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Filmkomödie "Schtonk!" als Bühnenfassung

Rund 25 Jahre nach dem Erfolgsfilm über die gefälschten Hitler-Tagebücher ist Helmut Dietls "Schtonk!" erstmals im Theater gezeigt worden. Vor fast 500 Zuschauern wurde die Bühnenfassung am Samstag im Schauspielhaus in Esslingen bei Stuttgart uraufgeführt.
Der Schauspieler Martin Theuer in der Hauptrolle des Fälschers Fritz Knobel im Theaterstück "Schtonk" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Im Film von Helmut Dietl hatte Uwe Ochsenknecht den Part gespielt.
Der Schauspieler Martin Theuer in der Hauptrolle des Fälschers Fritz Knobel im Theaterstück "Schtonk" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Im Film von Helmut Dietl hatte Uwe Ochsenknecht den Part gespielt. (Bild: Keystone/DPA/BERND WEISSBROD)

Witwe Tamara Dietl hatte die Rechte Esslingen zugesprochen. Intendant Friedrich Schirmer, einst Leiter des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, und Regisseur Marcus Grube überzeugten sie mit einer Fassung, die sehr nah am TV-Klassiker bleibt. Keine Szene, kein Wort stammt nicht von Dietl. "Sein Text ist wie eine Partitur", sagte Grube.

Die Geschichte ist bekannt: Im April 1983 erklärte ein Hamburger Magazin, dass sich Adolf Hitlers geheimen Tagebücher in seinem Besitz befänden. Auszüge werden veröffentlicht, finden weltweit Beachtung - aber lösen auch viel Skepsis aus.

Zwei Wochen später ist der Spuk vorbei: Das Bundeskriminalamt berichtet, dass es sich zweifelsfrei um Fälschungen handelt. Etliche Millionen sollen bis dahin für insgesamt 62 Bände unter anderem an den Fälscher Konrad Kujau geflossen sein.

Helmut Dietl und Ulrich Limmer verfilmten den Skandal 1992 so grotesk wie genial unter dem Titel "Schtonk!". Sogar ein Auslands-Oscar war greifbar nah.

Mit der Bühnenfassung, die demnächst auch anderswo zu sehen ist, werde wichtiger Stoff fürs deutsche Theater gewonnen, sagte Intendant Schirmer. In einer Zeit, in der tagtäglich über Fake News diskutiert werde, bleibe einem in mancher Szene das Lachen im Hals stecken. Jede vermeintliche Sensation, jede Lüge brauche auch immer jemanden, der sie glaube, sagte Schirmer. (sda/dpa)

 
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