Nach Fensterschock: Frau schildert Horror-Vorfall auf Ryanair-Flug
Vier Tage nach dem dramatischen Zwischenfall an Bord eines Ryanair-Fluges von Thessaloniki nach Memmingen schildert die Ehefrau eines schwer verletzten Passagiers den Vorfall erstmals aus ihrer Sicht. Ihr Mann befinde sich weiterhin im Krankenhaus und leide unter schweren Verletzungen sowie den psychischen Folgen des Ereignisses, sagte sie dem öffentlich-rechtlichen griechischen Rundfunk ERT.
«Mein Mann sass direkt am Fenster. Zum Glück war er angeschnallt – der Sicherheitsgurt hat ihm das Leben gerettet», sagte sie. Sie und andere Passagiere konnten ihren 61-jährigen Gatten ins Flugzeug zurückziehen. Er erlitt Verletzungen an Nacken und Schulter sowie Verbrennungen durch Reibung. Er trägt eine Halskrause und steht nach Angaben seiner Ehefrau weiterhin unter Schock.
Nach Angaben des von der Familie beauftragten technischen Gutachters soll sich ein Bauteil einer der Turbinen gelöst haben. Die Trümmer hätten das Fenster getroffen und zerstört. Durch den plötzlichen Druckunterschied sei eine starke Sogwirkung entstanden, wodurch der Passagier zeitweise mit dem Oberkörper aus dem Flugzeug gezogen worden sei. Das griechische Verkehrssicherheitsgremium sowie der technische Gutachter der Familie unterziehen nun das Flugzeug einer Prüfung, berichtete ERT weiter.
Bereits zuvor hatte der Luftfahrtexperte und Pilot Grigoris Konstantelos im griechischen Fernsehen (ERT) eine ähnliche Vermutung geäussert. Er geht davon aus, dass die Passagiere grosses Glück hatten: In grösserer Flughöhe hätte der höhere Druckunterschied zu einem deutlich heftigeren, möglicherweise explosiven Druckverlust führen können. Unbestätigte Aufnahmen der mutmasslich beschädigten Turbine kursieren in griechischen Medien.
Kurz nach dem Zwischenfall waren nach Angaben von Passagieren ein lauter Knall zu hören und Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke gefallen. Der Pilot brach den Flug ab und kehrte nach Thessaloniki zurück. Die Passagiere wurden später mit einer Ersatzmaschine nach Memmingen geflogen.
Ryanair bestätigte den Vorfall. Nach Angaben der Fluggesellschaft habe sich kurz nach dem Start ein Passagierfenster gelöst. Über die Ursachen äusserte sich Ryanair nicht. (dpa)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben




Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.