Mehrere Tote bei zwei Lawinen in französischen Alpen
Bei zwei Lawinenabgängen in den französischen Alpen sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, weitere konnten verletzt aus den Schneemassen geborgen werden. Im Wintersportort Valloire in den Savoyen, wo allerhöchste Lawinengefahr galt, traf eine grosse Lawine eine Bergstrasse, wie die Präfektur mitteilte.
Nach einer aufwendigen Rettungsaktion konnten ein Toter und zwei Verletzte geborgen werden, berichtete die Zeitung «Le Dauphiné Libéré». Die Skistation wurde zunächst geschlossen und zwei Ortsteile mit mehr als 100 Urlaubern und Einwohnern wurden wegen der extremen Gefahr vollständig evakuiert. Die Betroffenen sollten in anderen Urlaubsquartieren und bei Privatleuten untergebracht werden.
Lawine trifft Bergstrasse
Die Lawine sei gegen Mittag spontan abgegangen, und die Schneemassen seien bis auf die Strasse am Fusse eines Berghangs gestürzt, berichtete die Zeitung unter Verweis auf die Gemeinde. Rund 200 Militärkräfte, Feuerwehrleute und weitere Helfer waren unter anderem mit Hunden an der Suche nach Verschütteten beteiligt.
In der Nähe des Wintersportortes La Grave wurden unterdessen zwei Skifahrer von einer Lawine erfasst und getötet. Sie gehörten zu einer Gruppe von fünf Skifahrern einschliesslich eines Skilehrers, die abseits der Pisten unterwegs war, berichtete «Le Dauphiné Libéré» unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Der Skilehrer wurde verletzt in eine Klinik gebracht, die anderen beiden Mitglieder der Gruppe blieben unversehrt. Vor Ort galt die zweithöchste Warnstufe vor Lawinen.
Auch in weiteren Teilen der französischen Alpen herrscht weiterhin eine erhöhte Lawinengefahr. Am Freitag erst waren in der Nähe des Wintersportortes Val d'Isère drei Skifahrer durch eine Lawine getötet worden. (dpa)
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