliche Ausmass der Folgen: «Die ersten Berichte sind nicht gut!!!»
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, schrieb auf der Plattform X, es stünden 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Hilfsgüter bereit, um in die venezolanische Hauptstadt Caracas gebracht zu werden.
Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, erklärte spezialisierte Such- und Rettungsteams der Streitkräfte würden am Morgen nach Venezuela aufbrechen. Auch Brasilien signalisierte Hilfsbereitschaft. Rodríguez zufolge boten auch bereits andere Staaten Hilfe an. (dpa)
04:21 Uhr
Donnerstag, 25. April
Venezuelas Präsidentin ruft nach Erdbeben den Notstand aus
Wegen zwei starken Erdbeben mit massiven Schäden hat die Regierung in Venezuela den Notstand ausgerufen. Das kündigte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Ansprache an. Sie sprach von einem «Vorfall mit schwerwiegenden Folgen».
«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben.«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. (dpa)
00:49 Uhr
Donnerstag, 25. April
Starke Erdbeben erschüttern Venezuela
Zwei starke Erdbeben haben Venezuela erschüttert und Gebäude in der Hauptstadt Caracas zum Einsturz gebracht. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des ersten Bebens mit 7,2 an, die des zweiten mit 7,5. Das Epizentrum des ersten Bebens lag etwa 28 Kilometer westlich der Gemeinde Morón an der Karibikküste des Landes und rund 168 Kilometer von Caracas entfernt. Es hatte eine Tiefe von 22 Kilometern. Das stärkere Nachbeben ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern, rund 16 Kilometer von Morón entfernt.
Zwischen beiden Erschütterungen lagen laut US-Erdbebenwarte USGS USGS nur 39 Sekunden. Eine Modellrechnung der US-Erdbebenwarte legte nahe, dass eine sehr hohe Opferzahl zu befürchten war.

Die Beben gehören zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert getroffen haben. (dpa)
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