Fährenbrand auf den Philippinen: Suche nach 84 Vermissten hält an
Dichter Rauch und die schweren Brandschäden an einer Fähre haben die Suche nach 84 Vermissten eines Schiffsunglücks vor den Philippinen erschwert. Nach dem Feuer an Bord der «MV June Aster» seien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, teilte die Küstenwache am Freitag mit. 43 Menschen konnten gerettet werden.

Die stark beschädigte und zur Seite geneigte Fähre trieb offenbar über Nacht näher an die Küste. Wegen des Rauchs und der Hitze hatten Einsatzkräfte am Donnerstag Schwierigkeiten, in das Schiff vorzudringen. Die Rettungsarbeiten wurden über Nacht unterbrochen. Am Freitag sollte geprüft werden, ob ein Betreten des Schiffs möglich ist.
Die Fähre war am Mittwochabend von Manila aus auf dem Weg nach Coron in der Provinz Palawan, als das Feuer rund sieben Kilometer vor der Ortschaft Turda gemeldet wurde. Nach Angaben der Küstenwache befanden sich laut Passagierliste 134 Menschen an Bord – 117 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder. Zwei auf der Liste geführte Passagiere meldeten den Behörden allerdings, dass sie die Fähre nicht bestiegen hatten. Damit wird derzeit von 84 Vermissten ausgegangen.
Unter den Geretteten sind nach Angaben des Betreibers zwei Touristen aus Chile. Sie werden wegen Verletzungen in einem Krankenhaus in Coron behandelt.
Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Küstenwache, Behörden, Freiwillige und Fischer suchten in den umliegenden Gewässern nach weiteren Überlebenden. Auch entlang der Küste wurde nach möglichen Abgetriebenen gesucht. (dpa)
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